Star Trek & Redshirts
Dienstag, Mai 14th, 2013
Es gibt viele, die wesentlich mehr zu Star Trek sagen können, als ich. Mir hat der erste Film von Abrams, den ich inzwischen zwei Mal gesehen habe, sehr gefallen, und ich bin auf den zweiten Teil gespannt. Das war’s im großen und ganzen dann aber auch schon, da ich nie der große Star Trek-Fan war (Babylon 5, yeah!). Anyway, ein Blog-Eintrag zum Film muss trotzdem sein, und da kommt Redshirts gerade gelegen, zumal ich just erst einen Sachtext von Scalzi übersetzen durfte (behaltet die nächste Geek! im Auge…) und Redshirts außerdem jüngst für den Hugo nominiert worden ist…
Der amerikanische SF-Autor John Scalzi hat einen rasanten Aufstieg hinter sich. Nachdem er inzwischen sogar als Berater im Umfeld des Stargate-TV-Kosmos tätig war und den Vorsitz der Science Fiction and Fantasy Writers of America inne hielt, traute er sich vor Kurzem an die heilige Weltraum-Kuh Star Trek.
Scalzis zu Beginn höchst unterhaltsames, charmantes und spannendes Abenteuer zwischen den Planeten und Realitäten widmet sich den anonymen Rothemden auf den großen Schiffen im Weltraum, die in der knallharten Serien-Welt in den unendlichen Weiten primär als Kanonenfutter herhalten müssen.
Das Ganze ist eine vergnügliche Meta-Geschichte über Figuren, die sich als solche erkennen – nicht neu, aber in dem Umfeld herrlich frech und unverbraucht und recht süffig geschrieben. Eine schöne Idee für ein knackiges, kurzweiliges SF-Abenteuer mit Hang zur Parodie.
Allerdings trägt die Idee keinen ganzen Roman – und schon gar keinen Kandidaten für den Hugo, ehrlich gesagt. Der sympathische Mr. Scalzi hat das vermutlich selbst erkannt und dem Roman-Ende noch einige Nachschläge in Kurzgeschichtenform mit auf den Weg gegeben. Wirklich besser oder runder macht es das aber nicht. Im Gegenteil. Wahrscheinlich wären eine Novelle oder ein Kurzroman einfach die geeignetere Form für die Umsetzung der Idee gewesen.
So büßt das witzige Buch, das definitiv nicht bloß für beinharte Trekkis taugt, in der zweiten Hälfte doch viel von seiner Spritzigkeit ein, verliert die Lektüre unterwegs viel von ihrem anfänglichen Spaß-Faktor. Und das ist ziemlich schade.
Excelsior!









