Archive for Juli, 2009

Das Lied der Dunkelheit: The Movie

Freitag, Juli 31st, 2009

Wie hier schon mal erwähnt, habe ich Peter V. Brett für die Nautilus interviewt. Ich weiß leider noch nicht sicher, in welcher Ausgabe das Gespräch abgedruckt wird. Deshalb fehlt hier noch der endgültige Hinweis.

Schön fand ich jedoch, dass Peter sich trotz seines toughen Zeitplans heute in ein kleines Mail-Gespräch über die geplante Verfilmung seines Romandebüts durch Paul W. S. Anderson hat hinreißen lassen und ein bisschen geplaudert hat, damit ich besagtes Interview updaten kann.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier schon etwas posten soll – am Ende nehme ich das ganze Interesse am Interview im fertigen Heft Ende des Jahres (vermutlich). Außerdem sagte Peter, dass er bald einen größeren Blog-Eintrag zum ganzen Film-Thema verfassen wird, um die Details zu erklären. Und well, ich will weder hier, noch da etwas vorweg nehmen, insofern tue ich, was Schreiberlingen schwer fällt, und übe mich in Zurückhaltung und halte die Klappe …

Was ich aber ansprechen kann: Anscheinend plant Peter, nächstes Jahr auf Lesereise nach Deutschland zu kommen. Falls das klappt (bevor Gerüchte entstehen: es ist noch nichts fix und hängt, wie immer bei solchen Sachen, von vielen verschiedenen Faktoren ab, und noch muss reichlich Wasser den Main runter, bis es überhaupt nur so weit wäre), dann nehme ich Peters Einladung natürlich gerne an, mal bei einem Glas über Comics quatschen – wie festgestellt, haben wir einen ziemlich ähnlichen Geschmack. Wäre sicher interessant. Nice one, Mr. Brett!

Porträtiert, my dear Watson …

Freitag, Juli 31st, 2009

Ihr erinnert euch an die Foto-Session im Juni bei Monsieur Baga? Habe ich dabei auch erwähnt, dass Volkan ein Zeichengott ist? Ich hoffe doch. Könnte man malerisches Talent in Scheiben schneiden und wie Corned Beef in Dosen verkaufen … na, ihr wisst, was ich meine.

Wann immer er mir eine Skizze zuschickt oder ich Work-in-Progress-Sachen in seinem Maler-Kämmerlein sehe – das sieht jedes Mal irrsinnig gut aus. Egal ob Cover, Magic-Karte, Mythen-Skizze (ich muss jedes Mal lachen, was Volkan als »Skizze« bezeichnet – die meisten Leute würden sich den Arm abhacken, um so gut »skizzieren« zu können …) oder Game-Illustration

Entsprechend grandios finde ich es natürlich, dass Volkan mir nach unserer Foto-Session letzten Monat ein sensationelles Poträt im Holmes-Look – mit Pfeife! -  gemalt hat, das natürlich in den Sherlock Holmes-Band kommen wird.

Portrait von Volkan, Juni 2009

Das Böse kommt auf späten Sohlen

Donnerstag, Juli 30th, 2009

Es ist nun doch auch schon wieder ein paar Wochen her, dass ich versucht habe, mit Dallas Mayr alias Jack Ketchum in Kontakt zu treten zwecks Interview, um meinen Ketchum/Splatterpunk-Artikel für phantastisch! abzurunden.

Ich hab inzwischen ehrlich gesagt nicht mehr mit einer Antwort gerechnet – gerade eben ist aber eine eMail von Dallas reingeflattert, in der er nicht nur sagt, wann er demnächst in Deutschland anzutreffen ist, sondern dass er auch gern Lust auf ein Interview hat, wenn ich ihm ein paar interessante, neue Fragen stelle.

Nun, ich werde mich anstrengen und mir übers Wochenende ein paar kluge Fragen einfallen lassen.

Da lacht der Hogfather …

Dienstag, Juli 28th, 2009

Vor zwei Jahren, wenn ich mich nicht täusche, interviewte ich Paul Kidby (für Phase X #5). Im Gespräch ließ Paul durchblicken, dass er es schade fand, für die erste große Pratchett-Realverfilmung – Hogfather bzw. Schweinsgalopp – nicht berücksichtigt worden zu sein. Er hätte gerne als Designer oder grafischer Berater zur Verfügung gestanden.

»

Ich muss zugeben, dass ich den Schweinsgalopp-Film gar nicht gesehen habe! Niemand hat mich gefragt, ob ich an der Produktion mitarbeiten möchte, und ich war traurig, als ich sah, dass ein anderer Künstler damit beauftragt wurde, die Designs für den Film zu erstellen. Deshalb wäre es für mich auch nicht so schön, den Film anzuschauen.

«

Ob Paul am Ende aber so viel Freude gehabt hätte, weiß ich nicht. Denn Steve Player, den ich für die Nautilus interviewt habe, erwähnt in unserem Gespräch (das ich gerade übersetze) folgendes:

»

[...]

Doch die schwarzweißen Zeichnungen machen auch viel Spaß. Viele solcher Bilder wurden für den Schweinsgalopp-Film erstellt. Ich habe alle Hauptcharaktere und wichtigsten Sets designed, auch wenn ich dafür am Ende leider keinen Credit im Film bekommen habe. Die Designs kann man sich ebenfalls auf meiner Homepage anschauen.

«

Puh. Schon komisch. Und schade. Denn eigentlich ist die Beziehung zwischen dem heute so erfolgreichen Scheibenwelt-Franchise und der Illustratoren von PTerrys Welt ja sehr wichtig. Nicht nur wegen der Cover oder der vielen Merchandise-Artikel, von Karte über Kalender. Auch hat Sir Terry höchstpersönlich doch oft genug betont, dass er die Scheibenwelt zwar erfunden, Josh Kirby, der erste Illustrator der flachen Fantasy-Welt, ihr aber erst richtig Gestalt verliehen hat.

Schade, dass man auf diese furchtbare Symbiose von Pratchetts meisterhaften Büchern und den Illustratoren um Kirby, Kidby, Player & Co. im Detail beim Film nicht viel gegeben hat.

Noch kurz etwas zum Artikel: Artbooks, Cover, Karten, Comics, anderes Merchandise, Filme, Spiele und Bühnenstücke – alle Visualisierungen und Gesichter der Scheibenwelt eben – werden darin thematisiert. Neben dem Text und dem Interview mit Steve habe ich noch den werten Mr. Sonntag von Actor’s Nausea in ein kurzes Gespräch über eine deutsche Aufführung von Mummenschanz auf der deutschen Bühne verwickelt. Ich denke, das alles ergibt einen guten Überblick.

Wochenend-Science-Fiction und mehr

Sonntag, Juli 26th, 2009

Übers Wochenende habe ich nicht nur »Starman Vol. 1« und »Outlaw Nation« (ob wir das auf Deutsch sehen werden, wage ich zu bezweifeln; ich melde mich dazu im Lauf der Woche noch einmal und fasse mich an dieser Stelle deshalb erst einmal kurz) ausgelesen, sondern auch »Rohypnol« von Andrew Hutchinson und »Pauline,« den zweiten Band von Loisels Der große Tote.

»Rohypnol« hat am Ende ein kleines zeitliches Strukturproblem, ist aber ein würdiger Hardcore-Titel und ziemlich schockierend, wenn man die Plausibilität und Aktualität des Stoffes beachtet.

Plausibel ist auch die nahe Zukunft, von der Loisel und Co. in »Pauline« berichten. Der Karren, der wirtschaftlich an die Wand gefahren wurde, und Grippe-Wellen sind jetzt kein sooo unwahrscheinliches Szenario, wenn es um Probleme der Zukunft geht. Schön, dass die Reihe die Kurve gekriegt hat. Das zweite Album war deutlich besser als das erste. (Ich habe mal die Rezensionen zu beiden Wochenend-Lektüren beim Fantasyguide verlinkt, falls Interesse besteht.)

Auf dem Lesestapel liegen nun – immer noch – der erste »Gonji«-Roman, die letzten 300 Seiten von Heinleins »Fremder in einer fremden Welt« und die Taschenbuchausgabe von Chabons Vereinigung jiddischer Polizisten. Vermutlich wird letzterer das Rennen machen. Chabon kann ich nur selten widerstehen.

Das Romanprojekt ohne Namen, das noch immer ein apokalyptisches Roadmovie werden soll, hat nun einleitende Zitate (wie wichtig …) bekommen und ist auf 97.700 Zeichen angewachsen (das meiste immer noch grober Plottmodus und alles andere als literarischer Feinsinn; aber das kommt noch, keine Angst).

Ach ja, die Katze lässt das mausen nicht, denn: Verschollen in den Weiden, das Holmes/Wind in den Weiden-Crossover, habe ich noch mal kräftig überarbeitet und dran rumgeraspelt und gefeilt. Die Testleser haben mir das so durchgehen lassen, und es war auch nicht schlecht oder so – aber ich kann ein kritischer Bastard sein.

Wer sich jetzt noch wundert, dass »Tambu« bei der Amazone im Moment vergriffen ist: das sollte sich im Laufe der ersten August-Woche wieder bessern.

Sie wollen doch nur spielen …

Samstag, Juli 25th, 2009

Ich mag Foren. Eigentlich. Lange Zeit war ich im PaniniForum very active, auch im Comicforum habe ich regelmäßig mitgelesen und z. B. im Cross-Cult-Bereich gern gepostet. Inzwischen sieht man mich in beiden – aus verschiedenen, mal recht trivialen, mal ziemlich persönlichen Gründen – kaum noch, lese ich nur noch unregelmäßig mit und poste noch seltener. Selbiges gilt für US-Comic-Foren. Manchmal nerven mich Spam und Geflame bloß tierisch, die Informationsdichte ist erschreckend gering. Da bringt es oft fast mehr, via Google gezielt nach sinnvollen Beiträgen zu suchen, wenn man Infos braucht.

Die deutschen Fantastik-Foren habe ich dagegen gar nicht auf dem Schirm. Angemeldet bin ich nirgends, mitlesen tue ich alle Schaltjahre mal. Wenn ich mir so anschaue, was vor einiger Zeit und auch ganz aktuell wieder in eMails an mich herangetragen wird (z. B. wenn es um den DPP und die nominierten Kurzgeschichten oder irgendwelche internen Streits in SF-Club-Vereinen-Whatever geht), dann weiß ich auch wieder, wieso dem so ist.

Bevor ich mich durch 10-Seitige Diskussionen zwischen Kleinbürgertum, Spießigkeit, Besserwisserei, Korinthenkackerei und Stock-Im-Hintern-Attitüden quäle, setze ich mich doch lieber in die Sonne (die heute nicht durchgehend scheint, seht das einfach mal als Allgemeinplatz) und vergnüge mich mit dem ergiebigen ersten Starman Omnibus oder mit Outlaw Nation, auf das ich doch recht gespannt bin. Und nachdem der Rest der Panini-Editorials jetzt noch Zeit bis Anfang August hat,wäre es ja ganz nett, wenn heute noch ein bisschen was am Romanprojekt ohne Namen ging, nicht wahr?

Liebe + Helden, Modern Tales 2009Spielen – um mal die Kurve zur Headline dieses Eintrags zu kriegen – wollen auch die Superhelden und ihre Bewunderer und Behasser in »Liebe + Helden« von Andi Watson. Die Graphic Novel ist nicht nur verdammt dick, sondern auch ein sehr schöner, mit viel Gespür umgesetzter Blick auf Superheldencomics und das Drumherum im Fandom – aber auch auf Dinge wie Beziehungen, die Liebe und anderes. Ich habe Verleger und Meistersetzer Stefan Heitzmann gestern die letzten Korrekturen am Telefon durchgegeben, das Lektorat des 320-Seiten-Monsters ist damit von meiner Seite aus abgeschlossen, nach »Amelia 3« ist das dann der nächste Eidalon/Modern Tales/comikat-Titel, der sich in Richtung Druckerei machen wird.

Zum Abschluss sei hier noch kurz erwähnt, dass man nun auch via Amazon ein Nautilus-Abo abschließen kann, Einzelhefte sollen folgen.

Mike und die Marvel Affen

Freitag, Juli 24th, 2009

Jetzt reicht es doch noch zeitlich für einen Eintrag. Hat vielleicht auch damit zu tun, dass das Thema es mir wert ist, mir die Viertelstunde zu nehmen.

Daregorilla by Mike WieringoDiese Woche habe ich noch zwei Panini-Editorials auf dem Plan gehabt: Für den Marvel Apes-Sammelband, und für Spider-Man/X-Men. Marvel Apes ist die affige Fortsertung von Marvel Zombies – also eine Parallelweltengeschichte über ein Marvel Universum, in dem die Charaktere keine Menschen (und auch keine Zombies) sind, sondern Affen. Captain America ist ein Gorilla, zum Beispiel, und Spidey ist Spider-Monkey und schwingt durch Monkhattan, wo er sich mit Doc Ook anlegt.  Hauptcharakter der Geschichte ist Marty Blank, vielen besser bekannt als der Gibbon. Er wurde 1972 von meinem Spidey-Helden-Dreamteam Stan Lee und John Romita sr. geschaffen – und zwar im letzten Heft von Amazing Spider-Man, das Lee selbst ›schrieb‹. Die Auflösung des Zweiteilers um den Mutanten Gibbon, der verbittert war, weil Spidey ihn auslachte und nicht als Partner wollte, und Kraven, den Jäger, schrieb dann bereit der damals 19-jährige Gerry Conway (der Mistkerl!).

Ich wollte mich in der Einleitung zum deutschen Sammelband mit den Marvel Affen aber nicht bloß auf den Gibbon konzentrieren, sondern vor allem auf die Entstehungsgeschichte des Projekt: Die ist nämlich recht interessant. Zum einen brachte ein Fan den Stein ins Rollen, der Marvel-Boss Joe Quesada auf der ersten New York Comic Con 2006 die Frage stellte, wieso es nach den [erfolgreichen] Marvel Zombies jetzt denn z. B. keine Marvel Affen gäbe. Zum anderen hat der viel zu früh verstorbene Mike Wieringo Anfang 2006 Zeichner-Kollegen Frank Cho das Bild eines Gorilla-Sentrys geschickt, nachdem Cho in seinem Forum dazu aufgerufen hatte, ihm Bild-Referenzen des Sentry zukommen zu lassen, den er bald zeichnen müsste. Ringo erinnerte sich an Zeichen-Legende Art Adams, der seinerzeit ebenfalls schon Affen in bekannte Superhelden-Outfits packte, und so kam es zum Sentry-Gorilla. Dem folgten Daredevil und Bullseye ebenfalls als Gorillas, Wolverine als Mandrill, und und und.

Jedenfalls, um diese Geschichte faktisch noch mal zu überprüfen, habe ich mich gestern durch Mikes Blog geklickt. Das hat mich ziemlich traurig gemacht.  Nach seinem völlig überraschenden Tod hat sich Mikes Familie damals entschlossen, den Blog des so talentierten Künstlers online zu lassen. Mike hat dort viele Bilder und Sketches gepostet (man findet noch alle Affen-Bilder, wenn man mit etwas Geduld die älteren Einträge durch geht).

Mir ist dabei gestern aufgefallen, wie sehr ich Ringo vermisse. Unser Mail-Kontakt ist nach einem anfangs recht regen Austausch damals leider etwas im Sand verlaufen, woran ein überempfindlicher SPAM-Filter nicht ganz unschuldig war. Mike war ein verdammt netter Kerl. Ich kannte ihn jetzt nicht überragend gut – aber man hat ja auch ein gewisses Gespür für so etwas.IMVSM #12, Panini 2008

Ganz davon abgesehen, dass ich den Künstler Mike Wieringo sehr vermisse. Ich erinnere mich, dass ich ihn am Anfang nicht so mochte, die Verbindung von Manga und westlichem Superheldentum. Aber nach meiner Spidey-Pause waren die ersten Hefte, die ich damals wieder las, um die Identitätskrise herum die Hefte mit Mikes Artwork (Hornet! Der Geier! Die Fackel! Alles in Sensational). Und später hat mir Mike dann richtig gut gefallen – an Tellos, an dem bärenstarken Run mit Mark Waid an den Fantastischen Vier, und auch als er dann, kurz vor seinem Tod, noch mal mit Peter David an Spidey gearbeitet hat.

Das letzte Heft, das Ringo zeichnete, könnt ihr auf Deutsch übrigens in Im Netz von Spider-Man #12 sehen, ein recht spaßiges, im wahrsten Sinne des Wortes kosmisches Crossover zwischen Spidey und den F4 (um Längen besser als jenes Crossover, das es zuletzt auf den Seiten von BRAND NEW DAY in Amazing zu bestaunen gegeben hat).

Flauten-Newsflash

Mittwoch, Juli 22nd, 2009

Dass hier eher wenig lost ist diese Woche liegt nicht daran, dass es so wenig zu erzählen gibt: Es liegt eher daran, dass Väterchen Chronos meinen Antrag, einen normalen Tag auf 36 Stunden zu erweitern, abgelehnt hat, und mein cybernetischer Doppelgänger in der Werkstatt ist. Nicht wundern, wenn es den Rest der Woche ruhig bleibt. Excelsior!

Tpipfhelre

Sonntag, Juli 19th, 2009

Die letzten Anmerkungen eines Beta-Lesers wurden soeben in das Manuskript zu »Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes« eingetragen.

Satte 91 Anmerkungen hat Zeichengott Timo Kümmel noch gefunden. Dabei fiel mir auf, dass meine Angewohnheit im Handschriftlichen, die Ns am Ende von Wörtern mit einer Welle zu unterschlagen, sich anscheinend auch auf meine Schreib-Ambitionen an der Tastatur ausgeweitet hat. Und am Ausdruck hab ich davon wirklich einiges übersehen. So was … (sorry!)

Mr. Kümmel und ich werden uns in der kommenden Woche noch eingehend über das Titelbild unterhalten. Ich werde hoffentlich die Übersetzung des Vorworts abschließen (zwei Stellen sind recht tricky, eine davon ein Holmes-Zitat, das ich auch in der Haffmans-Übersetzung nicht finde und vielleicht im Original lassen werde), und auch an die Danksagungen muss ich noch einmal ran.

Dann geht die Datei aber wirklich zu Großmeister Latz.

Das Romanprojekt ohne Namen und Verleger – hatte ich erwähnt, dass es ein apokalyptisches Roadmovie wird? – hat dieses Wochenende die 77.000 Zeichen-Marke übersprungen. Heute ging aber gar nichts. Weil wegen Panini, weil wegen Holmes-Korrekturen, weil wegen Gartenbank, weil wegen umfangreicher Comic-Lektüre (wenn ihr nicht sofort losgeht und euch Brubakers Sleeper von Cross Cult holt, könnt ihr was erleben!).

Hulk angry? Hulk geeky!

Sonntag, Juli 19th, 2009

Wollt ihr mal wissen, mit was für geekigen Dingen manche von uns sich ihre Sonntage teilweise um die Ohren schlagen (müssen) und das dann kalzschnäuzig Arbeit nenenn?

Okay. Ihr habt es so gewollt. Ich hab ja schon verkündet, dass ich Einleitung und die hinteren Redaktionsseite zum deutschen Sammelband von Ultimate Wolverine vs. Hulk schreiben darf.

So weit hab ich das auch schon erledigt, aber irgendwie war ich mit einem der Textbausteine für die hintere Seite noch nicht zufrieden. Das klang etwas … belanglos, so als hätte ich halt noch 300 Zeichen gebraucht, um auf mein gefordertes Pensum zu kommen (das merkt man während des Schreibens manchmal gar nicht und braucht ein, zwei Tage Abstand zum Text). Lange Rede, kurzer Sinn:  I don’t like it. Passage also gestrichen.

ME 12: Hulk - Im Fadenkreuz, Panini 1999Was könnte man den Lesern stattdessen mitteilen? Mein Blick schweift nachdenklich über die Rücken der vielen Comic-Tradepaperbacks in den Billy-Regalen vor meinem Arbeitstisch – und bleibt an dem Regalbrett mit der Marvel Exklusiv-Reihe haften.

Als ich kurz darauf im 12. Trade blättere (»Hulk: Im Fadenkreuz«), fällt mir auch wieder ein, was ich wohl instinktiv in der Abteilung der Sammlung gesucht hatte. Denn der Hulk und Wolverine haben sich gleich im ersten Kapitel (US Incredible Hulk 340) des ME-Bandes mächtig eins auf die Mütze gegeben. Aber damit hört das ja noch nicht auf. Denn von da an kam die nächste Erinnerung aus der Abteilung: Mein Gehirn ist eine Fundgrube unnützen Geek-Wissens!

Eine kurze Google-Suche bestätigte allerdings, was in irgendeiner Comic-Box hier versteckt ist und meine Erinnerung an eine vergangene Lektüre (das ist schon ein paar Jährchen her) gekitzelt hatte: B.U.A.P.-Autor John Arcudi und Zeichner Armando Gil haben 1993 in der #50 von What if? (Vol. 2) den Kampf zwischen Wolverine umd dem Hulk aus dem oben erwähnten und im ME abgedruckten US-Heft von Peter David und McFarlane anders erzählt – und den Hulk Wolverine im alternativen What if-Universum töten lassen!

Na, wenn das nicht auf die Redaktionsseiten eines Sammelbandes gehört, der einen arschgeilen beeindruckenden Kampf zwischen den ultimativen Pendants von Wolvie und dem Hulk enthält, dann weiß ich auch nicht …

Um auch mal den großen Grünen bzw. Grauen zu Wort kommen zu lassen: Hulk mag Continuity.