Archive for April, 2012

Pre-Mai

Montag, April 30th, 2012

Auf dem Schreibtisch liegen derzeit die Übersetzung des Interviews, das ich mit Thomas Yeates, dem neuen Zeichner von Prinz Eisenherz, für die Zack geführt habe, und das Vorwort für Volkans drittes Artbook, das wieder eine spektakuläre Zahl noch viel spektakulärer Bilder beinhalten wird. Freut euch drauf!  »Holmes« ist dagegen noch immer nicht ganz über der Ziellinie. Ja, ich weiß – ich mach ja schon. Auch ich möchte den Tanz der Drachen endlich auf der Bühne sehen.

Excelsior!

Nie mehr Schule!

Samstag, April 28th, 2012

Spider-Man #97, Panini, Mai 2012

Zu Beginn der Helden-Ära starteten in den USA vier Rächer-Serien. Avengers Academy fungiert dabei als Nachfolger von DIE RÄCHER: DIE INITIATIVE und bietet den Nachwuchssuperhelden des Marvel-Universums ein neues Zuhause, wo sie von Hank Pym, Tigra, Justice, Speedball und Quicksilver sowie diversen Gast-Lehrern aus dem Helden-Umfeld unterrichtet werden. Leider blieb der Serie der Sprung über den großen Teich verwehrt, da wir nun mal nur eine gewisse Anzahl Programmplätze zu vergeben haben. Trotzdem ist das nachfolgende Crossover mit Spider-Man keine Tragik. Nicht nur, weil Peter Parker in seiner Zeit als Lehrer bereits einiges an Erfahrung mit schwierigen und außergewöhnlichen Jugendlichen gesammelt hat. Christos N. Gage, der Avengers Academy nun schon seit über zwei Jahren schreibt, versorgt uns im Verlauf seiner Geschichte außerdem rechtzeitig mit kurzen Vorstellungen der ambitionierten Junghelden, mit denen es Spidey zu tun bekommt. Oder ist es vielleicht sogar eher umgekehrt? Ähem. Und was macht ihr eigentlich noch hier? Habt ihr den Gong nicht gehört? Ab in eure Klassenzimmer, ihr Strolche!

Ihr habt sicherlich gemerkt, dass dieser Text das Intro zu Spider-Man #97 war.

Viel Spaß in der Sonne, my fellows. Excelsior!

Gavony Rider

Freitag, April 27th, 2012

Wenn es mit der Schreiberei mal nicht mehr klappt, werde ich Modell.

Genug Übung habe ich inzwischen ja. Nachdem ich für Volkan schon einmal als Tolkiens düsterer Held Turin posiert habe, wurde ich letztes Jahr noch zum berittenen Gardisten für eine Magic-Karten-Illustration.

Inzwischen darf das Bild auch endlich ganz offiziell herumgezeigt und bewundert werden – macht Wizards of the Coast ja sogar selbst, um die neue Edition zu promoten.

Das wird ziemlich cool werden, die Karte demnächst in meinen guten alten Magic-Sammelorder zu packen, den ich nach wie vor in Ehren halte, da das Sammelkartenspiel an meiner Fantasy-Lust alles andere als unschuldig gewesen ist, back then, in the good old days.

Excelsior!

Rächer, sammeln!

Donnerstag, April 26th, 2012

Zum Kinostart von Joss Whedons Avengers-Blockbuster hat mich Marcus Koppers von Splashcomics in meiner Funktion als Avengers-Redakteur interviewt. Hier geht’s zum Interview.

Excelsior!

 

Bury Me In Hell

Mittwoch, April 25th, 2012

Jonah Hex: Bury Me In Hell TPB

In Sachen Comics hat mich in den letzten 14 Tagen kein anderer Titel so beeindruckt wie das US-Trade »Jonah Hex: Bury Me In Hell«. Die letzten Hefte der US-Serie Jonah Hex Vol. 2, die bis zum New-52-Relaunch erschienen, bieten abgeschlossene Weird-Western-Storys, und zwar vom Feinsten. Das Beste, was ich aus dem Genre seit Langem gelesen habe. Ein echter Genuss, diese Hex-Happen, geschrieben vom bewährten Duo Jimmy Palmiotti und Justin Gray und mit Artwork von – haltet euch fest – Eduaro Risso, Jodi Bernet, Jeff Lemire (!), Fiona Staples, Ryan Sook und anderen.

Mal hart, mal humorvoll, mal grau, mal finster, mal bitter, und fast immer überragend, egal ob in Schrift oder Bild. Hervorragende Weird-Western-Kost. Wer vor einer Weile den Film mit Josh Browlin gesehen hat und ihn trotz der knackigen Ms. Fox genauso schrecklich fand wie ich bzw. den von Joe R. Lansdale (immer wieder dieser Mr. Lansdale!) geschriebenen Kurzfilm auf der Batman-Red-Hood-DVD (zumindest glaube ich, dass er auf dieser Scheibe drauf ist…) gesehen hat und diesen wiederum ebenso toll fand wie ich, der sollte da unbedingt mal reinschauen.

Unter dem Aspekt finde ich es im Übrigen auch ausgesprochen erfreulich, dass es doch noch ein paar Comics da draußen gibt, die man zu einem beliebigen Zeitpunkt kaufen und ohne Verständnisprobleme lesen und genießen kann. Gar nicht so doof, eine Serie wie Hex als Ongoing mit abgeschlossenen Abenteuern zu fahren.

Excelsior!

Iron Sky und Joe Mad!

Montag, April 23rd, 2012

Letzte Woche ganz vergessen: Für das SF Jahr habe ich kurzfristig noch einen längeren Artikel zum Finanzierungsmodell von Iron Sky geschrieben. Außerdem saß ich an einem umfangreichen Portrait zu Joe Madureira alias Joe Mad!, einem der Comic-Helden der späten 90er, in der Finsternis nach dem Crash und zur Zeit von Age of Apocalypse. Wo das Portrait erscheinen wird? Dauert nicht mehr lange, und ihr werdet es erfahren und womöglich sogar ein Bisschen staunen, denn es ist nicht für Spider-Man, der Avenger. Ich sage nur: Absolutely mad…

Excelsior!

Schlechtes Chili, gute Bücher

Sonntag, April 22nd, 2012

Schlechtes Chili, aber tolles Buch

Zuletzt konnte ich den Buch-Lesestapel etwas verkleinern. Das ist immer gut, denn an Nachschub mangelt es bekanntlich nie. Hier mal die gelesenen Bücher im Schnelldurchlauf:

»Die Flüsse von London« von Ben Aaronovitch hat mich allerdings nicht überzeugen können, trotz der guten Kritiken, trotz der Empfehlung, wegen der ich es mir geholt habe. Ich kann nicht sagen, dass es schlecht geschrieben ist, und ich mag auch die Ideen, aber es hat nach 200, 250 Seiten einfach immer noch nicht »klick« gemacht bei mir. Aber ich sehe, wieso das Ganze für viele so gut funktioniert.

Der erste »Niceville«-Roman von Carsten Stroud ist mir zu kalkuliert, obwohl er routiniert und gefällig geschrieben ist. Auf dem Backcover wird von den Coens über Tarantino bis hin zu McCarthy und Lynch ja alles zitiert, was Rang und Namen hat, und am Ende fühle ich mich tatsächlich am ehesten an David Lynchs »Twin Peaks« erinnert: Das Reinkommen in Stadt und Story ist nicht wirklich einfach. Auftakt einer designierten Bestseller-Serie, ich denke, ich werde es bei diesem ersten Band belassen.

Mit »Feurige Schatten« ist der vierte Lady-Alexia-Roman von Gail Carriger erschienen – und damit der vorletzte Band von meinem Chic-Lit-Steampunk-guilty-pleasure. Zur Mitte hin zeigt das Buch 150 Seiten lang, wieso die Mischung so gut taugt – davor und danach gefiel mir einiges nicht so, am allerwenigsten der Umgang mit der Schwangerschaft und dem »ungeborenen Ungemach«. Und natürlich ist es unnötig, nach drei Bänden das Buchrückendesign selbst auch nur leicht zu modifizieren, Herrschaften.

Douglas A. Andersons kommentierte Fassung von J. R. R. Tolkiens »Der Hobbit«, die Klett-Cotta als »Das große Hobbit-Buch« auf Deutsch gebracht hat, ist dagegen ein echtes Prunkstück, auch wenn es mit Blick auf den Film ein bisschen früh erschienen ist. In der nächsten phantastisch! werde ich ausführlicher von diesem Band berichten, an dieser Stelle schon mal so viel: Es ist schon faszinierend, was für verschiedenartige Infos und was für eine üppige Werkgeschichte sich in den blauen Randspalten um den klassischen, zeitlosen Haupttext des Romans ranken, mit dem für mich alles in Sachen Fantasy-Literatur begonnen hat und den ich inzwischen über ein Dutzend Mal gelesen habe. Tolles Buch in einer großartigen, hoch interessanten Fassung, die für die deutsche Ausgabe von Lisa Kuppler auch sorgsam editiert wurde. Sogar die ersten Versuche, den »Hobbit« noch während der Hochzeit des Nationalsozialismus hierzulande zu veröffentlichen, werden beleuchtet.

Und dann war da natürlich noch »Schlechtes Chili« von Joe R. Lansdale, der vierte Roman mit Hap und Leonard, der bei Dumont gerade im Taschenbuch neu aufgelegt worden ist. Schade, dass die Romane um die beiden ungewöhnlichen Freunde aus dem Osten von Texas auf Deutsch über mehrere Verlage verteilt erschienen und hier dann nicht mal lückenlos veröffentlicht worden sind. Allerdings ist auch dieser vierte Teil der Reihe ein exzellenter Einstieg, und ich kann das Buch – wie die meisten Lansdales – nur wieder jedem ans Herz legen, der für den Southern-Gothic-Charme empfänglich ist. Doch auch wer Kumpel-Krimis mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Die Übersetzung hat ein paar Macken im Detail (»Horse« hätte ich lieber unübersetzt gesehen als Name, und Andre the Giant ist natürlich nicht Andre der Riese), im Großen und Ganzen klingt es aber wie immer, nämlich lässig und cool und unverkennbar Lansdale.

Okay, das ist jetzt länger geworden als beabsichtigt. Ihr seht, man sollte mich nie dazu bringen, über Bücher und Comics zu schwadronieren, denn da helfen am Ende alle guten Vorsätze nichts…

Excelsior!

Vom Tode verwest

Freitag, April 20th, 2012

Da ich gerade an der Übersetzung des XXL-Interviews sitze, das ich mit Jesse Bullington für die phantastisch! geführt habe, spendiere ich euch mal die Rezension zu »Vom Tode verwest« – und damit zu einem der definitiv besten Bücher des ersten Buch-Halbjahres 2012…

»

»Vom Tode verwest«

Die schwarze Sklavin Awa wird durch widrige Umstände zum Famulus eines bösen Nekromanten in der spanischen Sierra Nevada, der sie zum Ende ihrer unglaublich harten und bitteren Lehrzeit auch noch verflucht. Um dem sinisteren Plan ihres Meister zu entkommen, kämpft Awa letztlich gegen eine ganze Epoche.

Aber Vorsicht! Das ist nichts für zartbesaitete Gemüter oder Freunde edler Ritter und keuscher Fräuleins. Schon mit seinem derben und ziemlich polarisierendem Romandebüt »Die traurige Geschichte der Brüder Großbart« zeigte Jesse Bullington schließlich eindrucksvoll, wie finster Europa im 14. und 15. Jahrhundert wirklich war. Mit »Vom Tode verwest« legt der studierte Historiker nun noch mal eins drauf. So kombiniert er nekrophile Frauenliebe und blutiges Söldnerhandwerk mit einer klebrigen Doppelmoral und noch viel klebrigerem Sex. Dazu kommen echte Emotionen und historisch reale Persönlichkeiten wie der ewig Suchende Paracelsus oder der Künstler und spätere Politiker Niklaus Manuel Deutsch aus Bern, der als zerrissener Protagonist zwischen wiedererweckten Skeletten und Leichen den Danse Macabre hinlegt.

Keine Frage: Dieser Roman atmet und liebt und leidet und blutet und schlägt mehr als gelegentlich mal ein Wässerchen ab. Nicht zu vergessen Bullingtons urige Sprachgewalt, die Vorzeige-Übersetzerin Eva Bauche-Eppers erneut hervorragend ins Deutsche übertragen hat. Nirgends wird schöner oder zotiger geflucht und geschimpft als in dieser gegen den Strich gebürsteten Fantasy-Historie!

Mehr noch als Bullingtons großbärtiges Debüt, ist »Vom Tode verwest« ein vielfältiges, vollmundiges und äußerst explizites Vergnügen.

Da kann die gemeine historische Bestseller-Hure nur noch auswandern.

«

Leseempfehlung abseits vom Einheitsbrei? Aber so was von.

Excelsior!

Neues aus anderen Welten

Montag, April 16th, 2012

phantastisch! #46

Die phantastisch! #46 ist letzte Woche erschienen und enthält wieder einen bunten Strauß Artikel, Interviews und Besprechungen. Gestiefelter Kater? Steampunk? Salman Rushdie? In der p! ist diese interessante Mischung kein Problem!

Von mir gibt’s im aktuellen Heft, das von einem raren Baga-Raumschiff geschmückt wird, Rezensionen u. a. zu »Boneshaker«, »Das Fest des Monsieur Orphee«,  »Die Furcht des Weisen 2« und »Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes«, außerdem ein Interview mit Ransom Riggs (»Die Insel der besonderen Kinder«) und Artikel zu Joe Haldemans »Der ewige Krieg« und zur späten Jim-Henson-Adaption »Tale of Sand«, das inzwischen ja mehrfach für den Eisner Award nominiert worden ist.

Ich weiß, all dies verblasst gegen die Ankündigung, dass die phantastisch! ab dem nächsten Heft schon beim Atlantis Verlag erscheint. Nachdem ich daran vermutlich nicht ganz unschuldig bin, muss ich sagen, dass ich wirklich gespannt darauf bin, wie sich das alles entwickelt und welche Möglichkeiten auch in Hinblick auf Tablets und Co. noch ausgeschöpft werden. Inder Zukunft nichts Neues? Von wegen…

Excelsior!

Das letzte Netz

Sonntag, April 15th, 2012

Mit Im Netz von Spider-Man #36 endet unsere zweimonatliche Spidey-Zweit-Serie, nur um im Juli bereits durch Spider-Man, der Avenger ersetzt zu werden. Grund genug für mich, auf der Redaktionsseite noch mal ein paar Highlights aus sechs Jahren INVSM Revue passieren zu lassen…

»

DAS LETZTE NETZ

Im Netz von Spider-Man #36, Panini

36 Hefte IM NETZ VON SPIDER-MAN – habt ihr Favoriten? Genug gutes Material ist ja dabei gewesen: Etwa der Einstand mit den Tie-Ins zu “Das Andere”, das mehr Fans hat, als man glaubt. Das in letzter Zeit schon ein paar Mal erwähnte INVSM 5, in dem Dan Slott als Spidey-Autor debütierte. INVSM 8 und 9, mit Storys aus Peter Davids Friendly Neighborhood Spider-Man. INVSM 10, mit einem Mehrteiler von Michael Zulli. Ausgabe 12 mit der letzten Arbeit des viel zu früh verstorbenen Mike Wieringo. Heft 13 mit dem Eisner-nominierten Sensational-Annual von Matt Fraction und Salvador Larocca. INVSM 15 mit dem Debüt von Jackpot unter Ein Neuer Tag. Heft 21, mit dem Schocker und dem großartigen Lee Weeks. Die “Rückkehr” von Ben Reilly in INVSM 25.  Ein ganz besonderes Halloween für die Spinne in INVSM 26. Electros Power-Up und Zerstörung des DB in Heft 28. Juggernaut in Ausgabe 30. Natürlich der Beginn von Big Time in INVSM 33. Flash, der am Ende von Heft 34 zum neuen Venom wurde, nachdem in dieser Ausgabe bereits Marla Jameson gestorben war. Oder die Fear Itself-Mini aus dem letzten Heft. Apropos letztes Heft. Ich lege euch natürlich nicht ohne Grund nahe, die Serie Revue passieren zu lassen. Denn ja, Spinnenfans, das vorliegende Heft ist die finale Ausgabe von INVSM! Heißt das, dass wir künftig mit SPIDER-MAN als einzigem Spidey-Titel auskommen müssen? Natürlich nicht! Zum einen erscheinen im Juni gleich zwei Hefte SPIDER-MAN – und zum anderen startet im Juli AVENGING SPIDER-MAN!

«

Excelsior!