Wenn ich auf die letzten ein, zwei Jahre zurückblicke, dann hat es geklappt: Ich habe meinen Output an Rezensionen wie geplant deutlich reduziert und dafür mehr längere Sachtexte mit anderen inhaltlichen Schwerpunkten verfasst.
Die meisten Besprechungen von mir müssten sogar in der zitty gelandet sein, wenn ich das richtig sehe, gefolgt von der Nautilus und der phantastisch! – und natürlich dem Blog hier, obwohl ich da noch immer nicht ganz das richtige Maß gefunden habe.
Liegt vielleicht auch daran, dass ich bei einigen Rezensionen weiß, dass sie sich für einen Abdruck in einem Heft/Magazin »automatisch« disqualifizieren würden, wenn ich sie vorab hier online stelle. Nicht, dass es da blutrünstige Knebelverträge gäbe – aber man kennt die Show ja inzwischen, und natürlich kann ich den Druck verstehen, der in der ständigen Konkurrenz mit den Online-Medien sowieso entsteht und auch so zu Genüge vorhanden ist – da muss er nicht auch noch von den eigenen Redakteuren kommen. Andererseits sind’s immer noch meine Texte, und ich würde den Blog schon gern damit füttern … doch die Diskussion ist letztlich mühsig. Oder recht einfach, je nachdem. Denn entweder es passt einem und man arrangiert sich, oder man lässt’s halt bleiben. Und da ist es dann wohl schon immer noch so, dass ich den Abdruck auch einer kürzeren Besprechung viel zu verlockend finde. Obwohl sie hier im Blog vielleicht eher gelesen wird, möglicherweise.
Aber vielleicht schreibe ich demnächst auch wieder ein paar mehr exklusive Rezensionen für den Blog. Kommt auch immer etwas auf den Lesestapel und dessen »Verwertbarkeit« an.
Anyway. Im Moment hinke ich sowieso etwas hinterher – so wollte ich bis zum Spätsommer z. B. eigentlich schon einen Großteil der immerhin gut 20 Texte für das nächste »Science Ficiton Jahr« fertig haben. Deadline für Heynes 2011er-Sekundär-Brocken ist da zwar wie immer erst Ende des Jahres, aber ich hab da gerne früh den Überblick und das meiste der Arbeit schon unterm Jahr erledigt, zumal es wegen der Comics diesmal ja doch ein paar Texte mehr sind.
Beim sonntagmorgendlichen Koffeinschub aus dem Kühlschrank habe ich nun aberwenigstens mal ein paar Rezensionen angefangen, ein paar Stichpunkte notiert und auch ein, zwei Texte fertig bekommen.
Verlernt hab ich’s schließlich noch nicht.
Excelsior,