Transmetropolische Entdeckungen
Ich gestehe: Auf die ersten Speed-Heftausgaben von Warren Ellis’ »Transmetropolitan« bin ich damals nicht angesprungen.
Nach gewohnt sanft-sensibler Gehirnwäsche vom Herrn Göllner (»Wie jetzt, du hast Transmetropolitan nicht’ gemocht, Elfenkönig? Was bist du denn für einer? Und du schreibst für mich? Ick schäme mir, Herr Endres!«) neulich am Telefon und natürlich Ellis’ verdammt unterhaltsamen Roman »Gott schütze Amerika« habe ich es jetzt aber noch mal mit dem ersten Tradepaperback der revised edition versucht, die Vertigo derzeit veröffentlicht.
Und jetzt macht das ganze auch schon eine ganze Ecke mehr Spaß. Diesmal hab ich z. B. Alan Moore natürlich sofort erkannt, Spider direkt ins Herz geschlossen und finde den urbanen Cyberpunk-Moloch der Comic-Zukunft ziemlich abgefahren (im positiven Sinn) und cool. Und Robertson war damals noch recht erträglich und gefällt mir ebenfalls. Auch bin ich mir an dieser Stelle dann nicht zu schade, um zuzugeben, dass das wohl auch alles ein bisschen eine Frage der gewachsenen Leseerfahrung ist. Ist ja auch gut so. Denn es wäre ja schon blöde, wenn man sich ausgerechnet beim Lesen nicht entwickeln würde …
Im Moment sieht es schwer danach aus, als ob die Neuauflage nach und nach auf dem Lesestapel und danach in den Vertigo-Regalen landen wird.
Weshalb ich bitte noch mal auf den Thread mit den Platzproblemen hinweisen möchte.


