Time To Say Goodbye (1998-2012)
Das Expose zum potenziellen nächsten Roman-Projekt ist samt Schlüsselszenen fertig – die Tastatur drüben am PC auch. Ja. DIE Tastatur. Die Irene Adler unter den Tastaturen. Die Heilige. Die Beste. Die Unsterbliche. Finally. Endgültig. Komplett.
Über 14 Jahre hat sie mich begleitet, bei meinen ersten Storys, Büchern, zitty-Besprechungen, Interviews und Panini-Editorials, bei Schreiblockaden, Recherchen, Korrespondenzen, bei Schmetterlingen im Bauch und Liebeskummer, bei den ersten drei GTA-Teilen und Fifa 98 und ach, bei so vielem mehr, und nun wird sie durch ein schlankeres, jüngeres, glänzenderes Modell ersetzt werden.
Ihr denkt, das sei treulos? Nein, es muss leider sein. Es ist nicht der Lärm, den sie macht, und auch nicht die Kraft, die ich aufbringen muss, um sie zum Singen zu bringen. Auch ist es nicht die Beschriftung, die sich von weit mehr als der Hälfte der Tasten verabschiedet hat, oder der fehlende Lack auf vielen dieser Tasten. Es sind nicht mal die Reste zahlloser Snacks und Imbisse während der Arbeit, und was da noch so alles drin ist. Es ist die Leertaste, denn mit zwei toten Dritteln auf selbiger kann ich einfach nicht leben. Ich hab’s versucht, das müsst ihr mir glauben. Ich wollte Uns retten. Aber … tut mir leid, Kleine, so geht das einfach nicht weiter. Ich habe einen Job zu erledigen, und so geht das nicht mehr.
Seufz. Ich weiß noch nicht, wie es sich anfühlen wird, morgens aufzuwachen und die Finger nicht über dich gleiten zu lassen, und am Anfang wird es bestimmt … komisch sein. Doch es muss weiter gehen.
Ruhe sanft, du brave Tastatur! Du hast es dir verdient.
Excelsior!



Februar 28th, 2012 at 13:46
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