Archive for März, 2009

50 Jahre Blumen für Algernon

Montag, März 30th, 2009

Blumen für Algernon, Klett Cotta 2007

Blumen für Algernon von Daniel Keyes ist eines meiner Lieblingsbücher – ein echter, zeitloser Klassiker.

Dieses Jahr feiert die prämierte, später zu einem Roman umgearbeitete Kurzgeschichte ihr 50-jähriges Dienstjubiläum. Da ich letztes Jahr erst Keyes’  sehr schöne Autobiografie Algernon, Charlie and I – A Writer’s Journey gelesen habe, entstand für den Fantasyguide ein Special.

Hier geht’s zum Artikel

 

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Als kleiner Junge beruhigte er die weinende Tochter einer Kundin im Friseursalon seiner Mutter, indem er – obwohl er selbst noch nicht lesen konnte – dem Mädchen aus einem Buch »vorlas«, das er selbst so oft vorgelesen bekommen hatte, dass er es so gut wie auswendig kannte. Die Mutter des weinenden Mädchens wusste das natürlich nicht und sah nur ihr Kind, das sich beruhigte – und gab dem jungenDaniel Keyes einen Penny für seine Hilfe. Das war der Moment, da Keyes erstmals realisierte, dass er vom Geschichtenerzählen leben könnte – dass er Schriftsteller werden wollte.

Vor 50 Jahren erschien Keyes’ Kurzgeschichte Blumen für Algernon und brachte ihm den HUGO Award ein; für die Romanfassung sechs Jahre später bekam er schließlich den NEBULA. Angesichts des Dienstjubiläums einer der wichtigsten Mäuse der Science Fiction werfen wir einen Blick zurück auf das Leben des Autors aus Brooklyn und sein berühmtes Ausnahme-Werk.  [...]

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Frühstück mit Sherlock und dem Hexenvolk

Sonntag, März 29th, 2009

Hexenvolk, Edition Phantasia 2009Die letzten Tage war das schreiberisch alles etwas undiszipliniert. Zumindest was Sherlock Holmes anbelangt. Da ging leider nicht wirklich viel diese Woche (auch wenn ich Freitag Abend noch ein schönes Exposé auf die Reihe bekommen habe für ein mögliches künftiges Projekt).

Schuld daran war vielerlei, von Müdigkeit und Frühschicht bis hin zu ankommenden eBay-Schnäppchen oder dem gestrigen Streifzug bei Hermke’s, wo doch tatsächlich das oversized Hardcover von ›Spider-Man: Blue‹ auf mich gewartet hat und förmlich darum bettelte (und mächtig Bein zeigte…), mitgenommen zu werden. Und wer bin ich schon, dem Ruf von Mr. Sale und Mr. Loeb zu widerstehen, wenn sie in so schöner Verpackung des Weges daher kommen …?

Mal schauen, wie es sich heute – nach einem motivierenden Frühstück mit süßen Leckereien vom Bäcker – angeht und ob ich nicht nur die Endfassung des vermeintlich-verfluchten Fluchs endlich in den Kasten, sondern auch die Ratten im Gemäuer mal zu einem Ende kriege. Danach wären es dann – theoretisch und laut Plan – nur noch ein oder zwei Geschichten, die fehlen, bevor noch einmal die Gesamtüberarbeitung ansteht.

»Hexenvolk« hat unterdessen eine weitere positive Rezension eingeheimst, in der auch mein Nachwort ziemlich gut wegkommt:

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[...] Insbesondere der vorliegende Roman von Fritz Leiber, in der Neuübersetzung von Joachim Körber, mit einem exklusiven, ausführlichen Nachwort von Christian Endres ist ein Schmuckstück sondergleichen. [...] Das Nachwort von Christian Endres ist eine echte Bereicherung und verdeutlicht dem Leser noch einmal, dass diese Neuübersetzung kongenial umgesetzt wurde. Zwar gab es im November 1976 bereits eine deutsche Ausgabe, die unter dem Titel »Spielball der Hexen« in der Taschenbuchreihe Vampir Horror Roman erschienen ist, doch war diese stark gekürzt. [...] In dieser Hinsicht hat Christian Endres vollkommen recht, wenn er schreibt: Diese Neuausgabe war längst überfällig. [...]

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Yes they can: Barack meets Spidey, die Nächste

Freitag, März 27th, 2009

Spider-Man #60, normale Heft-Variante, Panini 2009Am 31. März wird es mal wieder eine Spider-Man-Sonderausgabe exklusiv bei Amazon geben.

Das gab’s zuletzt zum zweiten Film – mit Film-Tie-in, Dell’Otto-Cover und zwei schönen Straczynski/Romita jr.-Geschichten aus Amazing (wer könnte die Szene vergessen, da Doc Doom durch den Metalldetektor muss? Mehr zum Straczynski-Run in Phase X #5). 

Der vierte Spidey-Blockbuster ist noch ein Weilchen entfernt – was also ist diesmal der Anlass für den Amazon-Prestige-Band zum attraktiven Preis? Ganz einfach: Das Zusammentreffen von Mr. President Barack Obama und dem Wandkrabbler, das Marvel USA im Januar nicht nur einen tollen Umsatz der mannigfaltigen Nachdrucke von Amazing Spider-Man #583 bescherte, sondern auch massig Publicity in allen internationalen Medien.  Sogar hierzulande berichtete man online und im TV über das Zusammentreffen des neuen Präsidenten der USA und dem Netzschwinger. 

In der folgenden Heftnummer von Spider-Man bei Panini wird die Kurzgeschichte (vorgezogen) abgedruckt sein (sie ist ja nur eine Handvoll Seiten lang), und dann erscheint eben auch der Amazon-Band. In diesem wiederum sind noch die Free-Comic-Book-Day-Swing Shift-Ausgabe (ein inoffizieller Teaser zu Ein Neuer Tag) und die erste Storyline von Dan Slott und Steve McNiven, die eben in der neuen Ein Neuer Tag-Kontinuität nach dem Retcon durch One More Day spielt. 

Ich hab das US-Heft, ich werde das deutsche Heft haben – und ich hab mir eben die Amazon-Ausgabe vorbestellt. 

Hey. Ich hab nie behauptet, KEIN Spidey-Geek zu sein, oder?

Twip. Twip. 

ps.: In Sachen Spider-Man gibt’s hier nächste Woche dann auch noch eine kleine Ankündigung in eigener Sache.

In Planung: Neuer Bestseller!

Donnerstag, März 26th, 2009

phantastisch!-Chefredakteur und Perry Rhodan-Marketing-Gott Klaus Bollhöfener und meine Wenigkeit haben heute am Telefon ausgemacht, dass wir – aus aktuellem Anlass – ein bestsellertaugliches Science-Fiction-Epos kreieren  werden: Zeitlos wie die Bibel, episch wie der Herr der Ringe und thematisch eine Mischung aus Star Wars, Blade Runner und Jurassic Park:

The Fellowship of the Wattestäbchen.

Es beginnt ganz harmlos in den 30ern – und endet in der medientyrannisierten Zukunft, die auch Kurd Laßwitz so nie vorhergesehen hätte …

Rezension: Der Preis des Lebens

Mittwoch, März 25th, 2009

Der Preis des Lebens, Atlantis 2009
Christian Handel hat sich »Der Preis des Lebens« vorgenommen und bei sich im Blog eine schöne Besprechung online gestellt. Und bevor ich jetzt im Ansatz rot werde, hier der Link und eine gute Nacht to everybody.

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Sind Visco und Lorn auch selbst klassische Vertreter aus dem Sword & Sorcery-Genre, so schmückt der Autor die Handlung der einzelnen Abenteuer überraschender- und willkommenerweise mit diversen Märchen- und Mythenelementen. Der Vampir und der Gotteskrieger kämpfen gegen Werwölfe, sie retten Nixen – und nehmen es mit einer liebestollen Trollin auf.
Durch die unterschiedlichen Ideen und Längen der einzelnen Geschichten gestalten sich die Abenteuer der beiden interessant und abwechslungsreich – und gerade der untypische Mix macht den Reiz von “Der Preis des Lebens” aus, das sich teils als Hommage an die Klassiker der phantastischen Literatur versteht, teils jedoch auch als etwas sehr Eigenständiges, Neues, in dem noch einiges an Potential steckt, das über die versammelten Geschichten hinaus geht.

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Auch wenn die beiden Helden erstmal eine Pause einlegen und Christian Endres gerade an einem Kurzgeschichtenband rund um Sherlock Holmes arbeitet, der noch dieses Jahr im Atlantis Verlag erscheinen soll, darf man abschließend feststellen, dass in “Der Preis des Lebens” ein junges, deutsches Schreibtalent sein Können unter Beweis stellt, von dem man sicher noch das eine oder andere hören wird!

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Passenderweise kam heute auch das Atlantis-Carepaket von Großmeister Latz: Mit den Werken von den Kollegen, dem Phase X-Beleg und einem schönen DPdL-Exemplar, das signiert, eingetütet und trotz Schneesturm in den Westen der Rebublik verschickt werden wollte.

Let it snow …

Mittwoch, März 25th, 2009

Man sagt ja, dass Menschen, die nur über das Wetter reden, eine gewisse Einfalt für sich verbuchen können. 

Wurscht. Das da draußen nervt: Minusgrade, vereiste Scheiben, und jetzt auch noch Schneegestöber wie im tiefsten Sibirien. Ich glaub, es hakt, da oben, eh? 

Mal schauen, ob ich es heute in einer Holmes-Episode in London – aus Protest – noch etwas sommerlich flimmern lasse (der überarbeitete Fluch pausiert übrigens, denn nun sind zwar mit der gestern Abend viel zu spät abgeschlossenen Fassung wahrscheinlich meine Testleser zufrieden, aber moi nicht. Eine elementare Krux, mein lieber Watson …)

Und vielleich sind ja auch Hermes und die Post brav und bringen ein paar schöne Pakete mit Büchern und Belegen.  

Vorausgesetzt, sie kommen durch den verdammenswerten Schnee … *seufz*

Der Fluch des … Fluchs.

Montag, März 23rd, 2009

Ihr erinnert euch? Der Fluch war die Sherlock Holmes-Geschichte, an der ich einiges basteln musste, bis Oliver als Testleser zufrieden war. Tja. Nun haben mir zwei Testleser bestätigt, dass die Geschichte in der Neufassung was taugt und einige schöne Szenen und einen ordentlichen Flow hat – der Schluss aber immer noch nicht.

Wahrscheinlich ist es so: Für mich fühlt es sich an, als hätte ich mit Irene Adler selbst schon das Bett geteilt, nach all der Recherche und dergleichen. Für andere ist sie wohl kein so klar umrissener Begriff. Und dann ist sie in der Szene auch noch ein deus ex machina.

Also wird das wohl auf eine dritte Umarbeite-Session hinaus laufen … 

Der Fluch, der Fluch, ich sag’s euch ja … 

Immerhin: Das DVD-Paket von Amazon kam heute. Fine! Mann gönnt sich ja sonst nichts.

Am Ende des Bühls …

Samstag, März 21st, 2009

… lebte (in einer Höhle im Boden) ein Hobbit.

Am Ende des in der Sonne (und wenn man am falschen Ende parkt) ganz schön schweißtreibenden, längsten und ordentlich steilen Berges in Würzburg lebt und arbeitet dagegen der Fantasy-Künstler Volkan Baga und ist in einem kleinen, aber sehr feinen Atelier in seiner Wohnung mördermäßig kreativ und talentiert zu Gange.

Dort habe ich ihn heute Nachmittag auch besucht, um ein Interview abzuschließen und mir auch mal vor Ort Pinsel, Ölfarben und natürlich die ganzen coolen gerahmten Bilder und Arbeiten zeigen zu lassen. Schönes Gespräch, das den zeitlichen Rahmen freilich auch wieder gesprengt hat, weshalb ich mit einiger Verspätung zum Fantastikschaffenden-Stammtisch kam. Ein angenehmer Nachmittag mit einem sehr interessanten und schönen Gespräch – u. a. über die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Fantasy-Markt, Magic-Karten-Illustrationen, den Tolkien-Faktor und mehr – war’s trotzdem.

Das Endergebnis wird in einer der nächsten Nummern der Kartefakt zu finden sein.

Operation Red Panda

Freitag, März 20th, 2009

Queen & Country Bd. 8: Operation Red Panda, Modern Tales 2009Neben der schönen, von Alan Lee illustrierten, angenehm kompakten »Hobbit«-Neuausgabe (mit Lesezeichen, yeaha!) und der um »Zwei Herzen« erweiterten  Neuausgabe von Beagles »Das letzte Einhorn« (beide Klett Cotta) heute noch im Briefkasten gehabt: Ein hübsches Beleg.

Greg Rucka (Batman, Wolverine, Witheout) schließt seine nicht immer ganz einfache, aber letztlich doch herausragende Comic-Serie Queen & Country endlich auch in deutscher Übersetzung ab. Obwohl, was heißt hier  ›endlich‹? Wir alle hoffen ja, dass Greg (der aufgrund familiärer Schwierigkeiten leider nicht für ein Interview zu haben war) bald mit der versprochenen Fortsetzung aufwartet und in die Welt der Geheimdienste nach 9/11 zurückkehrt.

Also: Queen & Country Bd. 8: Operation Red Panda, deutsch vom Kollegen Pannor, lektoriert von moi, erschienen bei Modern Tales. Spielt direkt nach dem ersten Roman und vor dem in Kürze erscheinenden zweiten  (beide dtv).

Nautilus 61: Tierische Fantastik

Freitag, März 20th, 2009

Nautilus #61Einer der Themenschwerpunkte der Nautilus #61, die heute frisch erschienen ist, liegt auf dem fantastischen Subgenre der Tierfantasy. Ihr wisst schon: Richard Adams und Co., sprechende und ziemlich menschlich agierende Kaninchen, Hunde, Füchse, Katzen, Mäuse, … 

Da ich sehr gerne Bücher und Comics aus dem Genre lese, habe ich einige  Beiträge für diese Heftnummer beigesteuert. Besonders Spaß gemacht – da mit einer persönlichen Wiederentdeckung und einer schönen Neuauflage verbunden – hat der Artikel über Kiplings Dschungelbücher. Dieser Artikel wird von einem Interview mit Martin Baltscheit abgerundet, der die Neuausgabe der Dschungelbücher bei Boje nicht nur kongenial und sehr kraftvoll und stimmig illustriert, sondern auch die gelungene Hörbuch-Lesung eingesprochen hat. 

Auch um die Warrior Cats geht es in dieser Ausgabe. Der Artikel zu den flotten Romanen und Manga mit den kämpferischen Katzen-Clans wiederum wird von einem Interview mit Victoria Holmes veredelt, der Chefredakteurin, Expose-Autorin und Erfinderin des immens erfolgreichen Warrior Cats-Franchise. 

Das waren die beiden großen Themen. Dazu gesellen sich eine Übersicht bekannter und weniger bekannter Tierfantasy-Romane und -Serien in der Literatur, eine Übersicht der tierischen Helden, die ich zusammen mit Carsten Pohl auf die Beine gestellt habe, und ein kurzer Text zu meinem diesjährigen Lieblingsgeburtstagskind, Daniel Keyes’ weißer Maus Algernon.

Die Kollegen beschäftigten sich noch mit dem Standalone-Film um Waffe X und X-Man Wolverine, Stargate Atlantis, Mäuseheld Despereaux, den Mythos Tierverwandlung samt Werwesen, und in einem besonders umfangreichen, interessanten Artikel mit den Unterschieden zwischen Tieren und dem Menschen im Ringen um die Krone der Schöpfung. 

Wer die Ausgabe virtuell durchblättern möchte, kann das hier tun.