Archive for Januar, 2012

Trapped

Montag, Januar 30th, 2012

Mr. Krank bat mich letztes Jahr, einen Comic-Zweiseiter für sein nächstes Tales of Dead Earth-Heft zu schreiben. Das Heft kommt aller Voraussicht nach zum Gratis Comic Tag am 12. Mai – die Story gibt’s nun schon online bei mycomics.

Excelsior!

Zwischen Chatwin und Krisen: Auf der Suche nach Swamp Thing!

Samstag, Januar 28th, 2012

Als mein Arbeitszimmer letztes Jahr eine Wasserschaden-Baustelle war, habe ich erstmals eine komplette Deadline-Runde für Panini am MacBook durchgezogen. Dabei hat mich ein Editorial über Gebühr lange beschäftigt – nämlich das Vorwort und das Nachwort zum Brightest Day Epilog: Auf der Suche nach Swamp Thing. Das Problem war nicht, dass ich nicht wusste, was ich hätte schreiben sollen. Das Problem war viel mehr, dass Alan Moores Swamp Thing-Run zu meinen absoluten Lieblingscomics zählt und ich auch eine ausgeprägte Schwäche für Hellblazer John Constantine habe. Da ist die Gefahr immer groß, dass man Dinge voraussetzt, die andere nicht auf Anhieb präsent haben, oder sich in Huldigungen, verspielten Referenzen und Nerdtum verliert. Entsprechend lange habe ich dran gefeilt und am Ende dann doch die Anspielungen an Moore, Veitch und Co. zurückgefahren. Ich hoffe, dass ich den Spagat so letztlich geschafft habe. Doch entscheidet in diesem Fall doch am besten einfach selbst…

Intro:

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SUMPFIGE AUSSICHTEN
VON CHRISTIAN ENDRES

In BRIGHTEST DAY 6 war das Grün schwarz geworden: So wie das Elementarwesen Swamp Thing einst geglaubt hatte, Dr. Alec Holland zu sein, wähnte es sich im Finale der Saga um den hellsten Tag von Nekron beseelt. Die White Lantern rief Alec ins Leben zurück und schuf mit der Macht von Luft, Feuer, Erde und Wasser zudem ein neues Swamp Thing, das sich als Beschützer der Erde gegen das Black-Lantern-Sumpfding stellte und den Schatten der finsteren Nacht endgültig vertrieb. Danach knöpfte es sich noch ein paar gierige Ölmagnaten vor. Doch klingt das nach Swampy? Nicht unbedingt. Das findet auch Hellblazer John Constantine. Aufgrund ihrer gemeinsamen Vergangenheit obliegt es nun dem abgezockten Okkultisten aus England, herauszufinden, was mit Swamp Thing und dem Grün – der gemeinsamen Sphäre aller Pflanzen – los ist. Also rein ins Taxi seines Freundes Chas und immer dem Glühen der Zigarettenspitze nach. Und wenn der Weg direkt nach Gotham und zu Batman führt? Hölle, John Constantine fürchtet sich vor nichts und niemandem! Wenn man’s recht bedenkt, sollten sich alle anderen vor ihm in Acht nehmen…

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Note’s Page:

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SELTSAME FRÜCHTE
Von Christian Endres

Auf der Suche nach Swamp Thing

Constantine, Swamp Thing und Superman in einer Story? Bis zur Gründung von Vertigo (1993) war das nichts Ungewöhnliches. Bereits unter seinen Schöpfern Len Wein und Bernie Wrightson traf das Ding aus den Sümpfen auf Batman. Oder nehmen wir Alan Moores bahnbrechende Strecke an SWAMP THING. Moore schrieb einmal, dass Horror in einem Superheldenuniversum schwierig sei; wenn man die vielen denkbaren Elemente in den Heldengeschichten aber als gegeben akzeptiere, dann böten sich ungeahnte Möglichkeiten. Und so war schon am Anfang seiner (r)evolutionären Sumpfding-Saga die JLA an Bord. Constantine, der von Moore eigens für SWAMP THING geschaffen wurde, mischte mit dem Grünling in der Crisis of Infinite Earths mit. Es gäbe noch so viel über unsere Helden zu erzählen, zwischen Chatwin und Krisen: Wie Constantine Swamp Thing half, seine Macht zu entdecken. Wie Swamp Thing Etrigan, Deadman, den Phantom Stranger und den Spectre traf. Wie es dem vergifteten Clark das Leben rettete. Wie das Sumpfmonster Gotham für seine Liebe zu Abby Cable in die Knie zwang und durch Luthors bösen Genius fiel. Wie Swampy an Johns 40. eine Runde, ähem, Gras schmiss. Wie Alec sich Constantines Körper lieh, um mit Abby das nächste Swamp Thing zu zeugen. Oder wie Zatanna und John den tantrischen Pfad beschritten, ehe sie ihm die Schuld für den Tod ihres Vaters gab…

DC/VERTIGO
Swamp Thing und Constantine sind also zurück im DCU. Und obwohl John rauchen und ein Mistkerl sein darf, ist er eine Alternative zu seinem Vertigo-Ich in HELLBLAZER. Peter Milligan folgte Andy Diggle als Autor der dienstältesten Vertigo-Serie und liefert mit Giuseppe Camuncoli und Simon Bisley irre gute Storys ab. Milligan wird künftig außerdem noch die neue Serie Justice League Dark schreiben, in der Constantine neben Zatanna, Madame Xanadu u. a. im DC-Universum unterwegs ist. “Der DCU Constantine ist der Kerl, den wir kennen und lieben”, erklärt Milligan. “Mit all seinen Fehlern. Aber er ist jünger und hat vermutlich ein bisschen weniger durchstehen müssen als der ramponierte Kerl bei Vertigo. Ich glaube, dass die Leser erfahren genug sind, um beide Versionen lesen zu können. Constantine ist eine großartige Figur und kann das ab.”

REGENESIS
Swamp Thing bekommt ebenfalls eine neue Serie. Autor ist Scott Snyder, dessen Karriere durch AMERICAN VAMPIRE einen satten Schub bekam. Ob wir die Reihe auf Deutsch sehen werden? Ich würde nicht drauf wetten, so sehr ich es mir auch wünsche. Aber wer weiß? Seid immer schön nett zu euren Topfpflanzen, vielleicht hilft’s ja was…

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Ihr seht, damals, als ich das Edit am Behelfs-Arbeitsplatz geschrieben und geschliffen habe, stand noch nicht einmal fest, welche Titel der New 52 wir alles auf Deutsch bringen würden. Inzwischen ist glücklicherweise klar, dass wir’s tatsächlich mit ein paar düster-fantastischen Titeln des DC-Reboots bei Panini versuchen. Neben Animal Man, Wonder Woman und Justice League Dark wird so auch die angesprochene neue Swamp Thing-Serie von Scott Snyder eine Chance kriegen. Indem ihr die deutschen Sammelbände in der zweiten Jahreshälfte 2012 kauft, könnt ihr aktiv dazu beitragen, dass wir mehr dieser Serien auf Deutsch sehen bzw. dass dem ersten Band jeweils weitere Bände folgen. Es würde sich lohnen, my fellows. Batman und Co. in allen Ehren – das hier sind die wahren Highlights des Neustarts. Denkt an meine Worte, wnen ihr im Sommer im Comicladen eures Vertrauens steht…

Excelsior!

Lieder und Legenden: Die Furcht des Weisen (2)

Freitag, Januar 27th, 2012

Die Furcht des Weisen 2

Ob man nun vom zweiten Teil des zweiten Teils oder vom zweiten Band des zweiten Bandes spricht: Entscheidend ist letztlich nur, dass »Die Furcht des Weißen 2« die Kapitel 93 bis 152 des zweiten Tags der »Königsmörder-Chronik« enthält – und Patrick Rothfuss sich erneut in Höchstform zeigt.

Das ist nach wie vor ausgesprochen moderne, kluge und einfach sehr gute Fantasy aus einer durchdachten und vielseitigen Welt. Kvothes Werdegang abseits der Universität veranschaulicht auf beeindruckende Art und Weise, über was für ein Repertoire Rothfuss verfügt, sprachlich und stilistisch, jedoch auch konzeptionell und inhaltlich. Kvothes Abenteuer führen ihn immer weiter von seiner bisherigen Wirkungsstätte fort, in Länder mit gleichermaßen befremdlichen wie faszinierenden Sitten, Sprachen und Gebräuchen – und sogar ins Reich der Feen. Das hat nur noch wenig mit der Seifenoper gemein, die bis dahin einen Großteil der Geschichte ausgemacht hat, und bringt eine ganz neue Qualität in die schon über Gebühr starke Saga mit ihren vielen fantastischen, menschlichen und emotionalen Momenten. Überdies zeigt uns Rothfuss noch viel mehr von seiner detailreichen, quicklebendigen Welt, ohne dass er dabei in den Historien-Modus eines J. R. R. Tolkien oder den Heraldik-Modus eines George R. R. Martin verfällt.Rothfuss hat seine eigene Stimme, seinen eigenen Erzählrhythmus, und beide schmeicheln seiner süffigen Geschichte gewaltig.

Endlich beschreitet Kvothe außerdem den Pfad, an dessen Ende er eine Legende sein und ohne Mühe den Namen des Windes rufen wird. Seine Lebensgeschichte nimmt also im gleichem Maß an Fahrt auf, in dem er sich von seinem alten Leben entfernt, obwohl eine wohlige Heimkehr natürlich nie ausgeschlossen werden darf. Die Erlebnisse, die ihn unterwegs weiter formen und prägen, sind wie die Musik, die für Kvothe so viel bedeutet – mal ruhig, mal laut, und dabei immer wunderbar authentisch. Die Seitenzahl ist somit nach wie vor nicht von Bedeutung, wenn ein Autor und sein Protagonist ihre Linie dermaßen konsequent durchziehen und dabei so begeistern wie Kvothe und Patrick Rothfuss.

Deshalb sind die beiden binnen kürzester Zeit auch zum Maßstab für anspruchsvolle zeitgenössische Fantasy geworden. Doch wird das wirklich mit ein bzw. zwei deutschen Bänden würdig zu Ende geführt werden können? Wir werden es hoffentlich nicht allzu spät herausfinden …

Excelsior!

Zwischen Berlin und Westeros

Mittwoch, Januar 25th, 2012

Mein Text zu den beiden Manchette-Adaptionen »Blutprinzessin« und »Im Visier«, der im Dezember im Tagesspiegel abgedruckt worden ist, findet sich in veränderter Form nun auch auf der Comic-Seite der aktuellen zitty. Eine XXL-Fassung des Manchette-Beitrags ging Anfang der Woche außerdem im Comic-Portal des Tagesspiegel online – vermutlich die beste Version des Artikels, und dann auch noch for free online zu lesen .

In der zitty gibt’s derweil auch einen ersten Vorgeschmack auf das Interview, das ich mit Daniel Abraham zur Comic-Adaption von George R. R. Martins »Game of Thrones« geführt habe (hoffentlich schaffe ich es, diese Woche an dieser Stelle noch ein paar aufgefrischte Leseeindrücke zur Romanreihe zum Besten zu geben, obwohl ich gerade den siebten deutschen Band, der sehr schwach aus dem Startblock kommt, eiskalt unterbrochen habe, um mich mit dem zeiten Band von »Die Furcht des Weisen« zu vergnügen – und ein Vergnügen ist es wirklich wieder, was Pat da serviert…).

Excelsior!

Lob von den Schwertmeistern

Montag, Januar 23rd, 2012

Jonathan und Joshua Luna sind sehr angetan von unserer deutschen The Sword/Das Schwert-Hardcover-Ausgabe bei Cross Cult:

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We received your copies of The Sword and they look beautiful!
Great job, guys!  We love them, and can’t wait to get the other two!

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Excelsior!

Fremder in einer fremden Welt

Donnerstag, Januar 19th, 2012

Die beiden Robert-E-Howard-Nachworte stehen so weit und dürfen noch ein paar Tage reifen, bevor sie auf die Reise gehen. Eines hat den Titel »Fremder in einer fremden Welt«. Mein Text zu 100 Jahre Tarzan, der irgendwann im Verlauf dieses Jahres u. a. in der zitty erscheinen wird, hat dagegen den Titel »Der Ruf der Wildnis«. War keine Absicht, ich schwör. Stand in beiden Fällen plötzlich einfach da. Hat sich vermutlich in die Synapsen eingebrannt. So arbeitet die alte staubige Festplatte da oben eben inzwischen…

Excelsior!

Nachworte & Neil Gaiman

Sonntag, Januar 15th, 2012

Das Nachwort zu »Das Blut Belsazars« ist so gut wie fertig, und die Rohfassung des Nachworts zu »Tote erinnern sich« steht immerhin auch schon.  Wenn mir nicht die Texte für die PaniniVorschau dazwischen kommen, sollte ich das alles bald unter Dach und Fach haben.

Ich schreibe Nachworte zu meinen Helden – zu Howard, Leiber und Co. – wirklich sehr gerne. Aber Neil Gaiman hat schon recht mit dem, was er vor Kurzem in seinem Blog geposted hat. Mit allem in Hinblick auf Vorworte oder Nachworte, wohlgemerkt.

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One reason I love writing introductions (or rather, I love having written introductions, because I don’t love writing them. They feel like schoolwork, and they always take me so much longer to do than I ever think they will) is that I get to point to a work that I like,  usually like a lot, and explain why I like it. You can’t explain or point out everything in an introduction, nor should you. If it’s done well, an introduction is a bit like sending a friend to a city she’s never visited before. You tell her about the restaurants she shouldn’t miss, and the places and sights that made you happy the last time you were there, and a few things that perhaps only the locals know.

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Die Ausgabe der Mowgli-Geschichten mit dem Gaiman-Vorwort ist natürlich schon seit Herbst 2011 vorbestellt…

Excelsior!

Badisch, Watson!

Samstag, Januar 14th, 2012

Die badische Zeitung berichtet über neue Sherlock-Holmes-Abenteuer und erwähnt auch »Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes«. Hübsch.

Excelsior!

Ab in den Flashpoint

Freitag, Januar 13th, 2012

Es beginnt: Flashpoint #1

Die New 52 und der DC-Neustart im Juni werfen ihren Schatten voraus – diese Woche ist nun offiziell das erste Event-Hauptserien-Heft von Flashpoint erschienen, dem katalysatorischen Großereignis, das all die Neuerungen herbeiführen wird. Die erste Ausgabe kommt mit Poster und vielen anderen Extras daher und macht einen wirklich guten Eindruck, wie ich finde. Ein Event, der durch hohe Zugänglichkeit glänzt, wie Autor und DC-Lenker Geoff Johns selbst gesagt hat, und damit versprach er keineswegs zu viel.

Außerdem ein Highlight diesen Monat: Dan Slotts und Marcos Martin Spider-Man #93. Die Redaktionsseite hinten im Heft war diesmal ziemlich tricky, da Mr. Slott und Mr. Martin eine innovativ aufgezogene Doppelseite präsentieren, auf der sie auffahren, was an Spider-Man-Nebenfiguren seit Beginn von Spideys Helden-Karriere schon gestorben ist. Da mit 2600 Zeichen jede verblichene Figur kurz anzureißen, war gar nicht so einfach. Ich denke aber, der Leserservice gefällt trotzdem.

Die Rächer greifen derweil in Fear Itself ein, die Hauptserie geht weiter, Zeb Wells bringt Carnage zurück, und Marvel-Architekt Jonathan Hickmans grandiose Spionage-Superhelden-Secret Warriors werden im fünften Trade abgeschlossen. Auf der Redax-Seite zu Furys Secret Warriors konnte ich es mir übrigens nicht verkneifen, die Herren Steranko und Stevens zu erwähnen…

Von Jeff Lemires brillantem Superboy-Run veröffentlichen wir auf Deutsch leider nur ein einziges Heft, und das ist dann auch noch das im Vergleich zum Rest eher schwache Tie-In zum Doomsday-Event. Hier muss ich ausnahmsweise aufs US-Trade verweisen.

Excelsior!

Knochen im Zwielicht

Mittwoch, Januar 11th, 2012

Gestern habe ich die Druckfahnen zu Michael Schmidts »Zwielicht 3« durchgesehen, besser gesagt, zu meiner Western-Horror-Kurzgeschichte Knochen erinnern sich, die 2012 im Band erscheinen wird. Was das Buch vorausslichtlich noch enthält:

Zwielicht 3

Geschichten:
Antje Ippensen – Tintige alte Welt
Marcus Richter – Rex nemorensis
Vincent Voss – Wünsch dir was!
Abel Inkum – Die Nacht im Schacht
Dominik Grittner – Der graue Raum
Rainer Innreiter – Gestrandet!
Torsten Scheib – Das Muschelmädchen
Jakob Schmidt – Der Wintermann
Christian Endres – Knochen erinnern sich
Hanno Berg – Die neue Software
Michael Schmidt – Zwei Seelen in einer Brust
Lothar Nietsch – Edward
Christian Weis – Bruder Lazarus

Artikel:
Oliver Kotowski – Der Wald als Ort des Bösen im Horrorfilm
Daniel Neugebauer – Lovecrafts Reisetagebuch
Björn Ian Craig – Wenn einem der Atem stockt!
Eric Hantsch – Eine Blume der Dunkelheit
Michael Schmidt und Elmar Huber – Vincent Preis 2010
Malte S. Sembten – Laudatio auf Frank Festa

Mehr in Kürze, wenn es weitere Infos zu Umfang, Preis und Erscheinungsdatum gibt.

Excelsior!