Archive for the ‘Hexenvolk’ Category

Zombies, Vampire und phantastisch!e Eulen

Samstag, Oktober 2nd, 2010

Wie hier schon einmal angekündigt, erscheint pünktlich zur Buchmesse in Frankfurt dieser Tage Ausgabe 40 des Magazins phantastisch!. Hier ist heute schon mein Beleg aufgeschlagen, und das ist wieder ein ziemlich schönes Heft mit vielen Themen geworden.

Die »Die Zombies von Oz«-Leseprobe umfasst nun genau den ersten Akt der Titelstory, wobei Tricky Dick Dickens Horst Illmers augenzwinkernder Artikel über die Welle an »Monsterfizierungen« klassischer Romane eine schöne Einleitung dazu bildet (Horsts Text war ja der eigentliche Anlass, weshalb wir über die Leseprobe im Heft sprachen). Und Mr. Illmer, Meister des phantastisch!en Updates, muss es wissen, er hat mein Buch ja schließlich vorab lesen dürfen …

Toll auch: Das Interview mit Kathryn Lasky erscheint genau passend zum Filmstart von Zack Snyders Legende der Wächter am 15. Oktober. So hab ich das gern.

Auch schön: Dem Herrn Pannor sein Artikel über Stephen Kings »American Vampire«, das ab Anfang Dezember auf Deutsch bei uns bei Panini erscheint.

Und so wie Volkans Cover im großzügigen Heftformat pretty cool aussieht, kommen auch Bernie Wrightons Frankenstein-Stiche gedruckt verdammt gut raus, die meinen Essay über den zeitlosen Prometheus begleiten, dem Max Pechmann auf meine Bitte hin in Rekordzeit eine ebenso akribische wie kenntnisreiche, kommentierte Frankenstein-Filmografie zur Seite gestellt hat, die ich in der Form noch nirgends gesehen habe.

Achim Schnurrer setzt in der Heftnummer 40 außerdem sein Porträt von Voltaire fort,  so wie der Kollege Handel seine Pratchett-Hörbuch-Bestandsaufhname fortführt, während Carsten Kuhr J. R. Ward und Gesa Schwartz interview hat.

Piper-Lektor Carsten Polzin widmet sich mit Sidney Hayers Night of the Eagle mal wieder einem Meilenstein des fantastischen Films, der witzigerweise auf Fritz Leibers »Hexenvolk« basiert (ihr erinnert euch? Das Buch wurde 2008 bei der Edition Phantasia erstmals ungekürzt auf Deutsch veröffentlicht und kurz darauf bei Denis Scheck in der Sendung erwähnt – und yours truly hat das Nachwort dazu verfasst).

Und natürlich gibt es auch wieder einen ganzen Schwung Rezensionen zu Neuerscheinungen aus den Gefilden von Horror, Fantasy, Science Fiction und Comic (drei sogar aus meiner Feder: Zu »D«, »Beasts of Burden: Animal Rites« und »The Ghoul«, fleißigen Blog-Lesern allesamt nicht unvertraut, wie ich hoffe).

So far. Back to Marvel Previews.

Excelsior,

Fritz Leiber. Schöpfer dunkler Lande und unrühmlicher Helden

Samstag, Juni 27th, 2009

SF Personality 18: Fritz Leiber. Schöpfer dunkler Lande und unrühmlicher Helden, Shayol 2009Ich weiß nicht, ob es an mir oder an Shayol liegt. Aber nachdem ich bereits Anfang des Jahres erst mit einiger (und reichlich schändlicher, argh!) Verspätung Joe R. Lansdales überragenden »Der Teufelskeiler« entdeckt hatte, hat es diesmal wieder länger gedauert, bis ich gesehen habe, dass man im April (!) eine schöne Bibliogaphie Fritz Leibers innerhalb der SF Personality-Reihe herausgegeben hat.

Mal ganz davon abgesehen, dass mein Essay Dunkle Damen aus den Schatten aus »Hexenvolk« darin gelistet ist (der Text aus der bei Cross Cult erschienen Comic-Adaption hat leider keine Berücksichtigung gefunden, wie der gesamte Comic – Fokus liegt auf den Prosaveröffentlichungen) – so was wäre mir doch früher nicht passiert! Ein neues Buch von, mit oder über Leiber? Das hätte ich schon 5 Monate vorher vorbestellt …

Rats. Aber gut, jetzt hab ich es ja mitgekriegt. Gestern kam das Paperback an, und das ist wirklich sehr schön, fundiert und hübsch gemacht. Eine Übersicht dieser Art gab es bisher nicht – dabei war sie eigentlich bitter nötig, da Leibers Werk ja doch eher quer über diverse Verlage und Bücher (bzw. Anthologien) in Deutschland verstreut ist. Eine uneingeschränkte Empfehlung für den Band.

In der nächsten Nautilus, die im Juli erscheint, wird von mir übrigens ein neuer Text über Leiber abgedruckt sein, in dem ich Leibers Fafhrd und den Grauen Mausling mit Howards Conan vergleiche. Äpfel mit Birnen? Nun. Nicht unbedingt …

Und während ich jetzt in meinem wunderschönen Usagi Yojimbo-Artbook (bzw. hier) schmöker, darf bitte mal jemand den Schalter umlegen, damit die Schwüle abzieht. Beim Friseur und auf dem Rückweg wäre ich vorhin  fast eingegangen …

Frühstück mit Sherlock und dem Hexenvolk

Sonntag, März 29th, 2009

Hexenvolk, Edition Phantasia 2009Die letzten Tage war das schreiberisch alles etwas undiszipliniert. Zumindest was Sherlock Holmes anbelangt. Da ging leider nicht wirklich viel diese Woche (auch wenn ich Freitag Abend noch ein schönes Exposé auf die Reihe bekommen habe für ein mögliches künftiges Projekt).

Schuld daran war vielerlei, von Müdigkeit und Frühschicht bis hin zu ankommenden eBay-Schnäppchen oder dem gestrigen Streifzug bei Hermke’s, wo doch tatsächlich das oversized Hardcover von ›Spider-Man: Blue‹ auf mich gewartet hat und förmlich darum bettelte (und mächtig Bein zeigte…), mitgenommen zu werden. Und wer bin ich schon, dem Ruf von Mr. Sale und Mr. Loeb zu widerstehen, wenn sie in so schöner Verpackung des Weges daher kommen …?

Mal schauen, wie es sich heute – nach einem motivierenden Frühstück mit süßen Leckereien vom Bäcker – angeht und ob ich nicht nur die Endfassung des vermeintlich-verfluchten Fluchs endlich in den Kasten, sondern auch die Ratten im Gemäuer mal zu einem Ende kriege. Danach wären es dann – theoretisch und laut Plan – nur noch ein oder zwei Geschichten, die fehlen, bevor noch einmal die Gesamtüberarbeitung ansteht.

»Hexenvolk« hat unterdessen eine weitere positive Rezension eingeheimst, in der auch mein Nachwort ziemlich gut wegkommt:

»

[...] Insbesondere der vorliegende Roman von Fritz Leiber, in der Neuübersetzung von Joachim Körber, mit einem exklusiven, ausführlichen Nachwort von Christian Endres ist ein Schmuckstück sondergleichen. [...] Das Nachwort von Christian Endres ist eine echte Bereicherung und verdeutlicht dem Leser noch einmal, dass diese Neuübersetzung kongenial umgesetzt wurde. Zwar gab es im November 1976 bereits eine deutsche Ausgabe, die unter dem Titel »Spielball der Hexen« in der Taschenbuchreihe Vampir Horror Roman erschienen ist, doch war diese stark gekürzt. [...] In dieser Hinsicht hat Christian Endres vollkommen recht, wenn er schreibt: Diese Neuausgabe war längst überfällig. [...]

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druckfrisches Hexenvolk

Montag, Februar 2nd, 2009

Hexenvolk, Edition Phantasia 2009Okay, ganz druckfrisch ist Hexenvolk nicht mehr, immerhin ist der Roman schon im Dezember 2008 als Neuauflage in der Edition Phantasia erschienen (im Original sogar 1943 in Magazinform).

Aber heute hat Denis Scheck in der jubilierenden 50. Sendung von druckfrisch im Ersten bei seinem obligatorischen Empfehlungs-Kreuzzug im Eingangsbereich einer Buchhandlung einer älteren Dame »Hexenvolk« für ihren Mann vorgeschlagen.

Sicher: Der vorzügliche, kluge fantastische Roman stammt vom großen Fritz Leiber, und von mir nur das kleine Nachwort auf den letzten neun Seiten – aber das ist trotzdem cool und freut mich um so mehr für Joachim Körber und Uli Kohnle von der EP!

Die auch aus ›objektiver Leiber-Verehrer-Sicht‹ exzellente, vor allem erstmals ungekürzte und längst überfällige Neuübersetzung von Leibers »Hexenvolk« gibt es als schmucke Klappenbroschur bei der Edition Phantasia, bei Amazon oder im Buchladen.

Und weil’s so schön war, zum Abschluss noch ein Eigenzitat aus dem Nachwort:

»

[...]

Nun liegt der vielleicht archetypischste, exemplarischste und für das Genre bedeutendste von Leibers Horror-Romanen endlich in einer ungekürzten Neuübersetzung vor und wartet darauf, neue wie alte Leser zu begeistern – was Hexenvolk als einer der wichtigsten und wegweisendsten Vertreter der Horrorliteratur und der Dark Fantasy des zwanzigsten Jahrhunderts auch nach über fünfundsechzig Jahren zweifellos noch tun wird. Schließlich ist der Roman vorzüglich gealtert, sind die Geschichte, ihre Charaktere und Leibers Stil nach wie vor ein echter Genuß.
Ohne die Verdienste des Pabel Verlags für die Entwicklung phantastischer Literatur in Deutschland in irgendeiner Weise schmälern zu wollen:
Diese Neuausgabe war längst überfällig.

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