Archive for Mai, 2011

Neue Holmes-Geschichten

Montag, Mai 30th, 2011

Inzwischen sind die beiden von Alisha Bionda herausgegeben Holmes-Pastiche-Sammlungen »Sherlock Holmes: Der verwunschene Schädel« und »Sherlock Holmes: Das ungelöste Rätsel« (beide Voodoo Press) in der Auslieferung.

»Sherlock Holmes: Der verwunschene Schädel« enthält eine neue fantastische Holmes-Story aus meiner Feder, in der es unser Meisterdetektiv mit gefährlichen Saboteuren zu tun bekommt. Darüber hinaus gibt es noch ein Vorwort von mir zur Sammlung, in dem ich mich mit Holmes Beziehung zum Unmöglichen und damit zur Fantastik auseinandergesetzt habe.

In »Sherlock Holmes: Das ungelöste Rätsel« gibt’s dann einen Reprint der Titelstory aus »Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes« sowie meinen umfangreichen Essay zum unsterblichen Mythos Sherlock Holmes (und zu Sir Arthur Conan Doyle).

Holmes-Fans wird es außerdem vielleicht freuen: Mein Pitch für den Steampunk-Holmes nimmt weiter Gestalt an (auch wenn ich zwei Seiten mit handschriftlichen Notizen verlegt habe …), ich habe den Anfang, ich habe das Ende, und ich habe viele Fragmente und Plot-Zusammenhänge. So könnte man das eigentlich schon fast einem Verlag anbieten …

Als Fingerübung entstand über das Wochenende überdies sogar eine neue, nicht-fantastische Holmes-Vignette, die aller Wahrscheinlichkeit nach im Sherlock Holmes Magazin erscheinen wird.

Excelsior!

Zeitlose Einhorn-Magie

Samstag, Mai 28th, 2011

Normalerweise bin ich bei Panini ja nicht in der Fantasy-Ecke als Redakteur aktiv, in diesem Fall habe ich jedoch explizit darum gebeten. Denn als riesengroßer Fan von Peter S. Beagles Werk im Allgemeinen und seinem »Das letzte Einhorn« im Besonderen konnte ich einfach nicht widerstehen, ein Vorwort zur Comic-Adaption beizusteuern, die seit Anfang letzter Woche als dickes Tradepaperback mit Klappenbroschur in den Läden liegt (zum Comic-Fest in München im Juni erscheint übrigens ein limitiertes Hardcover des Bandes).

Am Ende schrieb ich außerdem noch die Künstler-Biografien und übersetzte den Klappentext sowie die Einleitung des Meisters höchstpersönlich. An dieser Stelle aber dann doch mal mein Vorwort ;)

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ZEITLOSE MAGIE

Jetzt auch als Comic: Peter S. Beagles »Das letzte Einhorn«

“Das letzte Einhorn” ist weit mehr als die Vorlage für einen Trickfilm, der jedes Jahr an Weihnachten im Fernsehen läuft. Peter S. Beagles Roman-Evergreen von 1968 ist eines jener seltenen Bücher, die wahrhaft “zeitlos” und “magisch” sind – etwas, das über viele Werke gesagt wird, aber nur auf die echten Perlen zutrifft. Die Geschichte seines Einhorns verzaubert nach wie vor Leser jeden Alters. Von der Zeit also ebenso unbeeindruckt wie von flüchtigen Genre-Trends, zählt das Buch zu den großen Klassikern der Fantasy. Viele von Beagles Geschichten sind von bestechender Qualität, etwa “Das Zauberhaus”, die Storys in “Das indische Nashorn” oder “Der Zauberer von Karakosk”, oder die Novelle “Zwei Herzen”, letztere der wundervolle Schlussakkord zu “Das letzte Einhorn”. Dennoch wird man sich immer wegen seines ersten Einhorn-Romans an Peter S. Beagle erinnern. Doch das ist normal. Immerhin hat er dieses Fabelwesen wie kein anderer für die Moderne geprägt und endgültig unsterblich gemacht. Und wer kann das schon von sich behaupten?

Christian Endres

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Hier gibt’s noch eine Online-Leseprobe zur Comic-Adaption.

Excelsior!

Fabelhafter FrankenCastle

Freitag, Mai 27th, 2011

Batman & Superman TPB 7

Die letzten Panini-Novitäten für den Mai sind inzwischen allesamt ausgeliefert, und der Gratis Comic Tag (zu dem es hier inzwischen ein paar schöne Bilder aus Würzburg gibt) ist verdaut. Zeit, noch mal ordentlich was wegzulesen! Zum Beispiel den neuesten Fables-Band, in dem wir die nächste große Storyline einläuten, sich vieles bewegt, Abschied genommen werden muss und Fafhrd und der Graue Mausling ihren Auftritt haben.

Von mir findet ihr für die letzte Neuheiten-Runde im Mai Texte in Batman/Superman TPB 7, Marvel MAX TPB 40: Punisher – Kingpin, Punisher TPB 4: FrankenCastle 2, Deadpool #3 und Deadpool Sonderband: Deadpool Corpse  TPB 1.

Ob ich, die Lobo-Aufgabe und die Deadpool-Leser noch mal Freunde werden, vermag ich aus heutiger Sicht nicht zu sagen ;) Im Editorial zu Batman/Superman gibt es dafür noch einen kurzen Nachruf auf Joanne Siegel, die verstorbene Witwe von Superman-Schöpfer Jerry Siegel, die eine der wichtigsten Inspirationen für Lois Lane war.

Excelsior!

DNA (1952-2001)

Mittwoch, Mai 25th, 2011

Happy Towel Day.

Ten Years. But we still miss you, Douglas.

So long, and thanks for all the fish …

Vincent Preis Nominierung: Das Interview

Mittwoch, Mai 25th, 2011

»Die Zombies von Oz«,

Und gleich noch mal das Thema Interview.

Wie ihr ja wisst, wurde die Titelstory aus »Die Zombies von Oz« für den Vincent Preis nominiert.

(Was mich freut. Ehrlich. Nur hätte ich damit niemals gerechnet; aber inzwischen habe ich erkannt, dass es zwei Lager an Lesern gibt, wenn es um die Oz-Sammlung geht. Die einen stehen wie üblich sehr auf meine Kurzgeschichten, fanden die längere Erzählung aber nur nett und gut bis solide; sie mögen es also, wenn ich auf Pointe schreibe, ohne ein Gramm Fett zwischen den Sätzen, an allem herumgefeilt bis zur Verzweiflung. Die anderen Leser finden zwar auch, dass ich »tolle Kurzgeschichten schreibe«; aber das Bizarre der Titelgeschichte hat es ihnen angetan. Das, womit Dorothy nach ihrer Rückkehr konfrontiert wird. Der Zombie-Western. Und das, was ich aus Oz gemacht habe. Ist schon interessant. Und: Was ist schöner für einen Autor, als zu polarisieren?)

Vincent Preis: Alle Nominierten treten vor Ende der Abstimmungsphase Anfang Juni zum Interview an, und so bin ich kurz vor Schluss nun auch mit einem Frage-und-Antwort-Spiel vertreten.

Das Interview gibt’s hier.

Excelsior!

Interview mit einem Orakel

Dienstag, Mai 24th, 2011

Gestern Abend hat es Begedia-Verleger Harald Giersche gebloggt, dann will ich es auch mal kurz an dieser Stelle erwähnen: Meine Science-Fiction-Kurzgeschichte »Das erste Orakel« wird im Herbst in Haralds SF-Anthologie »Prototypen und andere Unabwägbarkeiten« erscheinen.

Mr. Endres und Abenteuer-SF mit schräger Pointe, die einen Testleser zu einem schmeichlerischen Douglas-Adams-Zitat verlockte – funktioniert das? Das werdet ihr wohl spätestens zum BuCon sehen…

Was mich neben dem Ausflug in die SF an diesem Projekt außerdem besonders freut: Der spektakuläre Timo Kümmel wird das Cover zur Anthologie beisteuern – wird bestimmt stark!

Nun geht’s ab zum Interview, denn Monsieur Kroank und meine Wenischkait werden Comics und Kultur in einem Würzburger Blatt vereinen und für lebendiges KulturGut sorgen. Dafür werden wir in ein paar Minuten befragt und abgelichtet. O weh. Mehr dazu in Kürze …

Excelsior!

Nautilus in fremden Gezeiten

Dienstag, Mai 24th, 2011

Nautilus #87: Mutanten und Piraten

Ahoi ihr Landratten! Zwei Dinge beherrschen die aktuelle Ausgabe #87 der Nautilus – Abenteuer & Phantastik: Die jungen Mutanten aus X-Men: First Class – und Piraten! Neben dem vierten Teil der Fluch der Karibik-Reihe gibt es alles rund um die Schrecken der Weltmeere, über Wahrheit und Fiktion, Hollywood-Piraten und mehr.

Auch ich hab wieder mal was zu einem Schwerpunkt-Thema beigesteuert und ein Interview mit Tim Powers geführt. Auf dessen Roman »In fremderen Gezeiten« basiert der vierte Film mit Johnny Depp als Captain Jack Sparrow schließlich lose, und Tim gab bereitwillig Auskunft zu seinem Disney-Deal, in wie weit er in den Film involviert war und was für neue Projekte er in der Pipeline hat.

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Nachdem ich mich entschieden hatte, die Geschichte zu Zeiten der karibischen Piraten spielen zu lassen, erwog ich all die magischen Vorstellungen in dieser Zeit und diesem Raum. Und sobald ich Florida in meinem Bild hatte, dachte ich umgehend an die Quelle der Jugend. Ich ging also mit einer »Aber klar, wirf das rein!«-Einstellung an die Sache heran.

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Mehr Antworten von Tim Powers, ein Statement von Powers-Experte Dirk Berger zu Powers’ Situation auf dem deutschen Buchmarkt, Piraten ohne Ende, noch ein Interview, das ich mit dem Regisseur des deutschen Independent-Zombie-Films »Cinema of the Dead« geführt habe, und wie immer vieles, vieles mehr in der Nautilus #87, die ihr wie immer vorab online durchblättern könnt.

Excelsior-harrrrr!

vollständig & kostenlos

Samstag, Mai 21st, 2011

Michael Preissl (Hrsg.) – »Wicked«, Voodoo Press

Nachdem das mit meiner Story in »Wicked« alles in allem ehrlich gesagt ja schon ein bisschen doof gelaufen ist und die verschluckte Pointe letztlich alle Beteiligten ziemlich wurmt, hat Verleger Michael Preissl die komplette Geschichte jetzt kurzerhand als Leseprobe im PDF-Format auf der Voodoo-Press-Homepage zum kostenlosen Download hochgeladen.

Sehr schön fand ich aber auch die Interpretation eines Lesers, der den fehlenden Rest des Satzes darauf zurückführte, dass dem Ich-Erzähler am Ende ein bisschen die Luft ausgeht.

Neben meiner Story enthält der Band fogende Horror-Geschichten:

Torsten Scheib: Heimkehr
Kealan Patrick Burke: Die Frequenz des Verlustes
Jeremy C. Shipp: Keine Sonne in der großen Stadt
Christian Endres: Die Anzeige
Daniel I. Russell: Streiche, Unfug und Chaos
Dominic Flenner: Die grüne Fee
Michael Siefener: Willkommen
Markus K. Korb: Fest der Maden
Tobias Bachmann: Das Fundament
Sören Prescher: Die Tätowierung
Michael Tillmann: Tibetanisches Windspiel

Excelsior!

Peanuts!

Freitag, Mai 20th, 2011

Und gleich noch mal Tagesspiegel: Heute ist mein Artikel zur ersten Peanuts-Graphic-Novel und dem neuen Animationsfilm »Glück ist eine warme Decke« im Comic-Portal online gegangen.

Darin erfahrt ihr u. a., was es mit echtem Glück, Stillstand und verrückten Hunden auf sich hat.

Excelsior!

Einer für alle …

Freitag, Mai 20th, 2011

Noch ein Nachtrag zur letzten Woche: Auf der gedruckten Comicseite im Tagesspiegel vom 12. Mai ist meine Besprechung zur Graphic-Novel-Adaption zu »Die drei Musketiere« erschienen.

Ein unglaublich guter Ansatz, den Autorzeichner Nicolas Juncker da für seine Aufbereitung des klassischen Mantel-und-Degen-Stoffes gewählt hat und zu dem es noch ein bisschen mehr zu sagen gibt – in Kürze in vollem Umfang im Comicportal der Tagesspiegel-Website.

An dieser Stelle die etwas längere, unredigierte Skriptfassung der Rezension für die Tageszeitung von letzter Woche:

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Einer für alle, alle für einen: Die drei Musketiere als innovative Comic-Adaption

Frischer Klassiker. Einer für alle, alle für einen: Die Erinnerungen des jungen d’Artagnan, 1844 eigentlich Auftakt einer Roman-Trilogie von Alexandre Dumas, hatten im Laufe der Zeit zahlreiche legitime und illegitime Sprösslinge. Auch Mantel-und-Degen-Comics florieren seit Jahren und treiben vielfältige Blüten. Nun gibt es eine neue Adaption des Originals. Nicolas Junckers „Die Drei Musketiere(Carlsen, 264 S., 24,90 Euro) überzeugt nicht nur durch den ungewöhnlichen, reduzieren Zeichenstil. Dumas’ 1973 geborener Landsmann hat den Inhalt gut komprimiert und gibt ihn zudem aus der Perspektive d’Artagnans wider. Das ergibt eine hervorragende Comic-Aufbereitung des zeitlosen Abenteuerstoffes, dessen neue Verfilmung das vermutlich nicht besser machen wird. Christian Endres

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Einer für alle, alle für einen & Excelsior!