Archive for the ‘Tagesspiegel’ Category

Serienkiller im Tagesspiegel

Mittwoch, Mai 8th, 2013

Heute gibt es mal wieder eine Comicseite im gedruckten Tagesspiegel – mit Texten zu Robert Crumb, der aufs Münchner Comicfestival kommt, und natürlich zum Gratis Comic Tag, aber auch mit meiner kurzen Besprechung zu Derf Backderfs empfehlenswertem Comic-Roman Mein Freund Dahmer, der teilweise für ganz schön kontroverse Diskussionen sorgt.

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Zwischen 1978 und 1991 tötete der Amerikaner Jeffrey Dahmer mindestens 17 Männer und Jungen. Comic-Künstler Derf Backderf ging mit dem Milwaukee Monster zur Schule. Seine Graphic Novel „Mein Freund Dahmer“ (Metrolit, 230 S., 22,99) ist ein Portrait mit krudem Underground-Comix-Charme. Darin stellt Backderf unter anderem die Frage, wieso niemand eingriff, während der Sonderling Schritt für Schritt in den Abgrund stieg. Ein lesenswerter Blick auf die Höllenfahrt eines Jugendlichen in den 1970ern.

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Mehr dazu, wenn die Langfassung meines Textes demnächst online geht.

Excelsior!

Vertrauter Fremder im Action-Dschungel

Samstag, April 6th, 2013

Jiro Taniguchi: Enemigo

Für den Tagesspiegel habe ich mir Jiro Taniguchis gerade auf Deutsch veröffentlichtes Frühwerk Enemigo angeschaut.

Das ist nicht nur eine Hommage an das Hollywood-Action-Kino der 80er, sondern auch eine ziemlich unverfrorene Aneinanderreihung von Bildzitaten. Dass die von den betroffenen frankobelgischen Meistern quasi rückwirkend legitimiert wurde, ist dabei nur eine Besonderheit dieses Taniguchis, der außerdem so gar nichts mit dessen gefühlvollen Werken gemein hat, die dem Japaner den Ruf des westlichen aller Mangaka und viel Lob und Ruhm eingebracht haben. Zuletzt schaffte er es ja sogar in druckfrisch.

Lohnenswert ist die Lektüre des Bandes trotzdem, denn zwischen Blut und Blei sowie Dschungel und Großstadschungel ist das Ganze ebenso trashig wie unterhaltsam.

Aber lest am Besten selbst. Und hier gibt’s noch eine Leseprobe zum Band.

Excelsior!

Die Vier von der Baker Street im Tagesspiegel

Samstag, März 16th, 2013

Die Vier von der Baker Street: Die Waisen von London

Für den Tagesspiegel habe ich mich mit dem Finale des ersten Zyklus von Die Vier von der Baker Street beschäftigt, einer ganz hervorragenden Sherlock-Holmes-Pastiche-Comic-Serie, die auf Deutsch seit 2010 in schöner Hardcover-Alben-Aufmachung beim Splitter Verlag erscheint.

Der im März veröffentlichte vierte Band Die Waisen von London setzt just ein, als sich die Nachricht von Sherlock Holmes’ vermeintlichem – oder sagen wir, vorübergehendem – Tod in der Schweiz wie ein Lauffeuer im Herzen des Empires verbreitet. Das treibt die Vier von der Baker Street im Streit auseinander, während ihr Erzfeind genau diesen Zeitpunkt wählt, um aus dem Gefängnis zu fliehen und sich seine Rache an den jungen Hilfspolizisten zu holen, was am Ende weder Watson noch Lestrade, sondern nur die zerstrittenen Straßenkinder aus London verhindern können, wenn sie sich zusammenraufen…

Da meine kurze Besprechung Mitte der Woche wegen akutem Platzmangel kurzfristig von der Printseite gerutscht ist, haben wir nun direkt die Langfassung online gestellt:

Hier geht’s zum Artikel Aus Sherlocks Schatten getreten.

Excelsior!

Sailor Moon im Koma

Mittwoch, Januar 30th, 2013

Mittwochs kommt traditionell nicht nur die volle Breitseite an US-Comic-Neuheiten, sondern auch die Comicseite im gedruckten Tagesspiegel. Heute ist’s mal wieder so weit, und es gibt wie üblich eine bunte Mischung von Reinhard Kleist bis Sailor Moon. Und von mir ein paar Zeilen zu Koma, einer meiner liebsten Alben-Entdeckung der letzten Monate.

Excelsior!

Höllenjunge in Prosa

Dienstag, Januar 22nd, 2013

Mein Text über den ersten ins deutsche übersetzten Band mit den allemal lesenswerten Prosa-Kurzgeschichten aus dem Hellboy-Univerum ist nun auch beim Tagesspiegel online gegangen.

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Hellboy: Medusas Rache

Ende 2012 ist die erste Hellboy-Kurzgeschichtensammlung als »Medusas Rache« im unermüdlichen Berliner Golkonda Verlag jetzt endlich auch auf Deutsch erschienen. Im Band nähern sich Autoren wie Greg Rucka, Stephen Bissette, Nancy A. Collins, Brian Hodge, Craig Shaw Gardner und Max Allan Collins – allesamt bekannte Namen aus Comic- und Genre-Literatur – auf ihre Weise textlich dem toughen Comic-Helden, der sich seinem vagen Schicksal, aber auch Geistern, Dämonen und den fiesen Seiten der Folklore stellt. Außerdem hat Mignola jede der 14 Storys aus Hellboys Zeit bei der B.U.A.P. in bestechendem Schwarzweiß illustriert. Dass das die einzigen Bilder in der schön aufgemachten Klappenbroschur sind, macht gar nichts, denn die Autoren liefern größtenteils richtig gutes Hellboy-Kopfkino, während der Höllenjunge sich in Manhattan, Neuengland, im Mittelmeerraum oder auf den britischen Inseln mit dem Übernatürlichen balgt und dabei vor allem seine steinerne rechte Hand des Schicksals sprechen lässt.

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Hier gibt’s den ganzen Text.

Excelsior!

Der Preis der Rache

Dienstag, Januar 1st, 2013

»Atar Gull«, Avant, 2012

Nein, 2013 beginnt nicht mit der Ankündigung zum zweiten Teil von »Der Preis des Lebens« – dafür mit meinem Text Der Preis der Rache im Comic-Portal des Tagesspiegel, wo ich mich mit der Comic-Adaption von Eugène Sues Abenteuerroman »Atar Gull« auseinandergesetzt habe, der zur Entstehungszeit wiederum den damals »modernen« Sklavenhandel ins Visier genommen hat.

Aufhänger ist dabei die finstere Geschichte des vermeintlich vorbildlichen Sklaven Atar Gull. Der im Krieg gegen einen anderen Stamm gefangene und für Perlen und Gewehre verkaufte Häuptlingssohn opfert sein Leben für einen bizarren Langzeit-Racheplan, der ihn aus den Fängen des Piraten Kapitän Brulart nach Jamaika und schließlich bis ins graue London führt. Dort muss er am Ende – viel zu spät – erkennen, dass Vergeltung immer einen hohen Preis hat und oft selbst dann noch kostet, wenn alle anderen bereits ihre Strafe erfahren haben und man selbst schon genug eingezahlt hat…

Hier gibt’s den kompletten Text, und hier gibt’s eine Leseprobe zum Album.

Excelsior!

Lektüre für die Feiertage #2: Altes Eisen

Dienstag, Dezember 18th, 2012

»Atlantic 12«, S & L 2012

Auf der gedruckten Comic-Seite im Tagesspiegel gab es vergangene Woche schon die Kurzrezension – hier nun die Langfassung meines Textes zu Altmeister Francois Schuitens surrealer Geschichte bzw. Reise in »Atlantic 12«.

Wer – wie Schuiten – auch in diesem Jahr vermutlich wieder keine Modell-Eisenbahn kriegen wird, die im Oval um den herausgeputzten Weihnachtsbaum schleicht, kann sich ja mit dieser Geschichte über Dampfloks, Fortschritt und Tradition trösten, die obendrein auch noch eine Weiche in die erweiterte Realität enthält.

Als ihm die Idee zu „Atlantic 12“ kam, arbeitete François Schuiten gerade als Bühnenbildner für ein Projekt des Eisenbahnmuseums in seiner Heimatstadt Brüssel, wo der Comic-Künstler in der Nähe des Bahnhofs Schaerbeek wohnt. Das in diesem Umfeld auf die Schienen gehobene Schwarz-Weiß-Album ist Schuitens erster Comic, den er auch selbst geschrieben hat. Für Eisenbahnen begeistert Schuiten sich hingegen schon länger. Denn bereits als Kind, so Schuiten, habe er sich immer eine Eisenbahn gewünscht, von seinem Vater aber stets bloß Malkästen geschenkt bekommen. Eisenbahnen haben den 1956 geborenen Belgier trotzdem immer fasziniert, besonders die Art und Weise, wie sie die Menschen und die Welt verändert hätten.

Von den Reisen und Abenteuern, für die sie stünden, ganz zu schweigen. Um eine letzte Reise – ein letztes Abenteuer – geht es auch in „Atlantic 12“. Schuiten erzählt darin die Geschichte des alten passionierten Lokführers Van Bel, dessen geliebte Dampflok „12.004“ ausrangiert wird, da sie sich gegen den elektronischen Fortschritt auf den Gleisen und die Vorzüge der Seilbahn nicht mehr durchsetzen kann, während es für Van Bel und seinen Heizer trotz aller Erfahrung und Hingabe obendrein immer schwieriger wird, die Zwölf mit so wenig Kohle wie möglich sicher und schnell durch überflutete Gebiete zu bringen.

Allerdings ist Schuitens Comic nur auf den ersten Blick der verklärte Kommentar eines Dampflokomotiven-Liebhabers und Nostalgikers, der gegen den unaufhaltsamen Fortschritt wettert… [weiter]

Excelsior!

Hobbits, Tarzan und mehr

Donnerstag, Dezember 13th, 2012

Gestern enthielt der Tagesspiegel mal wieder eine gedruckte Comicseite. Da gab’s nicht nur die Ergebnisse der Comic des Jahres-Umfrage, sondern auch meine kurze Rezension zu »Atlantic 12«. Von wegen Altes Eisen! Da kommt demnächst aber noch ein längerer Text online, dann später mehr dazu.

In der zitty Berlin, die diese Woche erschienen ist, sind derweil auch wieder ein paar Texte von mir enthalten: Eine Besprechung zu »Das große Hobbit-Buch«, der kommentierten Prachtausgabe von J. R. R. Tolkiens Mittelerde-Erstling, eine Rezension zum ersten Riesen-Band der Tarzan-Werkausgabe bei Bocola, und das 1-Frage-Interview mit Richard Corben anlässlich der Sammlung Creepy Presents: Richard Corben. Bunt gemischt und 100% geekig, as always!

Aus dem Urwald …

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Hal Foster – Tarzan Bd. 1

Hal Foster/Rex Maxon: Tarzan Bd. 1

Kaum hat der Bocola Verlag seine vorbildliche Neu-Edition von Hal Fosters Klassiker „Prinz Eisenherz“ abgeschlossen, da folgt auch schon der nächste Streich: Denn nun steht die auf zehn Bände angesetzte Comic-Werkausgabe von „Tarzan“ an, Edgar Rice Burroughs’ Herrn der Affen, der 2012 seinen 100. Geburtstag gefeiert hat. Und was für ein schönes Geburtstagsgeschenk das geworden ist! Mit seinem satten Überformat fordert das Hardcover-Album nicht nur die heimischen Regal-Kapazitäten heraus. Der riesige Band versammelt die Sonntagsseiten des ersten farbigen „Tarzan“-Zeitungscomictrips aus den Jahren 1931 und 1932. Hier übernahm Foster nach knapp 30 Seiten von Rex Maxon die Abenteuer des Dschungelfürsten, dessen Erfolgsgeschichte sich nach seinem Debüt rasch über alle Medien erstreckt hat. Neben zwei redaktionellen Vorworten enthält der vorliegende Auftaktband darüber hinaus Fosters texlastige Schwarzweiß-Adaption des Original-Romans „Tarzan bei den Affen“, mit dem 1912 alles begann. Und egal ob Farbe oder nicht – trotz der Neuübersetzung und der gewohnt sorgfältigen digitalen Restaurierung der Originalkolorierung sieht das noch nicht ganz so gut aus wie Fosters legendärer „Prinz Eisenherz“. Zumal gerade die Sonntagsseiten auch etwas hölzern durch den afrikanischen Busch holpern. Den Foster-Fan interessiert das natürlich nicht. Das hier ist eben eine echte Liebhaber-Ausgabe für Jäger und Sammler, wie man sie besser nicht präsentieren kann. Christian Endres

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… zum Einsamen Berg …

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Der kommentierte Hobbit

Das große Hobbit-Buch

Zyklische Wachablösung im Fantasy-Genre: Bisher war George R. R. Martins „Game of Thrones“ der Knüller dieser fantastischen Saison. Doch spätestens wenn nun der erste Teil der Hobbit-Verfilmung in die Kinos kommt, wird Fantasy-Urvater J. R. R. Tolkien einmal mehr in aller Munde sein. Da schadet es nicht, sich gebührend auf das Hobbit-Fieber einzustellen. Das ideale Buch zum Vorglühen ist diese prächtige Neuausgabe mit den Abenteuern des Hobbits Bilbo Beutlin, des weisen Zauberers Gandalf und der Zwergenschar. Denn das 75-jährige Jubiläum des Klassikers und der mit Spannung erwartete Blockbuster sind Anlass genug, damit Tolkiens deutscher Stammverlag Klett-Cotta eine von Douglas A. Anderson fabelhaft kommentierte Fassung des Romans als Hardcover präsentiert. Um den bekannten Haupttext schlängeln sich hier in farbigen Randspalten faszinierende Erläuterungen, Verweise und vor allem eine akribische Werkgeschichte. Dazu kommen Illustrationen aus den zahlreichen internationalen Ausgaben des Erstlings aus Tolkiens prägender Fantasy-Welt Mittelerde sowie etliche Zitate der Quellen, die Tolkien angezapft hat. Und natürlich sprüht die Schatzjagd zwischen Trollen, Elben, Orks, dem Drachen Smaug, dem fiesen Gollum und dem Einen Ring noch immer vor Charme und Witz. Ein zeitloses Buch in einer hoch interessanten Ausgabe. (M)Ein Schatz! Christian Endres

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… und wieder zurück.

Excelsior!

Noch mal aufgetaucht: The Underwater Welder

Sonntag, November 25th, 2012

Mein Text zu Jeff Lemires fantastischer Graphic Novel »The Unterwater Welder« ist nun auch beim Tagesspiegel online gegangen.

Excelsior!

Propheten im Weltall

Sonntag, November 4th, 2012

Nach dem 1-Frage-Interview in der zitty vor ein paar Wochen ist nun auch mein längerer Artikel zu Brandon Grahams abgefahrener Neudefinition von Rob Liefelds »Prophet« auf der Comicseite des Tagesspiegel online gegangen. Check it out.

Excelsior!