Archive for August, 2012

Liebes Lesetagebuch …

Donnerstag, August 30th, 2012

Der Tod von Sweet Mister

… ich habe dich ziemlich lange nicht mit Inhalt gefüttert. Das tut mir leid. Aber viele gut bezahlte und noch viel mehr nicht ganz so gut bezahlte Texte wollten geschrieben werden, weshalb ich dich leider vernachlässigen musste. Das tut mir leid. Es ist nicht deine Schuld. Es liegt an mir. Wirklich. Ich gelobe allerdings Besserung, werde es nie wieder tun, und arbeite nun auch gleich Stoff aus drei Monaten nach, da einige Titel schon beim letzten Mal durchgerutscht sind.

In »Dzur« schickt Steven Brust Vlad wieder in die große Stadt und damit das Leben, das er hinter sich gelassen hat bzw. lassen muste – und das ist schon eine tolle Konfrontation. Und es sagt alles über einen Autor, wenn die fortlaufende Beschreibung der Gänge eines opulenten Essens an den Kapitelanfängen genauso groflartig ist wie der Rest. Hut ab, Mr. Brust. Einmal mehr. Der Nachfolgeroman »Jhegalaa« spielt dann wieder vor »Dzur« und führt Vlad in die Heimat seiner Mutter im Osten, wo er einer Verschwörung zwischen Gilden und Hexenzirkeln auf den Zahn fühlt. Die gewohnten Stärken, und vielleicht auch zum Schluss die gewohnte Schwäche. Denn das Geschehen wurde zum Ende hin ziemlich kompliziert und verwirrend und hat mich auch irgendwo ein wenig angehängt (Jetzt muss ich nur noch die Zeit finden, den Text für die phantastisch! #50 anzugehen …)

Daniel Woodrells »Winters Knochen« ist wohl einer der dichtesten und zugleich sprödesten Romane, die ich je gelesen habe – die zu lesen ich je das Vergnügen hatte! Wer das Buch nicht kennt und/oder das etwas teurere Hardcover bisher scheute, darf sich auf das Taschenbuch im Herbst freuen. »Der Tod des Sweet Mister« ist nicht ganz so gut wie »Winters Knochen« – aber immer noch gut genug. Ein knackiger und intensiver und aufgeladener Roman, und ich ergehe mich nun nicht im Klischee und füge an: Über das Erwachsenwerden. Woodrell ist und bleibt, davon abgesehen, durchaus so etwas wie die feuilletonistische bzw. feuilletontaugliche Version von Jack Ketchum und Joe R. Lansdale.

Max Barrys »Sirup« ist ein auf beängstigende Weise beeindruckender Debütroman gewesen. Tolles, verrücktes, knackiges, pfeilschnelles Buch, über den Irrsinn der Marketingwelt und der Filmbranche. Habe ich in zwei langen Sessions begierig weggelesen, mit viel Vergnügen und großem Interesse an den schrulligen Figuren.

George R. R. Martin tanzt im zehnten deutschen Halbband seiner Saga »Das Lied von Eis und Feuer« mit Drachen, und wenn man die Diskussion um die durchaus sinnige Eindeutschung mal zur Seite schiebt, ist das schon grofle, epische High Fantasy. Die Saga hat wieder ordentlich Fahrt aufgenommen, und es wird die Hölle, auf den nächsten Band zu warten.

Elmore Leonard hat mit Sicherheit schon bessere Bücher als »Road Dogs« geschrieben – andere Autoren aber auch schon definitiv zahlreiche schlechtere! Denn unterhaltsam ist das relativ schmale Büchlein allemal. Netter Noir-Happen für zwischendurch. Stärkste Szene, abgesehen von den Dialogen mit dem FBI-Agenten: Das Keine-Regeln-Basketballspiel zwischen Foley und dem Neonazi.

John Nivens Kurzroman »Music from Big Pink« ist nicht unbedingt für einen Leser meiner Generation geschrieben worden. Gut zu lesen ist er in der Regel trotzdem, auch wenn vieles an mich vermutlich verschwendet ist. Ansonsten ist es sicherlich ein gutes Zeichen, dass auch diese etwas zu lange Novelle auf Deutsch kommt (und Niven nach zwei Paperbacks und einem Hardcover nun auch ein Taschenbuch mit Klappenbroschur als Erstausgabe hat …) – das spricht dafür, dass Niven gut läuft. Lest sein »Coma«!

Excelsior!

weird stuff

Samstag, August 25th, 2012

Mit Jedediah Berrys »Handbuch für Detektive« und nun China Miévilles »Stadt der Fremden« habe ich einiges an weird fiction auf dem Lesestapel, das eine gerade ausgelesen, das andere just begonnen.

Oft nicht weniger weird, aber wesentlich witziger sind dagegen Die wilden Siebziger. Die komplette Serie auf DVD war eine der klügeren Anschaffungen, die ich in letzter Zeit gemacht habe, und versüßt jeden Feierabend. Ich hoffe nur, dass die Staffelboxen nach dieser Panini-Runde nicht mein angestrebtes Fiction-Penseum für September torpedieren. Denn eigentlich wollte ich die Testleserfassung für »Der Zug zur Hölle« endlich fertigmachen…

Immerhin, unter der Woche sind neben diversen Comic-Editorials schon mal mein längerer Rasl-Text für die Zack und mein Joe-Kubert-Nachruf für die phantastisch! fertiggeworden. Darauf kann man aufbauen.

Excelsior!

Total Geek!

Donnerstag, August 23rd, 2012

Geek! #2

Frisch erschienen: In der zweiten Ausgabe von Geek! liegen die Schwerpunkte auf filmischen Remakes, Total Recall und dem großen Philip K. Dick, Joss Whedons The Cabin in the Woods, Looper und Markus Heitz’ Justifiers.

Dazu gibt’s Con-Berichte aus San Diego und Erlangen und Interviews mit Drew Goddard, Paul Ziller, Joachim Körber, Olivia Vieweg und anderen.

Und wenn ihr schon immer mal einen großen Artikel über Hai-Trashfilme lesen wolltet, kommt ihr an diesem Heft praktisch nicht vorbei.

Von mir stammen diesmal der Nachruf auf den unsterblichen Ray Bradbury, das Interview mit Bryan Talbot und der Text über Mike Resnicks John-J.-Mallory-Romane.

Excelsior!

Das Blut Belsazars

Montag, August 20th, 2012

REH: Das Blut Belsazars

Endlich befindet sich »Das Blut Belsazars« in der Auslieferung: Das Edition-Phantasia-Paperback versammelt erstmals alle von Robert E. Howards Kreuzfahrer-Geschichten um den irischen Haudegen Cormac Fitzgeoffrey in einem deutschen Band!

Irland im zwölften Jahrhundert: In höchster Gefahr flieht Cormac Fitzgeoffrey aus dem von blutigen Kriegen und Stammesfehden gezeichneten Land. Da der hünenhafte, jugendliche Krieger nicht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll, schließt er sich Richard Löwenherz auf dessen drittem Kreuzzug ins Heilige Land an und findet ein gleichermaßen belagertes und umkämpftes Reich vor, in dem die unterschiedlichen Macht- und Interessensgruppen um die Vorherrschaft kämpfen. Um einen gefallenen Freund zu rächen, tötet er einen französischen Lord im Zweikampf und wird fortan nicht nur von den Arabern gehetzt und gejagt, sondern gilt auch als Außenseiter und Verfemter seiner eigenen Leute. Einsam kämpft Cormac fortan für sich und gegen alle – lediglich von den hohen Idealen ritterlicher Tugend und Tapferkeit geleitet.Mit Cormac Fitzgeoffrey schuf der Vollblut-Geschichtenerzähler Howard eine von zahlreichen historischen Figuren, die, was Spannung und Abenteuer angeht, seinen großen Fantasy-Helden in nichts nachstehen. Die Geschichten um Cormac Fitzgeoffrey erscheinen erstmals in deutscher Übersetzung.

Von mir stammt das Nachwort zu den Geschichten, Fremder in einer fremden Welt, von dem ich Anfang des Jahres schon mal erzählte. Hier ein kleiner Schnipsel aus dem Mittelteil, der sich um den Helden des Buches dreht:

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[...] Und natürlich die Storys um Cormac Fitzgeoffrey.

Mitte 1930 versammelte „Weird Tales“-Herausgeber Farnsworth Wright für ein neues Magazin seine besten und beliebtesten Autoren und ließ sie historisch-heroische Geschichten schreiben. So wurde 1931 im kurzlebigen „Oriental Stories“ Robert E. Howards „Hawks of Outremer“ abgedruckt, in der ein irischer Kreuzfahrer namens Cormac Fitzgeoffrey debütierte, den Howard als wiederkehrenden Hauptcharakter für mehrere Storys auf diesem Gebiet im Sinn hatte, wie es in den Pulps damals konzeptionell nicht unüblich war.

Insgesamt schickte Howard im Verlauf seiner kurzen, aber ungemein ergiebigen Schreibkarriere drei Charaktere mit Namen Cormac ins Rennen, so wie auch sein berühmter Cimmerier nicht Howards einzige Figur war, die auf den Namen Conan hörte. Allerdings schrieb Howard ungeachtet aller Vorsätze und Begeisterung letztlich nur zweieinhalb Geschichten mit Cormac Fitzgeoffrey. Schon die dritte Story mit dem irischen Wüstling blieb zu Howards Lebzeiten unvollendet und existierte nur als Synopsis, bis Fantasy-Autor Richard L. Tierney später eine vollständige Erzählung daraus machte, so wie Ramsey Campbell Ende der 70er auch ein paar Solomon-Kane-Fragmente zusammenführte oder DeCamp und Carter Howards Conan-Storys bearbeiteten (und damit zwar wieder ins Rampenlicht zurückholten, sie jedoch zugleich verfälschten und verwässerten).

Tierney indes „vervollständigte“ auch Romane um Cormac MacArt – einen der anderen Cormacs aus Howards Repertoire – sowie Bran Mak Morn und schrieb mit David C. Smith von Anfang bis Mitte der 80er eine sechsbändige Buch-Serie um Red Sonja, nachdem sie von Comic-Legende Roy Thomas in der Heftreihe „Conan the Barbarian“ definiert worden war. Tierney war es auch, der 1979 mit Hilfe von Kleinverleger-Legende Donald M. Grant alle Cormac-Fitzgeoffrey-Storys erstmals in Buchform herausbrachte.

Darüber hinaus stellte Tierney die These in den Raum, dass Cormac Fitzgeoffrey viel mehr als ein Prototyp für Conan gewesen sein könnte, den Howard nur zwei Jahre später der Leserschaft vorstellte und dessen Physiologie und Charaktereigenschaften sich auffallend stark mit denen von Cormac überschneiden. Tierney schlug vor, trotz einiger unumgänglicher Ungereimtheiten eine gemeinsame Blutlinie für Howards Helden in Betracht zu ziehen, die von Kull zur Blütezeit von Atlantis über Conan im Hyborischen Zeitalter bis hin zu eben Cormac Fitzgeoffrey ca. 1200 n. Chr. reichen könnte. Über diesen Ansatz, der ein wenig an Philip José Farmers Wold Newton Universum erinnert, lässt sich natürlich vortrefflich streiten, und er soll hier auch nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden.

Eine ganz andere Verwandtschaft zwischen Cormac und Conan präsentierte der bereits erwähnte Roy Thomas in Heft 27 von „Conan the Barbarian“ aus dem Jahre 1973 [...]

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Neugierig geworden? Dann holt euch den Band, bei Crom! Zwar gibt es keinen Conan, aber wer Conan mag, wird auch Cormac mögen, und erlebt einen kraftvollen REH at his best.

Excelsior!

Rabiate Ringer

Samstag, August 18th, 2012

Und noch mal Tagesspiegel: Vor einer Weile habe ich Jiro Taniguchis »Wie hungrige Wölfe« gelesen und ein paar Zeilen dazu geschrieben.

Der Text zum handfesten Kampfsport-Manga des sonst so feinsinnigen Taniguchi ist just online gegangen.

Excelsior!

30 Days of Night

Freitag, August 17th, 2012

Die erste »30 Days of Night«-Trilogie von Steve Niles und Ben Templesmith ist nun als Hardcover-Sammelband mit über 350 Seiten feinstem Comic-Horror bei Cross Cult neu aufgelegt worden.

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30 Days of Night HC 1

Barrow, eine Kleinstadt in Alaska nördlich des Polarkreises. Der Polarwinter sorgt dafür, dass hier einmal im Jahr 30 Tage lang kein Sonnenlicht zu sehen ist, ein Monat der Nacht. Der Zeit, in der Vampire auf Menschenjagd gehen. Eine Rudel der brutalsten Blutsauger macht sich über die eingeschneite und von der Welt abgeschnittene Gemeinde her, 30 Tage der Hölle beginnen…

“30 Days of Night” war das erste große Werk des heutigen Stars der Horror-Comicszene Steve Niles (“Bigfoot”) und gilt als moderner Klassiker. Cross Cult präsentiert den Vampir-Mythos von Niles und dem Eisner Award nominierten Zeichner Ben Templesmith in einer allumfassenden Gesamtedition. Der erste Band der “30 Days of Night”-Saga enthält die komplette erste Storyline und die Nachfolger “Dunkle Tage” und “Rückkehr nach Barrow”. 400 Seiten Vampir-Reißer, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen.

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Und während ich im bärenstarken neuen Hellboy-Band diesmal nicht redaktionell mit von der Partie gewesen bin, habe ich für »30 Days of Night« ein umfangreiches Steve-Niles-Portrait geschrieben.

Excelsior!

Verdammt wir leben noch

Donnerstag, August 16th, 2012

Im Tagesspiegel ist heute mal wieder eine Comicseite enthalten, u. a. mit einem Artikel zum internationalen Literaturfestival, Infos zu Don Rosas Signiertermin in Berlin, längeren Texten zu »Blast«, »3 Sekunden« oder Flix’ »Don Quijote«, und mit meiner kurzen Besprechung zu Olivia Viewegs sehr schönem Zombie-Comic »Endzeit«, der den Untoten-Horror nach Deutschland bringt. Wenn demnächst die obligatorische Langfassung des Textes online geht, gebe ich noch mal Bescheid.

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Verdammt wir leben noch. Bei Cross Cult setzt man mit dem Zombie-Epos „The Walking Dead“ und der Neuauflage von „30 Days of Night“ auf Endzeit-Kost aus den USA. Beim Verlag Schwarzer Turm erschien dagegen gerade Olivia Viewegs deutsche Eigenproduktion „Endzeit“ (76 S., 16,80). Darin müssen zwei junge Frauen 3 Jahre nach der Untoten-Verheerung von Weimar nach Jena gelangen. Eva nimmt die neue Welt an und findet sogar Enthusiasmus, während Vivi sich der Angst ergibt. Der schön gezeichnete Band zeigt, wieso Vieweg als großes Talent gilt.

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So, zurück zum Text über Nick Furys Ferrari, den er einst bekam, nachdem HYDRA seinen Porsche zerlegt hat…

Excelsior!

Hobbits, Conan und die eine Frage

Freitag, August 10th, 2012

Conan TPB 18

Für die phantastisch! #49 sammle ich gerade mal wieder Statements für eine neue Dialog-Runde. Diesmal dreht sich alles um dem Erstkontakt mit J. R. R. Tolkiens Fantasy-Evergreen »Der Hobbit«, und bisher nehmen an der Eine-Frage-Runde prominente Fantasten wie Markus Heitz, Bernd Frenz, Peter V. Brett, Stan Nicholls, David Petersen und David Wenzel teil. Mal sehen, wer sich bis zum Redaktionsschluss noch hinzugesellt, die eine oder andere Anfrage ist noch unterwegs bzw. der einen oder anderen Zusage müssen noch Taten folgen, zumal mindestens noch Ersatz für Richard Morgan her muss, der im Baby-Stress ist und abgesagt hat.

In der aktuellen zitty findet sich auf der Comic-Seite dagegen ein Ein-Frage-Interview mit Roman- und Comic-Autor Paul Tobin. Der gute Mr. Tobin hat im diese Woche erschienen 18. deutschen Sammelband mit den Comic-Abenteuern von Conan eine neue Geschichte um Robert E. Howards legendären Helden und die Juwelen von Hesterm geschrieben – im Anhang des Bandes, der außerdem Timothy Trumans und Tomas Giorellos Adaption von REHs klassischer Story Die Scharlachrote Zitadelle enthält, findet sich auf drei Seiten das komplette Interview, das ich mit Paul zu seinem Abstecher in die hyborische Welt des Cimmeriers geführt habe.

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Paul Tobin hat sich als Roman- und Comic-Autor an zahlreichen All-Age-Stoffen hervorgetan und schrieb schon Comics wie „Banana Sunday“, „Marvel Adventures Spider-Man“ und „I am an Avenger“. Zuletzt textete er das Comic-Prequel zu „Falling Skies“ und eine Geschichte mit Robert E. Howards Fantasy-Helden Conan.

Was ist an Conans Welt noch heute so faszinierend, und wie stellt man genau das in Comicform dar?

PT: Im Grunde sind diese Welten ziemlich simpel. Da sind die Schwerter, und dort sind die Männer und Frauen, die gut mit Schwertern umgehen können. Da gibt es lustige Abenteuer zu erleben und lustvolle Schankmädchen zu küssen. Da gibt es fremdartige Kreaturen in fremden Ländern, und fremde Götter in verborgenen Tempeln. Und das ist es auch schon. Es fehlt das ganze Drumherum der Moderne. Alle modernen Sorgen sind entfernt. Und das erlaubt es Lesern und Autoren, sich auf die heroischen und menschlichen Aspekte der Helden und ihrer Welt zu konzentrieren, ohne im Morast moderner Bedenken stecken zu bleiben. Beim Schreiben gehe ich auf dieselbe Art heran wie sonst auch: Indem ich mir die Probleme ansehe, die gelöst werden müssen, und die Mittel, mit denen der Held sie lösen kann (seien es nun Laserstrahlen aus den Augen oder Breitschwerter durch andern Leute Gesichter), und wieso der Held sie lösen muss … und was im Falle seines Scheiterns passiert. Die Werkzeuge, die ich zum Schreiben einer Geschichte nutze, verändern sich nicht. Nur die Werkzeuge, die der Protagonist in der Geschichte wirklich verwendet. CE

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Crom! & Excelsior!

Freaks, Maya-Götter & Doc Strange

Mittwoch, August 8th, 2012

Diese Woche gibt es wieder massig Panini-Trades in den Auslagen, Batman, Fables, Garth Ennis’ Hellblazer, alles dabei. Auch der zweite Sammelband zu Spider-Man: Ein Neuer Tag. Meinen Klappentext und mein Intro zum Band mit Storys von Zeb »Der Schocker« Wells und Bob »Zurück in die Zukunft« Gale, Artwork von Phil Jimenez, Barry Kitson und Chris Bachalo sowie Gastauftritten von Wolverine und Dr. Strange gibt’s als Appetizer schon hier:

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Spider-Man: Ein Neuer Tag 2

GÖTTER, HELDEN UND FREAKS

Es ist eine Zeit des Neuanfangs für den erstaunlichen Spider-Man, aber auch eine Zeit neuer Probleme! Was haben der Netzschwinger und Dr. Curt Connors, das Alter Ego der Echse, mit der Geburt des bizarren Freak zu schaffen? Und welche böse Macht verbirgt sich hinter dem Schneesturm, der Spidey, Wolverine und ganz Manhattan schlottern lässt?

Dieser zweite Sammelband der Ära Ein Neuer Tag enthält die US-Ausgaben Amazing Spider-Man 552-558, geschrieben von Zeb Wells (SPIDER-MAN DER AVENGER) und Bob Gale (Zurück in die Zukunft), gezeichnet von Phil Jimenez (ASTONISHING X-MEN), Chris Bachalo (X-MEN) und Barry Kitson (HULK).

“Ein Neuer Tag war ein voller Erfolg! Man injizierte ein frisches Flair und brachte neue Figuren und Schurken, aber auch den Spaß in Spider-Mans Welt zurück”- spiderfan.org

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Mit “Ein neuer Tag” begann eine frische Ära für den sensationellen Spider-Man. Nicht nur, dass der Neustart die Erinnerung an Peter Parkers Demaskierung während des Civil War und an seine Ehe mit Mary Jane revidiert hat. Außerdem kehrte Petes bester Freund Harry Osborn zurück, den die Welt für tot gehalten hat. Harry hat Peter mit der hübschen Forensikerin Carlie Cooper bekannt gemacht, der Freundin seiner Flamme Lily Hollister. Deren Vater wiederum ist neben Randall Crowne der heißeste Anwärter auf den Posten als New Yorks neuer Bürgermeister, nachdem der koboldhafte Menace trotz Spideys und Jackpots Eingreifen Mitkandidatin Lisa Parfrey getötet hat. Derweil wurde der Daily Bugle nach J. Jonah Jamesons Herzattacke von dessen Frau Marla an Dexter Bennett verkauft. Dort berichtet man nun mit neuem journalistischen Selbstverständnis über Themen wie die große Wahl, die Suppenküche von Martin Li, in der auch Tante May arbeitet, und über den Spinnensender-Killer. Wegen Letzterem verdächtigt die Polizei mal wieder unseren Helden, der seit einer Weile mit Wolverine, Dr. Strange u. a. die Neuen Rächer bildet…

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Das nur in aller Verlegenheit und Kürze, der gecrashte PC hat mir zwischen Hardboiled-Expose, Tagesspiegel-Text und der aktuellen Edit-Runde doch einen ganzen Tag und damit viel zu viel Zeit gekostet. Doch zum Glück war der rettende Apfel nicht weit, und zur Belohnung hängt er nun voll ausgestattet mit allen Daten am großen Monitor. So motiviert man seine Mitarbeiter!

Wenn die Zeit mal wieder etwas lockerer sitzt, erzähle ich euch, wie ich sofort wieder auf die Spectacular-Hefte von Al Milgrom, Bill Mantlo und Co. abgefahren bin, als ich für das Nachwort in Spider-Man #105 ein bisschen in den ersten dreistelligen US-Nummern der alten Serie geblättert habe. Ich sag nur: Bambi und der böse Santa Claus!

Excelsior!

Cowboy mit Bär

Montag, August 6th, 2012

Hi-Yo! Mein Text zu Reed Gunther ist nun im Comic-Portal des Tagesspiegel online gegangen.

Excelsior!