Archive for April, 2009

Krank ohne Oink

Mittwoch, April 29th, 2009

Falls sich wer über die gähnende Leere hier wundert:
Krank. Grippe. Ohne Schwein, trotzdem heftig.

Nächsten Monat dann wieder mehr auf diesem Kanal.

Das traurige Leben der Singvögel

Dienstag, April 21st, 2009

Amseln haben ein beschissenes Leben. Zumindest komme ich zu dem Schluss, wenn ich sehe, wie sie sich früh morgens um kurz nach halb sechs vor mein Auto werfen. Aus den Büschen und hohen Gräsern am Wegesrand stürzen sie sich plötzlich – wie kleine Kamikazeflieger werfen sie ihre dunklen Leiber vor meinen Kühlergrill. Wer bremst, hat Angst, scheinen ihre kleinen Augen zu sagen. 

Ich weiß ja nicht: Leben so viele Amseln im April im Scheidunskrieg, dass sie einfach nicht mehr weiterleben wollen? Oder haben sie schon Nachwuchs – und merken, dass sie den Stress nicht aushalten? Oder ist die Wirtschaftskrise samt Kurzarbeit bei den heimischen Singvögeln angekommen? 

Irgendeinen Grund muss es ja geben. 

Bisher ging es gut. Ich konnte immer rechtzeitig bremsen. Und das Adrenalin hilft wenigstens beim Aufwachen., Aber irgendwann, wenn die Schlaftrunkenheit frühs noch zu groß und der Flugwinkel einer Amsel zu spitz ist … 

Gebt auf euch Acht, ihr Amseln. Ich mag euch.
Aber noch lieber mag ich mein Auto. 

Vogelfrei, versteht sich.

Muse mit sieben Prozent & ASM 600

Dienstag, April 21st, 2009

Wer Garfield kennt, der weiß, was man allgemein von Montagen zu halten hat. Sie sind heimtückisch. Sie sind böse. Und sie sind von Müdigkeit, Schmerz und Saudade geprägt. Niemand braucht Montage. Niemand mag Montage. Das ist wie mit Superstar-Shows oder Handyklingeltonwerbeblöcken.  

Aber es gibt selbst an manchen Montagen Lichtblicke, und das nicht nur in Striptease-Schuppen. Machmal genügt auch schon das Schreiben einer kleinen, aber feinen Sherlock Holmes-Story.

Großmeister Latz meinte direkt: Die beste Holmes-Geschichte, die ich bis dato geschrieben habe (ob das diese nun besonders aufwertet oder die anderen herab, muss ich mir noch überlegen). Ich hatte direkt nach dem Schreiben auch ein sehr gutes Gefühl und war ziemlich verliebt in die kurze Story. So mag man das als Autor – externe Bestätigungen dieser Art sowieso. 

Der Holmes-Band ist endgültig auf der Zielgeraden. Die letzte große Geschichte  – es ist der Fall der verschwundenen Katzen – ist zur Hälfte geplottet. Lediglich für die allerletzte Kurzgeschichte im Band fehlt mir noch der richtige Zubringer. Wird sich aber noch geben. Muse mit sieben Prozent – die Story von gestern – kam übrigens unerwartet. Aus heiterem Himmel, sozusagen. Ungeplant. Ein Unfall. Aber ein angenehmer. Angenehmer als die große Gesamt-Überarbeitung, die ich momentan für Juni anvisiere. 

Und jetzt muss es nur noch möglichst schnell Juli werden.

J. G. Ballard: 1930-2009

Sonntag, April 19th, 2009

Au Mann. :(

Wieder ein ganz, ganz, ganz großer.

Hoffentlich findet er sein Paradies der Sonne.

Feedback internationale

Freitag, April 17th, 2009

Dass Win sich über sein Exemplar von phantastisch! #34 gefreut hat, habe ich bereits an dieser Stelle geposted.

Inzwischen hat die kontinentale Schneckenpost auch andernorts nachgezogen und Mr. Eckert in Colodaro ist nicht der einzige, der sein Belegexemplar bekommen hat. Auch Rias in den Niederlanden und Dwight in Tennessee, USA sind mittlerweile versorgt. Na, da macht der notorische Postmisstrauer in moi doch gleich mal drei Kreuzzeichen.

Rias schreibt:

»

Ich habe das magazine Phnatastisch! #34 heute bekommen!
(I received the magazine Phantastisch! #34 today!)

Sorry you cannot read German Win, because the long article about Farmer, you and the WNU is a great piece to read! It’s written by a very enthusiastic writer, who seems to love the puzzling and more than often dazzling Wold Newton Universe. It is a great piece and a very readable introduction to the concept of the WNU. I love it!

My compliments to you, Christian.

Vielen dank/many thanks for this issue!

«

Danke für die Blumen, Rias. So was von einem Experten zu lesen, freut mich wirklich sehr, denn in dem Artikel über Altmeister Farmer und das WNU steckt wieder mal einiges an Arbeit. Auch war’s tricky, das alles so zu vereinfachen, dass jeder es versteht, ohne der Thematik dabei gleichzeitig die dazugehörige Komplexität zu rauben, die schon ersichtlich bleiben sollte. Anscheinend ist es gelungen.

Dwight, der auch zu den nichtlesenden Bewundererern gehört, äußert sich dagegen über das Layout und freut sich nach wie vor einen Ast ab, dass es ein abgedrucktes Interview mit ihm in Deutschland gibt:

»

I just received Phantastisch #34. The layout looks wonderful!

Thanks in advance for this information. And to Christian, again, thank
you for the wonderful interview, my friend!

Best wishes,

D.

«

So. Genug Eigenbewi… Eigenbewer… Eigenbeweihräucherung für heute. Excelsior!

Krieg der Symbionten

Freitag, April 17th, 2009

Der Ultimative Spider-Man #65

Auf dem Weg zum alles veränderten Crossover ULTIMATUM schaut Venom noch einmal auf den Seiten des Ultimativen Spider-Man vorbei und zettelt den Krieg der Symbionten an. Das riecht nach Äääääktschn …

Das Editorial der #65 habe ich mit Mr. Kups zusammen verfasst. Twip, twip. 

Und apropos Spider-Man. Diese Woche habe ich mir etwas gegönnt. Man muss die Wirtschaft ja ankurbeln und der Seele Nahrung geben. Lange genug bin ich drumherum geschlichen – nun hat Steve Saffels göttliches Sekundärwerk Spider-Man The Icon seinen Weg in meine Sammlung gefunden. Und was ist das für ein Brett von einem Nachschlagewerk! Riesig, üppig, umfangreich, toll illustriert. Der Spidey-Fan in mir lief Amok, als ich das Päckchen aufgemacht habe. Originalpreis 50 Dollar sind freilich kein Pappenstiel – das ist es aber wert. Jeden müden Cent. Wie das gute Stück aufgemacht ist, kann man sich hier anschauen

Excelsior, my fellows.

Don Quijote mit dem teuflischen Eisenherz …

Freitag, April 17th, 2009

Nautilus #62, Abenteuer Medien Verlag, April 2009Auch die neueste Ausgabe der Nautilus ist dieser Tage erschienen und auf dem Weg in die Briefkästen.

Eines der Schwerpunktthemen der Nummer 62 ist arthurische Fantasy – also Fantasy, die sich mit der Artus-Sage beschäftigt oder dort Anleihen nimmt. Marion Zimmer Bradley, T. H. White, J. Robert King und Konsorten lassen grüßen. Und nicht zu vergessen, Peter A. Davids cooler Wählt König Arthur! Schade, dass wir da nie die Fortsetzung gesehen haben … 

Jedenfalls: Da so ein arthurischer Ritter-Schwerpunkt nicht komplett wäre, würde man nicht auch über Hal Foster und Prinz Eisenherz schreiben, habe ich das quasi in meiner charmanten Art an mich gerissen und über Fosters Prinzen von Thule berichtet. Der Artikel enthält neben schönen Bildern und ein paar nicht ganz verkorksten Sätzen ein knackiges Interview mit Bocola-Chef Achim Dressler, der ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert hat, was die fantastische, mustergültige, anbeteungswürdige Foster-Seiten-Gesamtausgabe eben beim Bocola Verlag angeht. (Dass im Kasten nicht über die Deluxe-Camelot-Edition berichtet wird, ist übrigens kein journalistisches Versäumen, sondern eine Interessenentscheidung: Ich behaupte, dass das Ding zwar zum Niederknien ist, aber nur die Privatinsolvenz der meisten Leser fördern würde. Deshalb habe ich mich auf die normale Ausgabe beschränkt.) 

Zusammen mit Exil-Würzburger Christian Handel habe ich mich noch mit diversen Ritterfilmen beschäftigt. Die Kurzvorstellungen zu den Streifen laufen – passenderweise – als Streifenkastentext unter den anderen Artikeln zum arthurischen Thema durch. 

Eine weitere Übersicht zum Thema Ritter hab ich derweil noch allein auf die Beine gestellt: 30 sagenhafte, legendäre, sprechende oder verfluchte Schwerter werden vorgestellt, von Elric über Fafhrd über Prinz Eisenherz oder Siegfried und Wieland den Schmied – sie alle hatten ihre grandiosen Männlichkeitsmetallstäbe. Dem Artikel steht eine Rezension zu Thomas Laibles Schwertbibel bei, der den Stein (oder das Schwert?) erst ins Rollen (und spätestens hier ist die Sinnbildstellung im Eimer) gebracht hat. 

Dann hätten wir da noch ein bisschen Kleinkram von moi: Ein kurzer Text zu Daniel Keyes und dem Jubiläum von Blumen für Algernon (das Special beim Fantasyguide ist immer noch online, und das Gewinnspiel müsste noch ein paar Tage laufen). Und nachdem ich hier neulich schon so von der von Chris Riddell illustrierten Don Quijote-Fassung bei Sauerländer vorgeschwärmt habe, findet sich in der aktuellen NT auch die passende Besprechung der Ausgabe – ein Ritter, wenn auch von eher trauriger Gestalt, war der gute Don Quijote ja irgendwo schon, auf seine ganz eigene, verdrehte, liebenswert törichte Art und Weise. Nüch wahr, Sancho?

Und irgendwie ist mir das nach so viel Geblubber jetzt unangenehm, aber der Vollständigkeit halber: Interviews mit den sympathischen Leuten von LAUSCH im Hamburg habe ich auch geführt. Als deutscher Hellboy-Lektor und -Redakteur war ich für den Artikel zur Abo-Beilage – ein abgefahren gutes Hellboy-Hörspiel – wohl wie gemacht. Autor Robert Schlunze und Co. haben da übrigens einen tollen Job gemacht, mit diesen Hörbuch-Adaptionen von Mikes HB-Storys. Verdammt guter Stoff (und das sage ich, der ich nun nicht gerade der Welt bekannteste Hörspiel- oder Hörbuch-Fan bin und anfangs durchaus skeptisch war…).  

Die nicht weniger fleißigen Kollegen haben sich unterdessen mit der obligatorischen Kino-Vorschau, den DVD-Neuheiten, Engeln und Teufeln in der Fantastik, Illuminati, Kreuz und Crime, eben König Artus in Sage und Literatur und Ritterspielen auf dem Brett und der Kartenhand auseinandergesetzt. Diverse Interviews mit u. a. Kai Meyer runden die Ausgabe ab. Manchmal frage ich mich selbst, wie so viel Zeug auf 50 Seiten passt und trotzdem so locker gesetzt aussehen kann. Crazy.  

Eine komplette Übersicht der Themen im wirklich wieder bis zum Rand mit interessanten Sachen vollgepackten Heft gibt es wie immer hier – die Möglichkeit, sich online von Gestaltung und Aufmachern verzaubern zu lassen, dagegen hier.

It’s Cover-Time, Elspeth, Baby!

Freitag, April 17th, 2009

Kartefakt #91, April 2009So. Der ominöse Serverschluckauf, der die Site heute den ganzen Tag über dooferweise lahm gelegt und unerreichbar gemacht hat (hoffentlich war’s nicht zu hart für euch, o ihr vielen Groupies des Unaussprechlichen…) ist erst mal wieder behoben (danke, Christoph!).

Ab an die VÖ-News für diese Woche. Ein bisschen was steht an, Einträge folgen nach und nach. 

Wie vor Kurzem schon berichtet und angekündigt, habe ich Volkan Baga für die Kartefakt interviewt und dazu auch mal bei ihm im Atelier hier ums Eck in Würzburg vorbei geschaut. Die Nummer 91 der wie immer sehr schön gelayouteten Kartefakt ist nun erschienen – und bringt nicht nur ein schickes, leicht verspätetes Ostergeschenk für alle Abonennten und Online-Käufer (einen Kunstdruck von Volkan, der Tolkien-Erzschurke Sauron auf dem ziemlich coolen Bild One Ring To Rule Them All zeigt) mit, sondern eben auch besagtes Interview. 

Da das Covermotiv der Ausgabe auch noch gleich von Volkan stammt und seine im Spiel selbst grandiose (oder nervige, je nachdem…) Elspeth zeigt (das Making-of des Bildes gibt’s ebenfalls im Heft), habe ich sozusagen das Cover-Thema erwischt.

Ha. Jackpot, sagt der früher so hoffnungslos Magic-begeisterte Geek in mir. 

Wie immer kann man hier einen kleinen, aber feinen virtuellen Vorabblick ins Heft werfen und sich auch die übrigen Themen anschauen.

All is good

Mittwoch, April 15th, 2009

»All is good«, schrieb mit Bill [Fawcett] heute Morgen per Mail. »But you missed one:  Silver Phoenix did a comic book version of tje short story Myth Congeniality from Myth Told Tales in Sept 2007 in the USA.«

Na, damit kann ich leben. Der Comic wird natürlich noch aufgenommen – und versucht, irgendwo zu ordern.Damit ist die TAMBU-Bibliografie jedoch offiziell fertig und von höchster Stelle abgesegnet (okay, ich muss noch mal in die deutschen Ausgaben schauen, ob ich da auch alle Daten richtig übernommen habe, aber im großen und ganzen waren die US-Daten ja die größere Stolperfalle …). Das wird ein schönes Teil. Jetzt nicht nur wegen der Bibliografie – so Ego bin ich dann auch wieder nicht, danke -, sondern von der Gesamtheit her: Cover, Roman, Aufmachung, Redaktion, …

Inzwischen haben sich auch die Belege von phantastisch! #34 in der Welt verbreitet.
Denn auch von Win [Scott Eckert] hatte ich heute eine Mail im Briefkasten.

» The magazine arrived and I am *very* impressed. It is a very professional
magazine. I only wsh i cold read German. :-(   But I see enough familar words
that I understand what is being discussed on the page. :-) «

Ich sehe Klaus bis hier her strahlen.

Gliep!

Montag, April 13th, 2009

Die Bibliografie von Robert Asprin ist im Layout (bevor einer fragt: Ja, hat mal wieder Spaß gemacht, auch wenn ich erstmal ordentlich Rost abschütteln musste, ehe ich ein schönes Raster gefunden habe …) und liegt bei Bobs Agenten und Freund Bill Fawcett zwecks Gegenkontrolle vor.

Die Biografien für das Vorwort, den Umschlag und den Innenteil sind ebenfalls fertig und abgeschickt. Und auch das Nachwort zu »Tambu« befindet sich auf der Zielgeraden. Es soll heute endlich fertig werden. Hier mal ein Auszug:

»

Ich weiß: echte Liebeserklärungen unter Autoren beginnen für gewöhnlich anders. Immerhin, nach dem ersten Band (den ich während eines schweren Hitzegewitters an einem Stück verschlungen habe, wie ich mich erinnere) war ich nicht bloß in Tanda verliebt, sondern in die gesamte Serie (und ich wollte einen Babydrachen! Das will ich noch heute, und Guido hat mir fest versprochen, dass ich einen kriege, wenn ich dieses Nachwort schreibe).

«

Gliep, my fellows.