Neil Gaimans Batman, Zeitreisen und mehr
Donnerstag, Oktober 29th, 2009
Heute müssten wieder ein paar feine Panini-Novitäten frisch aus dem Comic-Action-Dunst in die Comicshop-Atmosphäre eindringen. Ich empfehle euch vor allem Spider-Man #67 (die Auflösung, warum Harry Osborn wieder lebt, und somit der wirklich gelungene Retcon von Spectacular 200 durch Dan Slott!) und Batman #35, das den ersten Teil von Neil Gaimans (!) »Whatever happened to the caped crusader« auf Deutsch enthält.
Ich habe auch wieder bei ein paar feinen Sachen die Finger im Spiel gehabt: Da hätten wir zum einen wie gewohnt Intro und hintere Redaktionsseite für das Tradepaperback von »Der Ultimative Wolverine vs. Hulk«. Es war ja eine echte Odyssee, bis man da alle sechs US-Ausgaben zusammenhatte. Darüber lasse ich mich auch ein bisschen im Editorial aus. Nichtsdestotrotz: Der Comic, der zeitlich noch vor Die Ultimativen #26 (bzw. dem vierten TPB der Serie von Millar und Hitch) und somit in der Vergangenheit des UU spielt, ist ziemlich cool geworden. Sehr schön auch für alle Fans des Fantastischen: Autor Damon Lindeloff (Co-Schöpfer von Lost, Produzent von Star Trek 11) hat eine sehr witzige Szene mit dem Drehbuch zu Abrams’ Star Trek-Film eingebaut. Nicht verpassen!
Für Langzeit-Marvelianer dürfte der inzwischen 45. Sammelband der Reihe 100% Marvel sein. Das schmale, aber sehr feine Trade enthält die vier US-Hefte der abgeschlossenen Miniserie Spider-Man/X-Men von Christos N. Gage und dem italienischen Künstler Mario Alberti, den der eine oder andere vielleicht noch von seiner Arbeit an Cross Cults Redhand kennen mag. Die Geschichte ist eine kleine Zeitreise durch das Marvel-Universums. Sie beginnt im Coffe Bean mit einer jungen Gruppe X, einem großmauligen Flash, einem jungen Peter Parker und einem ebenso jungen Harry Osbon, und einer noch lebenden Gwen Stacy und führt uns über den originalen Kraven den Jäger, den Blob und andere zu Ben Reily im Spidey-Dress und Wolverine nach Onslaught ohne Adamantium bis hin zur Zeit kurz nach den Ereignissen von bzw. der Rückkehr aus House of M.
Definitiv kein »Marvel-Einsteiger-Comic«, aber wie ich finde schon recht lohnenswerte Kost für gestandene Fans. Vorwort, Bios und Backcover-Text von moi, wie ich uneitel anfügen möchte.
Und dann hätten wir da noch die dritte offizielle Miniserie mit den Marvel-Zombies im 31. MAX-Band, der ja schon mal bei den Essen-Specials Erwähnung fand. Vorwort, Bios und Backcover-Text von moi, too. Was aber viel interessanter sein dürfte: Die Zeichnungen zur Geschichte von Fan-Liebling Fred Van Lente (demnächst kommt in den Spidey-Heften auch seine sehr coole Spot-Story) stammen von Kev Walker. Los, denkt nach, ihr kennt den Namen. Richtig. Kev hat für Magic: The Gathering unzählige Karten illustriert.
Ich war durchaus erstaunt, als ich dann in der dritten Zombie-Serie über seinen Namen gestolpert bin. Er wird übrigens auch die vierte Geschichte – wieder von Van Lente getextet – zeichnen.
Nach wie vor müssten außerdem die Essen-Messe-Specials in den Shops liegen. Ich hoffe ja sehr, dass sich der UPS-Mann bald einen Bruch heben muss und ich meine Belege ebenfalls kriege. Da habe ich mir meine fannishe Haltung, glaube ich, bewahrt. Ich freue mich schon immer über neue Hefte. Seit ich im Impressum oder auch mal etwas größer drin stehe und Teil davon bin, mehr denn je. Obwohl ich auch die Zeit vermisse, wo ich am ersten Verkaufstag im Laden stand, weil ich z. B. während des Civil War unbedingt meine Dosis JMS-Amazing wollte. Naja. Die Dinge verändern sich eben. Und mit dieser Weisheit wünsche ich euch nun einen schönen Tag im Nebel.
Excelsior!









