Trailer zu »Jakob«
Dienstag, März 30th, 2010Inzwischen ist auch ein Trailer zu Cross Cults »Jakob« online gegangen.
Der Link führt zu youtube, nicht erschrecken.
Excelsior,
Inzwischen ist auch ein Trailer zu Cross Cults »Jakob« online gegangen.
Der Link führt zu youtube, nicht erschrecken.
Excelsior,
Eine zeitige Web-Preview auf die Nautilus #74 ist bereits online gegangen. Blättert die Ausgabe mit Schwerpunktthemen wie Robin Hood, Elenschlächter, das Sequel zu Iron Man oder Fantasy-Assassinen ruhig mal durch.
Nach der kleinen »Pause« in der letzten Ausgabe habe ich mit dem Elbenschlächter-Interview (einem ziemlich langen Gespräch mit dem Autorenduo Jens Lossau und Jens Schumacher anlässlich des Auftakts ihrer Fantasy-Krimi-Reihe bei LYX) und dem Text zu den trendigen Fantasy-Assassinen auch mal wieder zwei Cover-Themen.
Excelsior,
To make this official: Ich werde meine Armbanduhr vorerst nicht auf Sommerzeit umstellen. Keine Chance, dass ich das mache, o nein. Diesmal nicht. No way. No chance in hell, etc., pp.
Vielleicht morgen, wenn ich ‘ne neue Batterie drin habe …
Grmpf. Rats.
Excelsior,
Ich liebe Bücher. Ich liebe Comics. Ich liebe es, zu lesen. Doch manchmal, da ist man einfach satt und müde. Tolle Bücher und Comics auf den diversen Stapeln, klar, und ein entsprechend schlechtes Gewissen, aber es ändert ja alles nichts: Man hat einfach keinen Bock. Je mehr man sich zwingt, desto lustloser gestaltet sich die Lektüre, und dann ist es schade um jeden Comic und jedes Buch, das man sich in dieser Phase aufnötigt.
Ich für meinen Teil bin dann immer froh, wenn ich in so einer Phase ein Buch wie Corys [Cory Doctorows] »Little Brother« in die Hand kriege (ihn und das Buch hab ich ja kürzlich schon mal erwähnt hier). Und was soll ich sagen? Das ist dann einfach das richtige Buch zur richtigen Zeit – und goltwert. Du liest rein, es fasziniert dich, es unterhält dich, es ist spannend, die Figuren sind sofort da, und dann liest du am Tag lässig 200 und mehr Seiten – und die Liebe zur Literatur, die die letzten Tage so ein bisschen auf Sparflamme gekocht hat, ist wieder voll da und hellwach und fokussiert. Begeisterung ist halt was Schönes, selbst oder auch beim Lesen.
Nach gut 100 Seiten holpert die offiziell-kommerzielle deutsche Übersetzung von »Little Brother« auch nicht mehr so arg wie am Anfang des ansonsten sehr cool aufgemachten Romans im klotzigen Paperback, und dann macht die Lektüre einfach nur noch tierisch Spaß, ist »Little Brother« ein grandioses, cleveres Buch, auf dessen Seiten Unterhaltung und ein kritischer Umgang mit dem Zeitgeist prächtig Hand in Hand gehen.
Für die Generation Porno? Sicher. Aber eben auch für die Generation Proxy und die Generation Paranoia – und das sollten wir alle sein, ob wir nun viel Chatten und Mailen und in Foren unterwegs sind, online Konsolenspiele zocken oder einfach nur achtlos irgendwelche dämlichen Kundenkarten benutzen.
Klare Sache: Nach Broms »Kinderdieb« ist Corys »Little Brother« das zweite Must-Read des Jahres 2010. Das ist jetzt nicht sonderlich überraschend – aber ich finde es dann doch noch mal erwähnenswert.
Deshalb hier auch noch mal die Linkparade:
»Little Brother« im Original kosenlos downloaden.
»Little Brother« in der Creative Common-Übersetzung von Christian Wöhrl kosenlos downloaden.
Die deutsche Buchausgabe bei rororo.
Da sollte jetzt ja eigentlich für jeden das Richtige dabei sein. Hauptsache, ihr lest das Buch.
Ach ja: Anfang nächster Woche kann ich dann wohl auch etwas sicherer sagen, wo die Langfassung meines Artikels erscheint.
Excelsior,
Noch ein kleiner Nachtrag an diesem windigen Samstagmorgen: In der aktuellen Ausgabe der phantastisch! finden sich neben der gewohnten Vielfalt an Artikel auch wieder allerhand Rezensionen. Eine davon beschäftigt sich mit meiner Holmes-Storysammlung, und bisher habe ich es immer verschwitzt, sie hier mal zu posten. Das hält also der Kollege Le Dyckt von meinem aktuellen Buch und meinem (»postmodernen«, ha!) Ansatz in Sachen Mr. Sherlock Holmes und Dr. Watson:
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Manchmal ist es schon erstaunlich, wie gut sich erster Eindruck und abschließendes Urteil zusammenfügen. In diesem »Fall« (Sorry, Dr. Watson) geschehen bei »Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes«, einer Sammlung von zwanzig »neuen fantastischen Geschichten aus der Baker Street«, geschrieben (oder vielleicht auch nur herausgegeben?) von Christian Endres.
Das stimmungsvolle Titelbild von Timo Kümmel ist einerseits äußerst traditionsbewusst in der Darstellung der beiden »Helden« Holmes und Watson vor Big Ben, andererseits lassen Ausarbeitung und Hintergrundeffekte die Verwendung modernster Bildbearbeitungstechniken erkennen.
Der gleichen Ambivalenz bedient sich Endres in seinen Texten. Als äußerer Rahmen dient die Form der Herausgeberfiktion. Wie schon Arthur Conan Doyle »ediert« auch Endres lediglich die Niederschriften »echter«, wenngleich höchst phantastischer und unglaublicher, Erlebnisse, die der gute Dr. John H. Watson (in diesem Buch erst kurz vor seinem Tod 1929) verfasst hat. Dr. Watsons Tonfall bei der Schilderung der gemeinsam mit Holmes gelösten Fälle; die Anlage der Stücke mit der »klassischen« Einleitung, in der Holmes einen Klienten oder Besucher in der Baker Street 221B zur Begrüßung mit »unheimlichem« Detailwissen verblüfft; die rationale »Erklärung« der oftmals phantastischen Geschehnisse am Schluss der Geschichten; die »historisch verbürgten« Nebenfiguren wie Inspektor Lestrade, Mrs. Hudson oder Mycroft Holmes – das alles ist Doyle und dem von ihm erschaffenen größten Detektiv aller Zeiten verpflichtet.
Gleichzeitig handelt es sich bei den Erzählungen um unbeschwerte literarische Ratespiele, um reichlich mit Anspielungen aus der Populärkultur des 20. Jahrhunderts durchsetzte Texte, um verwegene Zusammenstellungen aus Märchen, Sagen und Mythos – und um knallharte Kriminalgeschichten. Ja, man darf an dieser Stelle sogar konstatieren, dass so etwas wie ein Hauch von Postmoderne durch die knapp 250 Seiten weht. Abgesehen von den Hinweisen die der Autor selbst in seinem aufschlussreichen Nachwort gibt, stolpert man in den Geschichten unter anderem über Shakespeare (was zu erwarten war), Odin und seine Raben (etwas weniger vorhersehbar), Gustav Meyrink und seinen Golem (verblüffend), einen zeitreisenden Kapitän Nemo (schlicht genial) und …
Aber halt! Natürlich will jeder Holmes-Fan solche Fäden selbst entwirren, den Hinweisen selbst folgen und die Rätsel mit der ihm eigenen Deduktionsfähigkeit lösen. Bitte sehr. Erlaubt sei jedoch die stilkritische Bemerkung, dass Christian Endres auch sprachlich den Spagat schafft, seine Geschichten gleichzeitig hochmodern und wie »originaler« Doyle klingen zu lassen. Die bewusste Verwendung seltener Formen (wie zum Beispiel »beflissentlich« statt »geflissentlich«) und die akkurate Einhaltung grammatischer Regeln zeugen von einer außergewöhnlichen Sprachbeherrschung. (Dazu kommt die verblüffende Leichtigkeit, mit der Endres aus der Fülle der gesamten phantastischen Literatur schöpft – der Mann ist gerade 23 Jahre alt!)
Um nochmals auf den Eingangs angeführten Eindruck zurückzukommen, den »Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes« hinterlässt, sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass dem Buch ein von Volkan Baga angefertigtes Autorenporträt beigegeben wurde (das man durchaus auch als Frontispiz hätte nehmen können, auf Seite 242 ist es doch etwas sehr versteckt), dass hinter den Geschichtenanfängen jeweils die Schatten von Zahnrädern auftauchen – und dass als Schrifttype natürlich die »Baskerville« verwendet wurde.
Bei diesem Buch stimmt einfach alles, davon will man mehr – spätestens nachdem Sherlock Holmes und Dr. Watson auch den letzten kniffligen Fall gelöst haben.
«
Das nennt man dann wohl eine Empfehlung. Gracias!
Excelsior,
Während draußen gerade die Welt untergeht und ich die Zombies weiter auf Kansas und das schöne Oz loslasse, hier etwas richtig Erfreuliches und Lustiges: Stan The Man legt einen Gastauftritt im »She-Hulk Sensational«-One Shot hin:
Klick für die Preview bei CBR.
Eigentlich der perfekte Anlass, um mal wieder mein geliebtes oversized Hardcover von »Stan Lee Meets« rauszuholen und zumindest die verdammt lustige Spidey-Geschichte zu lesen …
Ich habe für mich ja nach wie vor nicht entschieden, wie ich mit Shulkie weiter verfahre. Slotts Run hat mich nur zwei Trades lang richtig überzeugt, und über David habe ich nun allerhand grundverschiedene Meinungen gehört. Aber eigentlich bin ich ja ein PAD-Fan, von daher … na, mal sehen. Return to Oz.
Excelsior,
Das 12. »Spider-Girl«-Digest ist auf dem Weg zu mir.
Thwip-yeah! Die jährliche Dosis Spider-Girl ist also gesichert.
Und das Beste an der Sache: Nur noch drei, vier Jahre, oder so, dann haben wir alle 100 Hefte der US-Volume 1 im Digest beisammen, und ich kann endlich die natürlich in der Zwischenzeit brav mitgekauften Trades der nachfolgenden Serieninkarnationen lesen … ächz.
Ich wünschte, ich hätte mir die US-Hefte damals gekauft. Really. Nein, nicht Ben Reilly. Really. Wirklich.
Ansonsten … ich hab ‘ne neue Serie für mich entdeckt, während ich nicht weniger sehnsüchtig auf die zweite Staffel von Yvonne Strahov… »Chuck«, auf die zweite Staffel von »Chuck« warte: »Veronica Mars«. Da es da gerade alle 65 Folgen auf 18 DVDs in einer schicken Box für lumpige 30,- Eier gibt, habe ich da mal zugeschlagen. Und bin nach den ersten 10 Folgen auch sehr angetan und fasziniert – vor allem von der wandelbaren Frau Bell. Schönes Zeug.
Excelsior,
Cory Doctorow ist schon ein cooler Typ. Vor ein paar Tagen war er noch in Leipzig – Anfang der Woche hat er mit mir gemailt und ein paar Interviewfragen beantwortet. Die kommen zunächst mal in gekürzer Form in eine künftige Ausgabe der zitty – es wird aber noch irgendwo einen Artikel mit Zitaten und natürlich einer Rezension zu »Little Brother« geben, nur muss sich noch klären, wo genau. Dort kommen dann auch die Antworten von Christian Wöhrl hin, der Corys unter einer Creative Common-Lizenz erschienenes »Littke Brother« schon lange vor rororo ins Deutsche übertragen hat (man kann sich seine Übersetzung auch immer noch kostenlos als PDF ziehen).
Das Interview nun ist kurz, aber ziemlich cool geworden – Cory und moi haben über den »Fall Hegemann«, E-Books und die ›instinktive Ethik von Büchern‹ gequatscht. Oder eher, Cory hat geqautscht
Ich hab ausnahmsweise mal die Klappe und mich kurz gehalten. Besonders schön finde ich diese Teil-Antwort, die ich euch mal teasere (voraus geht dem die Frage danach, ob unsere moralischen Perimeter nicht schnell genug mit E-Books und deren Anforderungen ans Rechtsgebilde wachsen):
»
Der Mythos, dass Recht und Ethik nicht mit E-Books Schritt halten können, ist ein bequemer Vorwand für gierige Verlage, die das Abkommen zwischen Büchern und Lesern gern neu schreiben würden – die behaupten, dass alle Rechte der Leser hinfällig werden, nur weil die Bücher elektronisch sind und sie eine Lizenz„vereinbarung“ zum Downloadvorgang hinzufügen.
Stell dir mal vor, der Kerl an der Kasse im Buchladen sagt dir das nächste Mal: „Indem Sie dieses Buch kaufen, stimmen sie zu, dass ich zu Ihnen nach Hause komme und es Ihnen wegnehme, wenn mir nicht gefällt, wie Sie dieses Buch lesen. Sie werden es nicht verleihen oder hergeben, Sie werden es nicht mit außer Landes nehmen, und diese Vereinbarung kann sich jederzeit ohne Ankündigung ändern.“ Wenn du dich beschwerst, zuckt er mit den Schultern: „Sie halten nicht mit der Entwicklung Schritt. Seien Sie realistisch. Die Dinge sind jetzt anders. Sie haben weniger Rechte, ich habe mehr. So ist das eben.“
Ich weiß nicht, wie’s dir geht, aber ich würde dem Kerl vermutlich ins Gesicht spucken.«
Zum Thema Doctorow, Hegemann, Plagiat und Co. ist auch das interessant. Soll ich mir jetzt die betroffene Bravo Hits und die entsprechenden Bushido-Scheiben als Geldanlage holen? Vermutlich nicht.
Ach ja: Die Bronchitis nimmt keine Rücksicht auf Urlaub oder schönes Wetter (oder dringend nötige Reisen nach Oz, rats!) und nervt noch immer tierisch. Einen Marathon gewinne ich gerade keinen, und der Nichtraucher in mir fragt sich, wie das so ist, wenn man nach jedem Satz Treppen selbstverschuldet keucht wie ein notgeiles Nashorn. Well. Es werden auch andere Zeiten kommen, wo das verschleppte Zeug nicht tierisch nervt. Und ich werde auch noch Zeit für die süße Dorothy finden … hoffe ich.
Excelsior,
In der April-Ausgabe der Nautilus (#73) haben sich die Kollegen diesmal vor allem mit griechischen Mythen und allerhand Kreaturen beschäftigt: Gargoyles (ich mag die Zeichentrickserie ja sehr gerne), Drachen, dem noch kritisch zu beäugenden Blockbuster-Remake vom Kampf der Titanen, und generell eben den antiken Sagen und Helden in Film und Literatur. Aber auch Fantasy-Spielebücher (»Einsamer Wolf«) und die übliche Mischung an Artikeln und Rezensionen und Interviews zu den Bereichen Kino und Film, Buch und Hörbuch und Videospielen aus dem Einzugsgebiet der Fantastik kommen nicht zu kurz.
Hier kann man das aktuelle Heft wie immer virtuell vorab durchblättern.
Von mir gibt’s in dieser Ausgabe diesmal nur einen kurzen Buchtipp zum Doppelband »Träume von Pallahaxi«, den ich euch gerade wegen des ersten Buches in der Heyne-Neuauflage nur ans Herz legen kann.
Ans Herz legen kann ich euch auch dieses kurze Interview mit Roger Stern, der in den Amazing-Ausgaben im April den Juggernaut zurückkehren und damit die Erinnerungen an einen von ihm selbst geschriebenen Spidey-Klassiker auferstehen lässt. Und das auch noch mit Lee Weeks. Das wird ein Fest.
Excelsior,