Archive for September, 2010

Me and Mr. Manara

Donnerstag, September 30th, 2010

Heute ist nicht nur endlich die Neuauflage von »Cages« in meinem Fach im Hermke aufgeschlagen, sondern auch ein Panini-Paket, das den Osterhasen und den Weihnachtsmann – mal wieder – wie Dritte-Welt-Staubsauger-Vertreter aussehen lässt (wenn ihr diese politisch nicht ganz korrekte Bemerkung erlaubt).

Besonderes Highlight der Beleg-Lieferung: »Milo Manara – X -Men: Frauen auf der Flucht« von Chris Claremont und Erotik-Großmeister Milo Manara, der in Erlangen dieses Jahr ja auch eine eigene Ausstellung hatte (und nein, ich erzähl euch nun nicht, was ich mir anhören musste, nur weil ich den großen Penis entdeckt habe, während die Herren Krank und Baga wie üblich blind durch die Welt pilgerten – verdammte Künstler, immer den Kopf in den Wolken!).

Wieso Highlight? Weil ich als ausgemachte »credit whore« mich natürlich freue, den damals sehr kurzfristig erbetenen Klappentext und die Claremont-Biografie mit einem »Redaktion Deutschland«-Credit vorn im großformatigen Hardcover-Band belohnt bekommen zu haben.

Ich meine, klar, das ist eigentlich ein Peanut. Aber andererseits, mal ehrlich: Wie oft hat man die Chance, an einem Manara-Comic »mitzuwirken«, selbst im Kleinen? Das ist genauso cool wie damals der Gaiman-Sammelband »Marvel 1602«, für den ich das Intro schrieb …

Excelsior,

Die Zombies von Oz (diesmal wirklich …)

Mittwoch, September 29th, 2010

Ihr wollt einen Blick auf die wahren, die echten Zombies von Oz werfen?

Kein Problem.

Von links nach rechts: Zombie-Autor, Dorothy, Toto, Zombie-Hand, Zombie-Maler

Und ja, ihr seht richtig: gerahmt sieht das Original-Gemälde wirklich noch besser aus, als es das ohnehin schon tut.

Excelsior,

Wölfe

Mittwoch, September 29th, 2010

Im Westen Nichts Neues. Mein »Die Zombies von Oz« und Dallas’ »Die Schwestern« sind im Druck, vielleicht kommen Anfang nächster Woche schon die Muster, anhand derer wir dann das endgültige Fire! geben.

Panini ist für diesen Monat auch durch und wird frühestens in zwei Wochen aktuell – plenty of time for necessary recovery and for creative writing.

Har der Barbar spukt noch durch meine Gedanken, auch wenn er gerade nicht die Nummer eins ist, genauso wenig wie der Weird Western. Die Nummer eins ist aktuell mein »Werwolfroman zwischen Hardboiled und Hardcore«. Untypisch für mich, auf den ersten Blick jedenfalls, aber dann irgendwie auch wieder nicht, wenn ich mir betrachte, dass die längste Geschichte in meiner »Holmes«-Sammlung eine Werwolfsgeschichte war und die Kurzgeschichten, die mir dieses Jahr mit am meisten Spaß gemacht haben, alle einen kräftigen Schuss Noir hatten. Mal sehen, was draus wird.

Excelsior,

The Green Woman and other crimes

Dienstag, September 28th, 2010

DCs Vertigo Crime Reihe (für sich stehende, abgeschlossene Graphic Novels mit ausgeprägtem Noir/Crime-Aspekt, im A5-Format, zunächst als Hardcover, gut ein Jahr später als A5-Paperback) beobachte ich nun schon eine Weile, zuletzt mit angewachsenem Interesse, da mittlerweile die ersten Softcover erschienen sind.

Bisher habe ich nur Ian Rankins ganz netten, aber nicht glänzenden Hellblazer-Band »Dark Entries« gelesen (siehe Kurzrezension nach diesem Absatz), der vor Kurzem erst im Paperback erschien, und diese Woche nun Peter Milligans ziemlich ungewöhnliches »The Bronx Kill«, da ich das HC damals günstig abgegriffen habe (woraufhin es ewig auf dem To-Read-Stapel herumfleuchte).

»

Dark Entries

Das hier ist also Ian Rankins John Constantine-»Novel« (sic!), wie das Cover suggeriert. Für seinen Vertigo-Comic-Ausflug hat sich der britische Bestseller-Autor einen Charakter des Vertigo-Universums ausgesucht, der dafür bekannt ist, dass er sich mit Schreiberlingen von der Insel am besten verträgt: John Constantine.

Rankin schickt den lässigen Hellblazer in seiner etwas mehr als 200 Seiten starken Geschichte dann auch gleich gegen zwei Phänomene, die vor dem britischen Königreich genauso wenig Halt machen wie vor Deutschland und dem Rest der Welt, und so heißt es in »Dark Entries« schnell John Constantine gegen das Big Brother der Verdammten. Mit Nikotinpflastern.

Einer Menge Nikotinpflastern.

Rankins medienkritische Spukhausgeschichte, die sich ab Hälfte des Bandes wenigstens ein bisschen wandelt (ob zum Guten, sei einmal dahingestellt), liest sich trotz der wenig subtilen Spritzen in Richtung TV-Landschaft und Quoten-Schinderei recht flüssig und wurde von Werther Dell’Edera (»Loveless«, »The Greek Street«) auch stimmig umgesetzt – wie immer bei den Vertigo Crime-Titeln in Schwarzweiß und auf A5. Allerdings bringt die ganze »Spukhaus-Kiste«, um die weite Teile der Story kreisen, auf Dauer letztlich mehr Einschränkungen als Vorteile. Jedenfalls wenn es um einen Charakter wie John Constantine geht.

Dennoch: Rankins Hellblazer-Debüt ist unterm Strich ein ganz brauchbarer Langstrecken-Ausflug des kettenrauchenden Dunkelmagiers, der natürlich Dank Rankin einiges an Aufmerksamkeit bekommen hat (Aufmerksamkeit, die der derzeitige Serien-Autor Peter Milligan für seinen aktuellen Arc eher verdient hätte und gebrauchen könnte).

Und natürlich gibt’s auch in Rankins »Dark Entries« wieder die zu erwartendene quintsessenzielle Hellblazer-Message: No one fucks with John Constantine.

Nicht mal Ian Rankin.

«

Well. Wenn Anfang 2011 nun weitere Softcover der ersten Welle kommen, werde ich sicher öfter mal in einen Band reinschauen und entscheiden, ob ich ihn mitnehme (Azzarellos »Filthy Rich« hat es erstmal nicht mit nach Hause geschafft und von Grandmaster Burn from Nebraska auch keine Empfehlung bekommen). Und hier und da wird es nächstes Jahr vielleicht sogar ein Hardcover werden, sieht doch gerade »Noche Roja« toll aus, wie neulich erst im Vertigo Blog gesehen – und wer weiß, ob ich da dann widerstehen kann?

Was mir dabei jedoch erfreulich positiv auffällt: Format und Design von Hardcover- und Softcover-Variante der Vertigo Crime-Titel sind nahezu identisch. Das ist ungewöhnlich sammler- und leserfreundlich, finde ich, und sollte schon mal lobend erwähnt werden. Man muss sich also nicht immer fürs etwas teurere HC entscheiden, wenn man bei einem Band oder einem Kreativteam nach dem Reinblättern oder der Preview mal unsicher ist (oder einfach seine Moneten beisammen halten möchte) und ausreichend Geduld bzw. anderes Lesefutter hat – und im Regal sehen die Rücken von HC und SC fast gleich aus. Faire Sache.

Die Frage nach Hardcover oder Softcover stellt sich indes nicht, wenn es um »The Green Woman« geht, das neue Werk von John Bolton geht, das auf ein Script von Peter Straub zurückgeht. Auch hier macht die Preview ziemlich hungrig. Mal die ersten Reviews abwarten.

Excelsior,

Sie beißen wieder!

Montag, September 27th, 2010

Während hier heute schon den ganzen Vormittag mal wieder das überragende Falco Symphonic-Album rauf und runter läuft (ein Wochenende mit Queen genügt dann eben doch …) und ich nach dem vorläufigen Abschluss von »Oz« an ein einem der neuen interessanten Buchprojekte schreibe, noch eine nachgereichte Novität, die seit letztem Donnerstag in den Comicläden liegt und im Laufe der Woche auch sonst überall erhältlich sein wird, um die Panini-Neuheiten im September abzuschließen.

Im frisch erschienenen »Marvel Max 36: Die Rückkehr der Marvel Zombies« widmet man sich Robert Kirkmans originalen Marvel Zombies aus der ersten Staffel/dem ersten Band des gammelfleischlastigen Franchise und beleuchtet ihr weiteres Schicksal. Oder wie mein Klappentext sagt:

»

RÜCKKEHR DER MARVEL ZOMBIES

Ein Zombie-Virus bedeutete für die Superwesen der Alternativwelt Erde-2149 keineswegs das Ende – nur den Untergang der Zivilisation und einen großen Appetit auf das Fleisch der Lebenden. Doch was passierte mit den Super-Zombies um Spider-Man, Iron Man und Giant-Man, als sie am Ende von MARVEL ZOMBIES 2 wohin auch immer teleportiert wurden? Und was würde es bedeuten, wenn z. B. Spider-Man seine Gegner einfach frisst?

Diesen Fragen spüren Super-Zombie-Experte Fred Van Lente (MARVEL ZOMBIES 3 und 4, SPIDER-MAN) und Zombie-Roman-Autoren wie David Wellington (“Stadt der Untoten”) in der komplett in diesem Band enthaltenen Miniserie Marvel Zombies: The Return nach.

«

Eine Besonderheit hat dieser Band allerdings, denn Fred Van Lente war diesmal nicht alleine als Autor und Voodoopriester unterwegs (und es ist schon seltsam, wenn die meisten Zeichen an einem Editorial in den Künstler-Bios zu finden sind …). Ich zitiere mal geschwind noch einen Teil meiner Einleitung zur deutschen Ausgabe:

»

Hilfe bei der Beantwortung dieser Fragen gab es von prominenter Seite: Denn neben Van Lente konnte man die gestandenen Zombie-Roman-Autoren David Wellington, Jonathan Maberry und Seth Grahame-Smith für das Projekt gewinnen, das den US-Lesern im September 2009 jede Woche ein Heft präsentierte. In diesem Sinne, angenehmes Beißen!

«

Angenehmes Beißen, genau. Wenn ihr also sehen wollt, wie ein paar bekannte US-Zombie-Horror-Autoren sich an den Marvel Zombies verdingen, seid ihr bei diesem MAX-Band genau richtig. Im nächsten MAX-Band – mit dem Punisher – gibt es dann übrigens Punisher-Kurzgeschichten von Thriller-Autoren wie Charlie Huston und Tom Piccirilli (neben dem spaßigen »Welcome to the Bayu«-Arc).

Excelsior,

Druckfertig: Die Zombies von Oz

Sonntag, September 26th, 2010

Während ich diese Zeilen schreibe, lade ich Guido gerade die Druckdaten für das Paperback und das Hardcover von »Die Zombies von Oz« hoch. Uff. Ist am Ende immer ein Kampf, denn eigentlich kann man sein Werk schon nicht mehr sehen bzw. möchte es erst wieder sehen, wenn es Leser glücklich macht oder gestapelt super ausschaut, wenn die fertigen Beleg-Exemplare geliefert werden.

Anyway. Kurz vor knapp hat mir Volkan auch noch eine Illustration für Partner geschickt, die ich am Wochenende hier auch als Leseprobe verlinkt habe. Ich will sie euch natürlich nicht vorenthalten:

Hat natürlich einen Grund, dass ausgerechnet diese Story noch eine Illustration bekommt. Denn neben den ersten 15 Seiten der Titelstory wird Partner meine Storysammlung auf der IlluXCon vertreten. Auch dieses Jahr wird Volkan dort wieder ein paar Bilder ausstellen, u. a. natürlich das Original zum Titelbild (ein wundervolles, riesiges, inzwischen auch gerahmtes Bild – demnächst kommt hier ein Foto, damit ihr euch mal die Relation vorstellen könnt). Damit die Leute wissen, wieso da die Zombiehand die Ziegelsteinstraße durchbricht, werden wir in kleiner Auflage ein A5-Heft basteln, eben mit der Leseprobe zur Titelstory und der Superheldenkurzgeschichte, die für den US-Markt ziemlich gut passen dürfte. Ben übersetzt gerade noch die letzten Zeilen, und Anfang Oktober wird das Heftchen dann produziert und am Ende natürlich schön signiert für die Con.

So. Geschafft. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Excelsior!

Druckreifes Gammelfleisch

Sonntag, September 26th, 2010

So, wie ich das sehe, werde ich »Die Zombies von Oz« heute noch für den Musterdruck frei geben. Deshalb keine großen Reden, sondern direkt weiter mit dem Textmarker und den Ausdrucken …

Ach ja, das noch: Ich hab Guido vorhin die Druckdaten für Jack Ketchums »Die Schwestern« fertig gemacht …

Excelsior,

Leseprobe: Partner

Samstag, September 25th, 2010

Hier habe ich vor einiger Zeit und recht zeitnah zur Niederschrieft damals schon einmal den Anfang von Partner online gestellt, einer meiner persönlichen Lieblingskurzgeschichten aus »Die Zombies von Oz« (ja, man mag alle Geschichten, aber auch als Autor hat man seine Faves…).

Und da ich an den Druckfahnen gerade die letzten Korrekturen getätigt habe, dachte ich mir, ich stelle die Story mal als Leseprobe an dieser Stelle komplett online. Viel Spaß damit.

»

Partner

Niemand kann sich mehr daran erinnern, ob die ersten Superschurken der Welt wirklich nackt Banken ausraubten.
Es gibt Leute, die das felsenfest behaupten, und ich will nicht sagen, dass diese Leuten lügen – aber ich war dabei, damals, Anfang der Dreißiger, als ein paar der ersten Superspinner eine kleine Bankfiliale mitten in Hell’s Kitchen überfielen, und die Kerle damals waren nicht nackt. Sicher, ich bin jetzt dreiundachtzig und ich hab vieles vergessen und verwechsel manchmal die Namen meiner Enkelkinder, wenn sie mich denn mal besuchen kommen und meine Söhne keine lahme Ausrede dafür haben, dass sie wieder einmal ohne Frau und Kinder hier antanzen – aber den Tag des Bankraubs werd ich nie vergessen.
Wie gesagt, die Kerle waren nicht nackt.
Sie waren Freaks.

(weiterlesen…)

Es nimmt Form an: Das Comic!-Jahr 2011

Samstag, September 25th, 2010

Wahrscheinlich hat es sich inzwischen herumgesprochen: Das diesjährige »ICOM COMIC!-Jahrbuch« wird leider nicht wie gewohnt zur Frankfurter Buchmesse im Oktober erscheinen – da haben leider einige der beteiligten Autoren zu spät abgeliefert und der Tradition einen Strich durch die Rechnung gemacht. Burkhards derzeitige Prognose geht wohl eher in Richtung November, auch wenn die Seitenzahl zuletzt kräftig angewachsen zu sein scheint. Über den aktuellen Stand kann man sich daher am ehesten im Thread im Comicforum auf dem Laufenden halten (keine falschen Vorstellungen, my fellows: gegenwärtig mach ich’s nicht anders).

Mittlerweile gibt’s aber einen Blick auf das fertige Cover. Das gar nicht so kleine Schwarze stammt dieses Jahr von Erik alias Frank Erik Weißmüller (»Dédé – Sind Sie tot, Madame?«):

Wie jedes Mal, freu ich mich ziemlich aufs Jahrbuch, egal ob es nun einen Monat früher oder später erscheint. Ist immer ein schönes, toll aufgemachtes, hoch interessantes Teil.

Excelsior,

Exklusive, phantastisch!e Zombies

Freitag, September 24th, 2010

In der kommenden phantastisch! wird neben dem Director’s Cut meines Frankenstein-Essays (genau, der mit den Wrightson-Bildern) nicht nur mein Interview mit Kathryn Lasky abgedruckt werden, sondern auch eine exklusive Leseprobe zu Die Zombies von Oz. Nicht die letzte aktuelle Druckfassung, das hat terminlich leider nicht hingehauen – aber eine gute, appetitanregende, ausreichend korrigierte Fassung des Anfangs vom Haupttext in Kansas und mit Dorothy und Frank, wie ich hoffe (genau genommen ist es die Post-Illmer-Pre-Pohl-Pre-Pitrowski-Fassung).

Klaus hat sogar einen Hinweis auf das stylische Cover des sensationellen Herrn Baga setzen lassen. Das dynamische Duo – ach, was sage ich da, das dynamische Trio! – also wieder mal erfolgreich an einer Sache vereint. Nice!

Was es sonst noch im Oktoberheft zu entdecken gibt, erfahrt ihr auf der Previewseite zur aktuellen Ausgabe.

Excelsior,