Archive for Mai, 2010

Conan, Freaks und Zombies

Montag, Mai 31st, 2010

Der Director’s Cut meiner beiden Oz-Sachartikel, die damals in der zitty bzw. in der Nautilus erschienen sind, steht nun endlich und und wird der Anhang von »Die Zombies von Oz«.

Hier ein bisschen erweitert, da ein wenig gekürzt, und generell überall etwas umgestellt, ergänzt, geupdated und umformuliert, ist das nun die in meinen Augen optimale Fassung des Textes, der mit 17.500 Zeichen ins Rennen geht.

Die restlichen momentan gut 440.000 Zeichen des Buches teilen sich die Titelgeschichte, deren Feinschliff ich eigentlich noch vor Erlangen besorgen möchte, meine kurze Einleitung, und natürlich die anderen, kürzeren Storys. Fehlt nur noch das Vorwort von Greg.

Hab ich noch nicht erzählt? Ja, genau, der Greg Ruth, Zeichner von »Conan: Auf dem Schlachtfeld geboren« (Panini) und »Freaks of the Heartland« (Cross Cult) – für letzteres habe ich ihn damals ja auch ausführlich interviewt, wo wir uns quasi »kennen gelernt haben«. Als er vor ein paar Wochen in seinem 52-Weeks-Project-Newsletter ein paar sehr treffende und durchaus kenntnisreiche Zeilen über die Wichtigkeit von Oz für die amerikanische Popkultur und Fiction verfasste, mailte ich ihn natürlich gleich an, ob er mir ein Vorwort für meine neue Story-Sammlung schreibt.

Und noch sind wir beide zuversichtlich, dass zeitlich alles hinhaut – dass Greg zum Vorwortschreiben kommt, und yours truly zum Buchfertigstellen ;)

Excelsior,

Von Eiern und Talent

Montag, Mai 31st, 2010

Ich bin verliebt.

Ja, das passiert manchmal, und auch John Wayne hat sich seinerzeit verliebt, so heißt es, und ich finde, dafür sollte sich ein Mann sowieso nicht schämen. Nein, ich finde sogar, ganz im Gegenteil, ein moderner Mann sollte tatsächlich offensiv damit umgehen, besonders in der heutigen, kommunikationsbesessenen Zeit, wo man ja alles zwitschert und bloggt und was weiß ich, und, naja, mit seinen Gefühlen klar Schiff machen.

Deshalb stelle ich mich jetzt vor euch hin und sage ohne Bedauern oder Befremden: Ich bin verliebt! Und zwar bis über beide Ohren.

In David Benioffs »Stadt der Diebe«.

Wenn ich in dieser Beziehung – in unserer Beziehung, oh du wundervolles Buch – etwas bereue, dann, dass ich den Roman nicht schon im Original oder wenigstens letztes Jahr im Hardcover für mich entdeckt und gelesen habe. Es brauchte die Empfehlung von Joe Hill und die letzte – also, nicht die aktuelle – Halbjahresvorschau der Heyne-Taschenbücher, bis ich interessiert und neugierig war. Dann klingelte etwas, das Buch wanderte auf die Liste, und ich weiß nicht wieso, aber ich habe mich tierisch drauf gefreut …

Und mein Gott, was bin ich jetzt happy, das Ding endlich gelesen zu haben – und was bin ich neidisch! (Ihr wisst ja: Ist ein Autor »neidisch«, heißt das, er würde jeden beliebigen Pakt mit jeder beliebigen Macht schließen, um einmal so ein Werk zu verfassen.). Was für eine Prosa! Was für eine Abenteuergeschichte! Was für Gefühle! Was für ein Setting! Was für eine historische Härte! Was für Humor! Was für … ach, da stimmt einfach ziemlich viel, um nicht zu sagen, da stimmt alles. Sogar und ganz besonders das Ende, bittersüß, wie das sein muss.

Benioff setzt sich mit »Stadt der Diebe« nicht nur an die Spitze der Leseliste 2010, sondern springt glatt in die Top 10 meiner Lieblingsbücher. Ein Buch, das ein Vorbild ist, ein Roman, der ganz groß ist – kurzum, ein Weltklassebuch. Über den Krieg und seine Schrecken. Über eine eigenwillige Freundschaft. Über ein verrücktes Abenteuer und zwei tolle Charaktere, die ein Dutzend Eier im von den Nazis belagerten Leningrad finden müssen, um sich zu rehabilitieren. Und über die Liebe. Oh, und was der Mann über Talent schreibt … und Hofhunde … und alles andere … göttlich. Wirklich, my fellows, göttlich.

Ihr hört sonst nicht auf mich? Dann tut es diesmal, ausnahmsweise. Lest dieses Buch. Unbedingt. So bald wie möglich. Und genießt es, von der ersten bis zur letzten Seite. Denn auch wenn es genau die richtige Länge hat – ihr wisst ja, wie das ist, wenn man frisch verliebt ist. Am Ende sind die gemeinsam verbrachten Tage doch zu kurz.

Genau so ist das auch mit »Stadt der Diebe«.

Überzeugt euch selbst davon.

Excelsior,

Holmes-Rezension (13+14)

Sonntag, Mai 30th, 2010

»Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes«, Atlantis, Dezember 2009Diese Woche gab es einiges an Feedback zu »Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes«, das jetzt ja bald auch schon wieder ein halbes Jahr auf dem Markt ist und immer noch in der Vorrunde für den Deutschen Phantasik Preis 2010 vorgeschlagen und als beste Anthologie nominiert werden kann.

Die Rezension des Kollegen Daniel B. aus der Nautilus: Abenteuer und Phantastik #75 habe ich ja bereits hier im Blog geposted.

Doch auch Michael Baumgartner vom Science Fiction Club Baden-Württemberg hat sich diese Woche mit »Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes« beschäftigt und eine Rezension zu meiner Story-Sammlung geschrieben, die es wohl auch in den »Andromeda Nachrichten« zu lesen geben wird, wenn ich das richtig verstanden habe.

Ich erlaube mir mal, drei nette Passagen seiner Besprechung herauszuklauben und hier zu posten, die komplette Rezension könnt ihr euch ja durchlesen, wenn ihr dem Link folgt.

»

Keine Frage, dieses Buch ist liebevoll gemacht.

[...]

Viele Gestalten der Mythologie, des Volksglaubens und der phantastischen Literatur werden in die Geschichten dieses Bandes “eingebaut”. Aber nicht nur die, sondern auch Figuren aus den Geschichten von Arthur Conan Doyle wie Irene Adler oder Sherlock Holmes älterer Bruder Mycroft, der gewissermaßen in Dienste der Krone steht. Endres kennt sich sowohl bei den einen als auch bei den anderen gut aus. Wie der Autor nun die fiktive Biographie von Holmes und Watson weitergesponnen hat, neben den Begegnungen mit dem Übernatürlichen und Utopischen, vermag ich nicht zu sagen. Watson selbst ist mehr als der Erzähler, Endres gibt seinen Gefühlen und Ansichten genügend Raum, und das tut den Geschichten gut. Auch achtet Endres auf anschauliche Details.

[...]

Alles scheint zu gehen, und Endres’ Fantasie scheint dabei unerschöpflich.

«

Ansonsten ist die Tendenz inzwischen durchaus klar: Während die meisten weiblichen Leser »Das Geschenk der Freiheit« lieben, mag’s die männliche Leserschaft im Schnitt so gar nicht. Ich bin anscheinend nicht nur ein fränkischer Elfenkönig und Einhornflüsterer, wie der Kollege Göllner zu sagen pflegt …

Schön ist es natürlich auch immer, wenn neben Kritikern, Rezensenten und Lesern Freunde und Bekannte »endlich« mal das Buch lesen und dann am Telefon, per Mail, SMS oder bei einem Plausch ein Feedback geben. Wenn sie meckern, mag man sie trotzdem – wenn sie loben, natürlich noch mehr. So z.B. am Freitagabend, als ich per SMS mitgeteilt bekam, dass Holmes als Don Quijote just für einen Lachanfall gesorgt hat (doppelt beruhigend, da ich bis dato schon dachte, ich sei der einzige, dem diese Episode gefällt …).

Auch Balsam für die Autorenseele: Wenn man mit bezaubernden Menschen zusammen sitzt und diese in ihrem Notizbuch blättern, um dem werten Herrn Schreiberling zu sagen, was sie sich während der Lektüre aufgeschrieben und gedacht haben, was sie an Anspielungen fanden, und was nicht (peinlich nur, wenn besagter Herr Autor dann verwirrt in seinem eigenen Werk blättert und nicht die eben noch großkotzig angepriesene Passage mit der expliziten Mozart-Anspielung in Ratten im Gemäuer findet …).

Doch, ja, dann weiß man wieder, wieso man das hier macht. Abgesehen von Reichtum und Ruhm, schnellen Autos, schönen Frauen und dem Rock’n'Roll, mein ich.

Excelsior,

Sinister, Baby? Nein, plakativ!

Sonntag, Mai 30th, 2010

Noch ein großartiges Cover aus der PaniniVorschau für den ersten Schwung nicht weniger großartiger Marvel-Comics im Juni, diesmal zum nächsten Dark Reign Special – Sinister Spider-Man – dessen Redaktion ich nach einem Band Pause mit den Neuen Rächern wieder übernommen habe. Im Innenteil ist Chris Bachalo at work, das Cover des deutschen Sammelbandes ziert jedoch das bärenstarke US-Variant von Mike Deodato jr. – absolute Poster-Qualität.

Hach. Ja. Ich werde mich schnell dran gewöhnen, Spidey zu bertreuen. Das wärmt das geekig-verräterische Herz, wie diese Woche schon einmal geschrieben.

Excelsior,

Farewell, Easy Rider

Samstag, Mai 29th, 2010

Farewell, Easy Rider.

Werwolf in der Nacht

Freitag, Mai 28th, 2010

Nachts, wenn es dunkel wird, fängt es an. Erst ganz leise, doch schnell wird es immer lauter und fordernder und kommt näher und bewegt sich mal in diese, mal in jene Richtung: Das Fiepen und Quieken des Terrors, wie ich es nenne, seit es mich nachts nervt, wenn ich im Bett liege und die Fenster offen habe. Keine Ahnung, was für ein Tierchen da im Garten nach seiner Mama ruft, die so gegen 22.oo Uhr nacht-aktiv zur Tat schreitet und auf Futter- und Beutesuche geht – es nervt jedenfalls, nun ja, tierisch.

Weniger nerven tun da die Panini-Novitäten dieser Woche. Viel Star Wars, viel Batman, und unter anderem der Startschuss von Blackest Night, das viele von euch vielleicht durch die Nullnummer vom Gratis Comic Tag her kennen, aber auch ein paar Marvel-Sachen, von denen ich bei zwei alten Bekannten die Redaktion erledigt habe und sie euch hier deshalb kurz vorstellen möchte.

Das wäre einmal der zweite Band der neuen Punisher-Reihe von Rick Remender, die Fortsetzung bzw. der Abschluss von Punisher vs. Hood aus dem ersten Band, bevor wir nach den beiden »Dark Reign: Die Liste«-Sonderbänden mit dem Frankencastle-Arc im dritten Sonderband eh eine ganz andere Richtung für den Bestrafer des Marvel-Universums einschlagen. Ich bin echt gespannt, was die Leser dazu sagen werden. Für den zweiten Sammelband mit ganz klassischer Punisher-Kost habe ich wieder das Intro geschrieben (wieder in der Ich-Perspektive, das macht schon Spaß, ja …), Backcovertext und die hintere Redaktionsseite. Have fun.

Und dann ist da nach »Marvel Max 29« (mit Anthologiecharakter) ein weiterer Band erschienen, der sich mit der Legion of Monster aus dem Haus der Ideen und des Spandex-Träger-Kults beschäftigt, genauer gesagt »Marvel Max 34: Werwolf in der Nacht – Im Dunkel der Nacht«. Eine sehr harte, aber sehr gute Contemporary- bzw. Urban-Fantasy-Geschichte mit dem klassischen Werewolf-by-Night von Autor Duane Swierczyski, und hinten drin findet sich noch ein bisschen klassisches Material der Herren Ploog und Wolfman, die Marvels Horror-Universum ja quasi im Alleingang vergoldet haben damals.

Max 34 dürfte, weil es keine Zombies und keinen Punisher im Titel hat, wieder ein Band sein, der sich leider eher verhalten verkauft – dabei ist er höllisch gut und auf Augenhöhe mit dem meisten Mercy-Thompson-Zeug oder was da draußen an Werwolf-Chick-Lit sonst noch so rumhechelt. Nur um Längen härter.

Und ja, richtig, von mir stammen Vorwort, Backcover-Text und Künstler-Biografien, und die Jack-Russel-Anspielung in »Der Fluch« in meinem »Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes« ging damals auch in Richtung von Marvels Werwolf in der Nacht …

Also. Schaut mal rein, und nehmt euch in Acht,
denn es lauert der Werwolf im Dunkel der Nacht …

Excelsior,

letzter American Son, erster Christian

Freitag, Mai 28th, 2010

Das wird also das Cover des ersten Heftes der monatlichen Spider-Man-Serie, deren Editorials ich mit dieser Nummer offiziell übernehme. Hach. Da wird mir doch gleich ganz netzig und rotblau ums geekige Spidey-Fanboy-Herz, my fellows. Thwip!

Ich freue mich sehr auf dieses Heft, doch ehrlich gesagt, ist auch eine gewisse Grundnervosität da. Nicht nur wegen der Frage, ob die Kollegen in Italien dran dachten, nach so langer Zeit den Namen (s0rry, Steve) auszutauschen, sondern auch, ob die ersten zwei, drei Texte gut sind und passen. Eigentlich hab ich inzwischen genug Routine für unverkrampfte Editorials, so ist’s nicht. Aber bei Spidey, habe ich gemerkt, war es dann doch irgendwie was Besonderes. Und ihr wisst ja, wie das ist, wenn man’s besonders gut machen möchte, da gibt es immer ein Restrisiko und einen gewissen selbsterzeugten Druck. Vor allem, da mein zweites Spidey-Editorial gleich für die extra dicke Jubiläumsnummer Spider-Man 75 mit der Hauptstpory aus Amazing Spider-Man 600 war, das im Juli folgen wird …

Excelsior,

Vorbestellbar: Kill Whitey

Donnerstag, Mai 27th, 2010

Ich hab euch ja erzählt, dass ich das Vorwort zur deutschen Ausgabe von Brian Keenes »Kill Whitey« geschrieben habe. Inzwischen kann man das Buch aus dem Otherworld Verlag (@ Ueberreuter, wie man wohl ergängen müsste, wenn man korrekt sein möchte) auch bei den üblichen Verdächtigen vorbestellen, zum Beispiel der Amazone.

Mein Vorwort poste ich, wie versprochen, bei Erscheinen des Romans, so ist’s mit Michael Krug ausgemacht. Bestellt in der Zwischenzeit doch schon mal fleißig vor ;) Ich glaube, aus »Kill Whitey« und »Die Zombies von Oz« und Dallas’ »Die Schwestern« könnte man eine sehr schöne Thriller/Fantastik-Bestellung für den Spätsommer und den anstehenden Leseherbst oder die letzten goldenen Sonnenstunden auf dem Balkon machen …

Und natürlich wird auch Holmes nicht schlecht, nur weil er schon ein paar Monate auf dem Buckel hat.

Apropos Dallas und seine Western-Schwestern. Der fabelhafte Mr. Sonntag ist so gut wie durch mit der Übersetzung, sagte er mir gestern, und gab sich ein wenig beleidigt, weil es mich anscheinend überraschte, dass sich ein Übersetzer an eine Deadline hält :D Ehrlich gesagt ist es eher so: Seine Schnelligkeit stimmt mich nicht besonders fröhlich, denn das heißt automatisch, dass ich im Juni schon mit dem Lektorat beginnen und idealerweise abschließen werde – muss. Und das könnte nun kurzfristig gesehen mit dem letzten Schliff an den Oz-Zombies kollidieren. Mal sehen, wie ich das koordiniere, vermutlich mal durch ein paar oz-freie Tage voller Ketchum. Denn im Zweifelsfall, da mache ich mir keine Illusionen, wird Guido sagen: Ketchum vor Endres.

Ach ja: Rechts in der Sidebar habe ich mal ein paar neue Amazonen-Kästchen hinzugefügt, eben zu »Die Zombies von Oz«, »Die Schwestern«, »Kill Whitey« und zur jeweils aktuellen Ausgabe der Nautilus. Wird langsam voll hier.

Und zum Abschluss noch eine halbwegs erfreuliche Nachricht: Mittlerweile steht fest, dass ich nach Erlangen fahren werde. Ich werde am Freitag so ab 12.oo auf dem Comic Salon herumrennen, allerdings wieder ohne Nachtprogramm. Mehr geht im Moment zeitlich einfach nicht.

Excelsior,

Mr. Holmes und die 75. Nautilus

Mittwoch, Mai 26th, 2010

Nautilus 75Inzwischen sollte die Jubiläumsnummer 75 der Nautilus: Abenteuer & Phantastik ausgeliefert sein.

Ihr findet darin wie immer viele Artikel und Rezensionen und Interviews zu aktuellen Themen der Fantastik in Film, Buch, Spiel und Comic.

Einer der Schwerpunkte liegt diesmal auf Prince of Persia und zeigt sich in Form einer Übersicht der Game-Historie vom des kultigen Daddel-Originals sowie vielen Interviews mit den Machern und Darstellern des diesjährigen Disney-Blockbusters.

Utz Anhalt hat sich mal wieder wissenschaftlich mit Mythen und Sagen auseinandergesetzt – diesmal geht es Polter- und Hausgeistern an den Kragen, und da hab sogar ich noch was über Kobolde gelernt. Der Herr Pohl und meine Wenigkeit haben uns überdies mit Kinderschrecken (ihrer Herkunft, ihrem Sinn und ihren Auswirkungen) beschäftigt, während ich im Anschluss noch Barry Hutchison zu seiner »Invisible Fiends«-All-Age-Horror-Romanreihe interviewt habe. Ach, genau, und eine kleine DVD-Rezi zur Comic-Verfilmung Whiteout gibt es auch noch.

Außerdem ist in dieser Jubelnummer von Deutschlands einzigem monatlichen fantastischen Fachmagazin die Rezension des Kollegen Bauerfeld zu meinem »Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes« abgedruckt (ein Klick vergrößert das Ganze wie gewohnt):

Was es sonst noch in dieser Ausgabe zu bestaunen gibt, könnt ihr wie immer in der Online-Vorschau sehen.

Excelsior,

In Sicht: Das Ende hinter dem Regenbogen (update)

Montag, Mai 24th, 2010

So. Nachdem das gestern erwartungsgemäß ein ziemlich ruhiger Geburtstag am Pfingstsonntag war, habe ich heute »Die Zombies von Oz« wieder näher an den Moment der Fertigstellung gebracht. Lief gut, und es sind wieder ein paar szenische Sorgenkinder weniger übrig, denen mit literarischem Hobel, Backspace, Copy & Paste und schreiberischer Kreativität-auf-Anschlag zu Leibe gerückt werden muss.

Okay, noch sind wir nicht am Ende der gelben Ziegelsteinstraße angelangt, aber ich würde sagen, ich sehe es schon von hier aus. Es ist also absehbar, wann der Kurzroman – der nun trotzdem 250.00 Zeichen hat – an die Testleser verschickt wird. Ob mir das noch vor dem Comic Salon in Erlangen gelingt, weiß ich nicht, ich glaube eher nicht. So oder so, es wird Zeit, denn langsam gehen mir die Wochenenden und die freien Tage aus, und lektoriert und gelayoutet sollen alle Geschichten ja auch noch werden.

Was ich auch schon golden glänzen sehe, das ist die Veröffentlichung von »Spider-Man #74« in der ersten Juni-Hälfte, meinem ersten offiziellen Editorial als regulärer Spidey-Redakteur. Endlich wieder eine Spidey-Heftserie, an der ich mitwerkeln kann, nachdem USM Ende 2009 ja eingestellt und mit dem US-Reboot aufs Tradepaperback umgestellt wurde. Vielleicht seh ich ja sogar schon ein Heft in Erlangen :)

Auf meinen Buch-Lesestapel liegt derzeit Paul Hoffmans mit viel Vorschuss-Lorbeeren bedachtes »Die Linke Hand Gottes« ganz oben, allerdings wird das wahrlich glänzend aufgemachte Paperback nicht lange dort bleiben. Nicht, weil der Roman schlecht ist, sondern weil ich in zwei Etappen auf meiner geliebten Gartenbank unter dem Apfelbaum schon gut zwei Drittel des Romans gelesen habe. Überhaupt ist das ziemlich erstaunlich: Hoffman ist weit von einem Patrick Rothfuss entfernt – um mal die liebste unklassische Genre-Neuentdeckung der letzten Jahre zum Vergleich heranzuziehen -, und seine Welt ist – noch – eher oberflächlich und die Geschichte recht simpel gestrickt … trotzdem blättert man die Seiten fast skalvisch um, und das ist doch immer ein sicheres Zeichen dafür, dass ein Autor die richtigen Knöpfe drückt. Sympathische und interessante Charaktere in einer etwas simplen, aber dadurch auch sehr schnellen Story. Mehr zum Buch irgendwann in der Nautilus, da ich Hoffman wohl interviewen werde. Zumindest bemühe ich mich mit freundlicher Unterstützung der Goldmann-Presse-Abteilung gerade um einen Kontakt. Mögen die Spam-Filter mir gnädig gestimmt sein.

Update: Mail-Antwort kam, während ich nur noch 90 Seiten zum Beenden des Buches habe. Das mit dem Interview geht klar.

Excelsior,